And the Bonsai goes to …

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Die glücklichen Gewinner des 8. GBB-Awards

Im Rahmen des 10-jährigen Jubiläums der „Green & Blue Building“ (GBB) wurden heuer in der wolke19 im Ares Tower (Wien) zum achten Mal ökologisch, sozial und wirtschaftlich nachhaltige Immobilienprojekte, Dienstleistungen und Produkte ausgezeichnet. Die Sieger 2019 sind die raumklimaverbessernden Panello Raumklimapaletten von Emoton und das nachhaltige Immo-Projekt „myfavoriteplace“ vom Bauträger green urban living.

Die Sichtweise auf den Lebenszyklus einer Immobilie verändert unser Handeln - neue Tools und Werkzeuge sind gefordert und neue Qualitäten werden gelebt. Mit dem Green & Blue Building Award zeichnete der Event-Dienstleister Alexander Ghezzo in Kooperation mit dem international tätigen Beratungsunternehmen für den Bau- und Immobiliensektor Drees & Sommer Projekte und Produkte aus, die besondere Impulse in Sachen Nachhaltigkeit setzen. Eine versierte Jury von Universitätsprofessoren und Vordenkern in Sachen Nachhaltigkeit bewerteten die Einreichungen nach Innovationskraft, Wirkung und Engagement. Neben dem Juryleiter Marc Guido Höhne (Geschäftsführer Drees & Sommer) haben Philipp Kaufmann (ÖGNI-Gründungspräsident und Gründer der KaBB), Gunther Maier (Professor an der WU Wien, Leiter und Gründungsmitglied des Forschungsinstitutes für Raum- und Immobilienwirtschaft) und Christian Polzer (FH-Campus Wien-Studiengangsleiter des Studiengangs „Green Building“) darüber entschieden, wer in den zwei Kategorien (Produkte / Service und Projekte) den edlen Bonsai Pfefferbaum mit nach Hause nehmen dürfen. Dieser wird bei den GBB Awards traditionell statt Plaketten oder Pokale verliehen, ganz im Zeichen der Nachhaltigkeit.

Kategorie Produkte / Service

Innovationen machen Gebäude nicht nur „smarter“, sondern auch effizienter, gesünder und helfen Energie zu sparen. Ein solches Produkt sind die Panello Raumklimapaletten von Emoton. Unter dem Motto „Wohn di gsund“ stellt Emoton Tonputze, Tonspachtelungen und Wandfarben her, die durch ihren extrem hohen Tongehalt gegenüber klassischem Lehmputz und vor allem klassischen Trockenbau-Produkten eine höhere Sorptionsfähigkeit besitzen und so ein deutlich besseres Raumklima erzeugen. Das bewies Geschäftsführer Norbert Kaimberger bei der Award-Verleihung mit dem „Zwiebeltest“. Dafür legte er Zwiebel in zwei Kübel, in einem davon war eine herkömmliche Gipsplatte darin, im anderen der Tonputz seiner Emoton. Das Ergebnis? Kein lästiger, störender Zwiebelgeruch machte sich im zweiten Kübel mit dem Tonputz breit – er wurde absorbiert. Dazu Kaimberger: „Ich habe mich lange mit dem Thema Erde beschäftigt. Im Grunde machen wir nichts anderes als gepresste Erde an die Wand schrauben und damit behaupten wir, das Raumklima besser zu machen. Und siehe da: es wird auch tatsächlich besser. Unser Produkt ist schwer, hat eine Masse, das ist was g’scheites. Es kostet zwar ein bisschen mehr, aber das gehört meines Erachtens in jede nachhaltige Immobilie eingebaut.“ So sieht das auch Jurymitglied und ÖGNI-Gründungspräsident Philipp Kaufmann: „Das Produkt von Emoton ist genial und Norbert Kaimberger hat mich mit seiner Art überzeugt. Als Verleger kann ich versprechen, wir werden nicht nur im ImmoFokus, sondern auch im Schwestermagazin BauTecFokus in vollen Zügen darüber berichten."

Kategorie Projekte

Leuchtturmprojekte zeigen, was möglich ist. Sie tragen dazu bei, dass sich neue Technologien beweisen können und wertvolle Daten aus dem Betrieb liefern. So etwa das Projekt „myfavoriteplace“ vom Bauträger green urban living am Reumannplatz, das mit der über eine Regenwasserzisterne und eine mit Solarstrom aus der hauseigenen Photovoltaikanlage betriebene Pumpe nachhaltig bewässerten begrünten Fassade ein wegweisendes, zeitgemäßes Zeichen setzt. Dazu der geschäftsführende Gesellschafter Jan Alexander Loebus: „Es ist ein innovatives, wegweisendes, mutig architektonisch anspruchsvolles Sanierungsprojekt. Es ist ein gutes Beispiel für eine Verdichtung im Bereich guter Infrastruktur. Ich fühle mich durch diese Auszeichnung besonders für meinen Mut geehrt, denn es war ein hartes Stück Überzeugungsarbeit nötig, um das Projekt in dieser Form tatsächlich umzusetzen. Es ist auch ein Stück weit Idealismus meinerseits hineingeflossen. Es ist leider nicht alles umgesetzt worden, was ich mir gewünscht habe, aber es sind doch sehr viele tolle Dinge für die Nutzer entstanden.“ Veranstalter Ghezzo gratulierte dem Sieger mit den Worten: „Das Projekt ist ein Leuchtturmprojekt der Nachhaltigkeit und überzeugt mit seinem Gesamtkonzept.“

Top-Einreicher

Weiters wurden die Top-Einreicher in beiden Kategorien ausgezeichnet. In der Kategorie Produkt waren dies das Unternehmen W & Kreisel GmbH (für ihre Konzepte für die Energieerzeugung, -speicherung und -verteilung), die Ecocoach AG (bietet für Investoren, Bauherren und Bewohner einen mühelosen Zugang zu nachhaltiger Energie fürs Gebäude und Elektromobilität) und die alchemia-nova GmbH (durch ihre Wiederaufbereitung des Grauwassers durch innen und außen angebrachte Pflanzentröge in modernen Immobilien).

In der Kategorie Projekt wurden folgende Top-Einreicher ausgezeichnet: Das Projekt „MGG22“ von der Wohnbaugenossenschaft Neues und der M2 Plus Immobilien GmbH und das „TheHouse“ von der UNO Wohnen Bau und Immobilien GmbH. Dieses Projekt befindet sich als Pilotprojekt in Baumgartenberg und alle Bestandteile sind recycelbar. Eine Besonderheit ist die Solarfassade aus einer Holz-Wabenkonstruktion, womit in Summe das Haus mehr Energie gewinnt als es verbraucht.

10 Jahre GBB

Was vor zehn Jahren im Rahmen der RealVienna begonnen hat, lebt und ist heute so lebendig wie zu Beginn. „Als ImmoFokus, dem nachhaltigen Immobilienmagazin, begleiten wir seit einem Jahrzehnt diese Entwicklung. Mein besonderer Dank gilt Alexander Ghezzo und seiner Frau Gudrun, welche mit viel Leidenschaft und großem Engagement für den Erfolg der GBB sorgen und meinem Mit-Initiator der GBB, Gunther Maier“, führt Philipp Kaufmann in seinem Rückblick auf zehn Jahre GBB zum Ende der Veranstaltung aus.

Quelle: Sebastian Luger/ots  //  Fotocredit: Milagros Martinez-Flener/(Milifotos)

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