150 Jahre Genfer Konvention

Rotkreuz-Präsident Schöpfer fordert erneut die Einhaltung des humanitären Völkerrechts

Wien (OTS/Rotes Kreuz) - Am 22. August 1864 unterzeichneten 16 Staaten nach zweiwöchigen Verhandlungen die erste Genfer Konvention. Dieser völkerrechtliche Vertrag regelte den Schutz von Verwundeten und Sanitätspersonal im Kriegsfall. Als Schutzzeichen wurde damals das rote Kreuz auf weißem Grund festgelegt. Die Geschichte der Genfer Konventionen und die des Roten Kreuzes stehen in einem engen Zusammenhang. Henri Dunant, Gründer des Roten Kreuzes, war auch einer der Initiatoren der ersten Genfer Konvention. In den vergangenen 150 Jahren wurde das humanitäre Völkerrecht laufend weiterentwickelt. Derzeit gelten die vier Genfer Abkommen aus dem Jahr 1949 und die Zusatzprotokolle von 1977 und 2005. Seither ist der Angriff auf Zivilpersonen völkerrechtlich verboten. "Leider zeigen uns aktuelle Konflikte - von Syrien über den Gazastreifen, den Irak, die Ukraine bis hin zum Südsudan - dass in vielen Fällen hauptsächlich Zivilisten die Leidtragenden von Konflikten sind", sagt Gerald Schöpfer, Präsident des Österreichischen Roten Kreuzes. "Seit nunmehr 150 Jahren wird unsere Organisation nicht müde, Konfliktparteien dazu aufzurufen, das humanitäre Völkerrecht einzuhalten." Heute hat die überwiegende Mehrzahl der Konflikte einen nicht-internationalen Charakter. Das heißt, dass sich nicht verfeindete Staaten gegenüber stehen, sondern unterschiedliche bewaffnete Gruppen innerhalb eines Landes. "Auch diese Kämpfer unterliegen dem humanitären Völkerrecht", betont Schöpfer. "Alle an Kampfhandlungen beteiligten Gruppen müssen Zivilisten und humanitäre Helfer schützen. Anlässlich des Jubiläums und angesichts der schrecklichen Konflikte, die zurzeit toben, können wir diese Forderung nicht oft genug wiederholen."

Das könnte Sie interessieren!

Bei Hitze steigt die Zahl der Verkehrsunfälle um 25 Prozent

10. 08. 2022 | Panorama

Bei Hitze steigt die Zahl der Verkehrsunfälle um 25 Prozent

Ab 30 Grad lässt die Leistung nach und die Aggressionen steigen

WISO auf neuen Beinen - Erste neue Ausgabe beschäftigt sich mit Ideen und Vorschlägen für kürzere Arbeitszeiten

10. 08. 2022 | Panorama

WISO auf neuen Beinen - Erste neue Ausgabe beschäftigt sich mit Ideen und Vorschlägen für kürzere Arbeitszeiten

Viktoria Reisinger (Abteilung Frauen- und Gleichstellungspolitik), Chefredakteur Mag. Matthias Specht-Prebanda und MMag.a Heidemarie Staflinger (Abteilung ...

Dachstein bleibt Instagram-Star

10. 08. 2022 | Panorama

Dachstein bleibt Instagram-Star

APA-Comm analysierte erneut die Beliebtheit heimischer Berge auf der Social-Media-Plattform Instagram – Der Dachstein bleibt der Instagram-Star unter Öster...

St. Wolfgang als Bienenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet

09. 08. 2022 | St. Wolfgang

St. Wolfgang als Bienenfreundliche Gemeinde ausgezeichnet

Das Projekt „Bienenfreundliche Gemeinde“ gibt es seit dem Jahr 2016. Das Gemeinde-Netzwerk zählt bereits mehr als 80 oberösterreichische Kommunen

Frauen fit machen für technische und nachhaltige Berufe

08. 08. 2022 | Panorama

Frauen fit machen für technische und nachhaltige Berufe

Frauenreferentin LH-Stv.in Mag. a Christine Haberlander, VFQ-Geschäftsführerin Susanne Steckerl und VFQ-Prokuristin Karin Hofmann