Arbeitsmarkt bleibt auch in OÖ Herausforderung

Arbeitsmarkt bleibt auch in OÖ Herausforderung

Oberösterreich wieder stark machen - Qualifizierung stärken, um Beschäftigung zu sichern -frühestens nach dem Winter erste Entspannung

„Auch wenn die konkreten Auswirkungen der von der Bundesregierung verkündeten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Corona-Virus noch nicht abschätzbar sind, eines ist schon jetzt klar: Der Arbeitsmarkt bleibt auch in Oberösterreich eine große Herausforderung, frühestens nach dem Winter ist eine erste Entspannung zu erwarten. Darum gilt auch für OÖ als das Arbeits- und Wirtschafts-Bundesland Nr. 1 weiterhin die klare Devise: Wir kämpfen weiterhin darum, dass möglichst viele Menschen in Arbeit bleiben oder rasch wieder in Beschäftigung kommen“, stellen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner klar.

3 Faktoren sorgen für erhöhte Arbeitslosigkeit in OÖ

Ende Dezember gab es in Oberösterreich 52.103 Arbeitslose, das sind um 8.763 mehr als im Vergleichsmonat des Jahres davor. Für diesen erwarteten Anstieg sind gleich 3 Faktoren ausschlaggebend:

1)  Die durch die Lockdown-Maßnahmen ausgelöste gestiegene Arbeitslosigkeit, insbesondere in      Handel und Gastronomie,

2)  die alljährliche Saison-Arbeitslosigkeit in den Wintermonaten und

3)  die Tourismus-Saisonarbeitskräfte, die nicht wie bisher in den westlichen

Bundesländern arbeiten können und daher jetzt in OÖ arbeitslos gemeldet sind.

Ermutigende Signale auch in der Krise

„Corona hinterlässt auch auf dem Arbeitsmarkt in unserem Bundesland Spuren. Allerdings ist OÖ im Hinblick auf die Beschäftigungslage bisher besser durch die Krise gekommen als andere Bundesländer: Mit 7,3 % hat OÖ im Dezember erneut die niedrigste Arbeitslosenrate aller Bundesländer aufgewiesen – vor Vorarlberg mit 8,8 % und Salzburg mit 9,3 %. Österreichweit hat die Arbeitslosenquote 11,2 % betragen. Auch bei der Jahres-Arbeitslosenrate 2020 hat Oberösterreich mit 6,5 % den niedrigsten Wert von allen Bundesländern aufgewiesen – vor Salzburg mit 7,3 % und Vorarlberg mit 7,7 %. Bundesweit hat die Jahres-Arbeitslosenquote 2020 9,9 % betragen. Auch die Anzahl der Beschäftigten ist in OÖ im Dezember 2020 nur um rund 7.000 Personen unter dem Dezember-Wert 2019 gelegen. Aber trotzdem gilt: Jeder arbeitslose Mensch ist einer zu viel. Denn eines ist klar: Am Arbeitsmarkt geht es nicht um Statistiken, sondern um einzelne Schicksale. Daher kämpfen wir in Oberösterreich um jeden Arbeitsplatz“,unterstreichen Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner.

Ein wesentlicher Faktor dafür, dass Oberösterreichs Arbeitsmarkt bisher besser durch die Krise gekommen ist, besteht darin, dass oö. Betriebe das Corona-Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung besonders intensiv nutzen: Derzeit sind 80.370 Beschäftigte in 7.753 Betrieben in OÖ in Kurzarbeit.

Investitionen sichern und schaffen Arbeitsplätze

„In Oberösterreich hat der Kampf um jeden Arbeitsplatz weiterhin oberstePriorität. Daher wenden wir mit unserem ‚Oberösterreich-Plan‘ bis zum Jahr 2025 1,2 Milliarden auf, um unser Bundesland wieder stark zu machen. Diese Impulse in die Wirtschaft sichern und schaffen Arbeitsplätze“, so LH Stelzer und LR Achleitner.

„Darüber hinaus sind es aber erfreulicherweise auch OberösterreichsBetriebe, die trotz Krise investieren und so Jobs absichern und neue Jobs schaffen. Mehr als ein Viertel aller Anträge auf die neue Investitionsprämie des Bundes wurden bis jetzt von Unternehmen aus Oberösterreich gestellt. Mit einem Prämienvolumen: von 711 Mio. Euro werden so Investitionen in Höhe von 7,4 Milliarden Euro ausgelöst. Das ist ein klares Bekenntnis zum Standort Oberösterreich, von dem vor allem auch die Arbeitnehmerinnen undArbeitnehmer profitieren“, erklären Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner.

„Gerade jetzt in der Krise zeigt sich einmal mehr, dass Qualifizierung derentscheidende Schlüssel für den Einstieg oder die Rückkehr in den Arbeitsmarkt ist. Daher setzen wir im Kampf gegen die gestiegene Arbeitslosigkeit ganz klar auf Qualifizierungsmaßnahmen. Damit unterstützen wir nicht nur arbeitslose Menschen in OÖ dabei, möglichst rasch wieder eine Beschäftigung zu finden. Zugleich wird damit auch ein wichtiger Beitrag dazu geleistet, dass unsere Betriebe jene Fachkräfte bekommen, die sie benötigen. Denn wir haben in OÖ die auf den ersten Blick paradoxe Situation, dass trotz Corona-bedingt gestiegener Arbeitslosigkeit nach wie vor viele Unternehmen dringend Fachkräfte suchen. Die Schere zwischen steigender Arbeitslosigkeit auf der einen und Fachkräftebedarf auf der anderen Seite wollen wir mit Qualifizierungsmaßnahmen schließen“, betonenLandeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner. Vordringlich sollen so die rund 15.000 offenen Stellen besetzt werden, die es aktuell in Oberösterreich gibt.

Aus- und Weiterbildung erhöhen Jobchancen und Arbeitsplatzsicherheit

„Oberösterreich setzt auf ein Bündel an Maßnahmen zur Aus- und Weiterbildung, um sowohl die Chancen auf einen neuen Job als auch die Arbeitsplatz-Sicherheit zu erhöhen“, erklären Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner. Dazu zählen insbesondere:

  Neues Angebot „Bildungskarenz Plus“

  Förderprogramm „Innovative Skills“

  Qualifizierungsverbund „Digitale Kompetenz“

  OÖ. Zukunftsstiftung

„Bildungskarenz Plus“ als Win-Win-Situation für Beschäftigte, Unternehmen und den Standort:
„Das Corona-Kurzarbeitsmodell der Bundesregierung zielt darauf ab, dass Betriebe auch in dieser schwierigen Zeit ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nicht kündigen müssen, damit sie dann nach der Krise wieder mit ihrem bewährten Team durchstarten können. Auch bei unserem neuenAngebot in Oberösterreich, der ‚Bildungskarenz Plus‘ wollen wir dazubeitragen, Kündigungen zu vermeiden, verknüpft mit einer Weiterbildungvon der sowohl die Beschäftigten profitieren, als auch der Betrieb“,erläutern Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner.

Die Eckpunkte der „Bildungskarenz Plus“

  Bei der „normalen“ Bildungskarenz ist ein/e Arbeitnehmer/in vom

Dienst freigestellt und erhält vom AMS Weiterbildungsarbeitslosengeld

für die Dauer der Ausbildungszeit.

  Im Rahmen der ab 1.2.2021 startenden „Bildungskarenz Plus“ werden

die Beschäftigten von ihrem Betrieb ebenfalls karenziert und erhalten vom AMS ein Weiterbildungsarbeitslosengeld. Zusätzlich übernimmt das Land OÖ die Hälfte der Ausbildungskosten für den Betrieb in Höhe von bis zu 3.000 Euro, wenn das Unternehmen die andere Hälfte übernimmt.

  Ein Betrieb kann also Mitarbeiter freistellen, muss sie aber nicht kündigen, sondern hat sie nach der Ausbildung wieder zur Verfügung. Zugleich muss er nur die Hälfte der Ausbildungskosten in dieser Zeit übernehmen, anstatt der sonst bestehenden Personalkosten.

  Die Arbeitnehmer erhalten die Gelegenheit sich weiterzubilden und erhalten vom AMS finanzielle Unterstützung in dieser Zeit.

  Die „Bildungskarenz Plus“ ist damit auch aus betrieblicher Sicht in der Krise ein gutes Mittel, um Mitarbeiter/innen in Zeiten geringerer Auslastung eine Weiterbildung zu ermöglichen und gleichzeitig die Personalkosten einzusparen.

  Weiterbildungsbildungsdauer: Mindestens 2 Monate und maximal 12 Monate.

  Die Weiterbildung kann im Zeitraum von 01.02.2021 bis 31.12.2022 absolviert werden.

  Die Anzahl der Teilnehmer/innen pro Unternehmen ist grundsätzlich mit der Hälfte der Belegschaft bzw. maximal 30 Personen limitiert.

Die Vorteile der Bildungskarenz Plus sprechen für sich:

„Die ‚Bildungskarenz Plus‘ ist eine Win-Win-Situation für Arbeitnehmer/innen, Arbeitgeber und den gesamten Standort OÖ. Denndie Vorteile sprechen ganz klar für sich“, so LH Stelzer und LR Achleitner:

  Die Mitarbeiter/innen erhalten eine höhere Qualifizierung

  Den Unternehmen bleiben ihre Fachkräfte für die Zeit nach der Krise erhalten

  Arbeitsplätze am Standort OÖ bleiben erhalten, Kündigungen werden vermieden

Förderprogramm „Innovative Skills“:

Das Ziel des Programms „Innovative Skills“ ist die Förderung von Weiterbildungen in den Schwerpunkten Digitalisierung, Technologien, Innovation, Export und Fremdsprachen. Damit wird gerade auch in diesen schwierigen Zeiten die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit des Wirtschaftsstandorts Oberösterreich gestärkt.

Die Eckpunkte:

  Oö. KMU erhalten Teile der Kurskosten für ihre Mitarbeiter vom Land

OÖ erstattet, wenn diese eine Ausbildung in einem der genannten

Bereiche machen.

  Förderhöhe:

o 60 % der Kurskosten für Kleinstunternehmen und kleine Unternehmen, maximal 5.000 Euro pro Person in einem Kalenderjahr

o 50 % der Kurskosten für mittlere Unternehmen, maximal 5.000 Euro pro Person in einem Kalenderjahr

Qualifizierungsverbund „Digitale Kompetenz“:

Der Qualifizierungsverbund „Digitale Kompetenz“ ist ein Zusammenschluss von 113 Unternehmen in Oberösterreich, die gemeinsam die digitalen Kompetenzen ihrer Mitarbeiter/innen und die IT- Security in ihren Betrieben erhöhen wollen.

Die Eckpunkte:

  Die Betriebe werden bei Weiterbildungen ihrer Mitarbeiter/innen

finanziell unterstützt, kostenlose Beratungseinheiten werden durch den IT-Cluster zur Verfügung gestellt und auch Hardware- und Softwareinvestitionen werden gefördert.

  Weiterbildungsförderung gibt es beispielsweise für folgende Themen:

o IT-Security (technisch und/oder Datenschutz

o IT-Management
o Digital Skills im Bereich

Anwenderschulungen) und
o Einsatz von Digitalisierung

organisatorisch) und

Anwendungen (auch in Unternehmen in

Geschäftsprozessen
o IT-Security für Anwender (E-Mail/Social Media Security, Smart-

Phone-Security, Social Engineering, IT-Security im Teleworking-

Umfeld, ...)
o Umschulungen aus klassischen Berufsfeldern in den

IT/Digitalisierungsbereich
 Förderhöhe: 50 % der Kurs- und Prüfungskosten bis zu maximal 5.000

Euro pro Person und Kurs. Die maximale Förderung für ein Unternehmen im Rahmen des Qualifizierungsverbundes ist mit 30.000 Euro limitiert.

OÖ. Zukunftsstiftung:

„Mit unserer OÖ. Zukunftsstiftung wollen wir Menschen in Oberösterreich unterstützen, die aufgrund der Corona-Krise ihren Job verlieren. Diese Menschen wollen wir rasch wieder in Beschäftigung bringen. Dazu setzen wir auf Qualifizierung, um den Betroffenen den Wiedereinstieg in den Arbeitsmarkt zu erleichtern. Erfreulicherweise ziehen hier Land OÖ, AMS OÖ, Wirtschaftskammer OÖ und Arbeiterkammer OÖ an einem Strang –wir nehmen gemeinsam 20 Mio. Euro zusätzlich in die Hand, damit möglichst viele Arbeitssuchende auch in diesen schwierigen Zeiten raschwieder einen Arbeitsplatz finden“, betonen Landeshauptmann Stelzer und Wirtschafts-Landesrat Achleitner,

Im Rahmen eines Vergabeverfahrens wurden für beide Elemente der OÖ. Zukunftsstiftung eine Bietergemeinschaft aus WIFI und BFI als Träger ausgewählt – die OÖ. Zukunftsstiftung steht damit bereit, um Menschen in unserem Bundesland, die durch Personalabbau oder Insolvenz arbeitslos geworden sind, die Möglichkeit zu bieten, eine Ausbildung zu absolvieren, um so schneller wieder einen Job zu finden.

Die Eckpunkte:

  Die Zukunftsstiftung besteht aus zwei Stiftungen:

o Eine Insolvenzstiftung für KMU - also für jene Fälle, in denen ein Betrieb insolvent wird und dessen Mitarbeiter/innen dadurch arbeitslos werden

o Eine Zielgruppenstiftung für KMU - also für Betriebe, die wegen Corona in wirtschaftliche Schwierigkeiten geraten und daher Personal abbauen müssen

  Im Rahmen der Stiftung erfolgt nach einer Phase der Berufsorientierung eine Ausbildung des Stiftungsteilnehmers (diese kann vom Lehrabschluss über ein Studium bis hin zu einem einzelnen Kurs verschiedenste Möglichkeiten umfassen) und anschließend die Unterstützung bei der aktiven Arbeitssuche.

  Beide Stiftungen sind vorerst für je 1.000 Personen ausgerichtet - ein Stiftungsplatz kostet ca. 10.000 Euro für die durchschnittliche Dauer von 18 Monaten (darin enthalten sind Ausbildungskosten, Stipendium für die Teilnehmer sowie Verwaltungskosten). Zusätzlich wird vom AMS auch noch das Arbeitslosengeld der Stiftungsteilnehmer finanziert.

  Die Insolvenzstiftung finanzieren AMS OÖ (55% - also 5.500 Euro pro Person) und das Land OÖ (45% - also 4.500 Euro pro Person).

  Bei der Zielgruppenstiftung sind auch die Sozialpartner und der betroffene Betrieb, der Personal abbaut, beteiligt - pro Person teilen sich die Kosten wie folgt auf: 750 Euro WK OÖ, 750 Euro AK OÖ, 1.000 Euro der Betrieb, 3.150 AMS OÖ und 4.350 Euro das Land OÖ.

  Die Stiftungsteilnehmer erhalten während der Teilnahme an der Stiftung Arbeitslosengeld vom AMS und zusätzlich einen Qualifizierungsbonus des Landes OÖ in Höhe von 198 Euro monatlich.

Land OÖ startet eigene„Taskforce gegen Langzeitarbeitslosigkeit“

„Neben unserem Schwerpunkt ‚Qualifizierung‘ setzen wir auch gezielt eine Initiative im Bereich Langzeitarbeitslosigkeit. Konkret starten wir eineeigene ‚Taskforce gegen Langzeitarbeitslosigkeit‘, die Initiativen undProjekte entwickeln wird, die die steigende Langzeitarbeitslosigkeit verringern und Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit bringen sollen“,kündigen Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer und Wirtschafts- Landesrat Markus Achleitner an.

Warum startet das Land eine eigene Initiative gegen Langzeitarbeitslosigkeit?
 Auch wenn Oberösterreich der Anteil Langzeitarbeitslosen an der

Gesamtzahl der Arbeitslosen mit 14,1 % unter dem Österreich-Schnitt von 17,7 % liegt, ist die Zahl der Langzeitarbeitslose in OÖ seit Beginn der Corona-Krise doch deutlich angestiegen.

  Weiters zeigt sich, dass es in der Corona-Krise auch für jene Menschen, die bereits vor dem März 2020 arbeitslos waren, deutlich schwieriger geworden ist, eine neue Beschäftigung zu finden.

  Auch bei einem konjunkturellen Aufschwung brauchen Langzeitarbeitslose erfahrungsgemäß sehr lange, um am Arbeitsmarkt wieder Fuß zu fassen – eine neue Beschäftigung finden viele Langzeitarbeitslose erst dann, wenn der wirtschaftliche Aufschwung den Höhepunkt erreicht, da viele Betriebe zuerst eher Menschen einstellen, die weniger lange arbeitslos waren.

„Arbeit stiftet Sinn und das mit einer Beschäftigung verbundene Einkommen und die damit verbundene soziale Absicherung sind ein zentraler Schlüssel zur Teilnahme am gesellschaftlichen Leben. Je länger Menschen ohne Job sind, desto schwieriger wird die Vermittlung und häufig auch die persönliche Situation, deshalb wollen wir gezielt jetzt, am Höhepunkt der Corona-bedingten Arbeitslosigkeit Ideen und Konzepte fürdie Zeit danach entwickeln“, unterstreichen Landeshauptmann Stelzer und Landesrat Achleitner.

Die Taskforce gegen Langzeitarbeitslosigkeit im Detail:

  Im Rahmen des vom Wirtschaftsressort aufgrund der Corona-Krise ins Leben gerufenen Arbeitsmarktdialoges mit allen Standortpartnern wurde entschieden, sich in Expertengruppen mit besonders betroffenen Zielgruppen gesondert zu befassen, um gemeinsam kreative Lösungen zu finden.

  Aus dieser Arbeitsmarktdialog-Gruppe heraus wird nun die „Taskforcegegen Langzeitarbeitslosigkeit“ ins Leben gerufen. Eingebunden werden neben dem Land OÖ weiters: AMS OÖ, Sozialministeriumservice OÖ, Arbeiterkammer OÖ, ÖGB OÖ, Wirtschaftskammer OÖ, Industriellenvereinigung OÖ, WIFI, BFI und die oö. Standortagentur Business Upper Austria.

  Der erste Termin wird bereits am 2. Februar stattfinden, regelmäßige Informationen über die Fortschritte und entwickelten Konzepte sind geplant.

  Ziel ist, gemeinsam Initiativen und Projekte zu entwickeln, um gegen

die steigende Langzeitarbeitslosigkeit zu kämpfen und Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit zu bringen.

„Corona-Härtefonds“ zur Unterstützung vonArbeitnehmer/innen und ihren Familien

Um Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer finanziell unter die Arme zu greifen, haben das Land OÖ und die Arbeiterkammer OÖ gemeinsameinen eigenen oberösterreichischen „Corona-Härtefonds fürArbeitnehmer/innen“ geschaffen (Finanzierung: Land OÖ 4 Mio. Euro/ AKOÖ 1 Mio. Euro). Dadurch können Arbeitnehmer/innen, die aufgrund der Corona-Krise arbeitslos sind oder Lohnkürzungen durch Kurzarbeit erfahren haben, mit bis zu 500 Euro pro Person einmalig unterstützt werden.

„Mit dem ‚OÖ-Corona-Härtefonds‘ verfolgen wir das Ziel,Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer, die durch die Corona-Krise unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind, finanziell unter die Arme zugreifen“, erklärt Landeshauptmann Mag. Thomas Stelzer.

AMS-Landesgeschäftsführer Gerhard STRASSER:

Individuell zugeschnittene Qualifizierungschancen ergreifen!

  AMS OÖ schraubt Qualifizierungsaktivitäten nach oben

  AMS OÖ setzt auf Individualisierung und Kompetenzorientierung in der

Aus- und Weiterbildung

  AMS OÖ bietet freie Auswahl über die Weiterbildungsdatenbank

  AMS OÖ fördert Qualifizierungen in den Betrieben

"Es gibt die Angebote und es gibt eine gesicherte Finanzierung: Nun müssen Arbeitskräfte und Unternehmen diese Chancen nützen", umreißt AMS-OÖ-Landesgeschäftsführer Gerhard Straßer die aktuelle Situation

bei der Aus- und Weiterbildung: "Wir schrauben unsere Qualifizierungsaktivitäten nach oben und setzen sowohl auf Kurse wie auch individuelle Weiterbildungsmöglichkeiten."

Forcierte Qualifizierungsaktivitäten

Coronabedingt sank im vergangenen Jahr die Zahl der Personen in AMS- Kursen um 2.600 auf 14.900. Im heurigen Jahr sollen es über 19.000 werden. "Wir wollen die Menschen ermutigen, den Schritt in Richtung Weiterbildung zu machen", betont Straßer: "Die Erwachsenenbildung setzt Methoden ein, die auf individuelle Lerngeschwindigkeiten Rücksicht nehmen, und die Vermittlung der Inhalte erfolgt in einer praxisnahen Form. Digitale Lehrmittel ermöglichen es, dass jede Teilnehmerin und jeder Teilnehmer in jenen Bereichen gefördert wird, in denen es notwendig ist. Dabei werden vorhandene Erfahrungen und Kenntnisse berücksichtigt, so dass auch die Ausbildungsdauer individuell angepasst wird."

Qualifizierungsnetzwerk

Das AMS OÖ organisiert und finanziert ein engmaschiges Qualifizierungsnetzwerk: In jedem Bezirk gibt es Berufsorientierungsangebote und an zentralen Standorten fachliche Ausbildungszentren. Dazu zählen etwa die CODERS.BAY in Linz, die Übungsfirma für Logistik und eCommerce in Wels sowie die Metall- und Frauenberufszentren. Im Rahmen des Programms Frauen in Handwerk und Technik sind für heuer Schwerpunkte in Labortechnik (Linz) und Fahrradmechatronik (Traun) geplant. Ortsunabhängig ist das seit Jahren sehr erfolgreiche eLearning-Projekt des AMS OÖ mit EDV-Ausbildungen, Sprachkursen, kaufmännischen Skills und SAP-Anwendung.

"Individualisierung und Kompetenzorientierung sind die zentralen Herangehensweisen des AMS OÖ bei der Planung und Umsetzung unserer Bildungsangebote", unterstreicht Straßer: "Zudem nutzen wir neue Möglichkeiten der Digitalisierung. Die Auswahlmöglichkeiten sind so groß wie nie zuvor."

Weiterbildungsdatenbank

Alle Qualifizierungsangebote finden sich in der Weiterbildungsdatenbank des AMS. Arbeitslose Personen können darin nach passenden Angeboten suchen und eine Interessensmeldung an das AMS OÖ abschicken. Die Ausbildung kann in Form eines AMS-Kurses absolviert werden, es werden aber auch Angebote am freien Bildungsmarkt gefördert. Besonders interessant für Personen ohne aktuellen Berufsabschluss sind Ausbildungen im Rahmen von Lehre 18+, der Arbeitsplatznahen Qualifizierung (AQUA) bzw. einer Arbeitsstiftung. Für eine bessere finanzielle Absicherung der Teilnehmenden sind z.T. ein Weiterbildungsbonus oder ein Stipendium vorgesehen.

Link: https://www.weiterbildungsdatenbank.at/

Angebote an Unternehmen

"Unsere Qualifizierungsangebote richten sich auch an alle Betriebe des Landes", führt Straßer aus: "Gerade in Kurzarbeit oder Lockdown bietet es sich an, die Weiterbildung zu forcieren." Seit Oktober 2020 gab es beim AMS OÖ 143 Anmeldungen für Qualifizierungen während der Kurzarbeit. Darüber hinaus wurden über das ganze Jahr hinweg 1.800 Projekte im Rahmen der Qualifizierungsförderung für Beschäftigte umgesetzt und 120 Betriebe sind in Impuls-Qualifizierungsverbünden aktiv (hinzu kommen die 113 schon erwähnten Unternehmen im Verbund Digitale Kompetenz).

Ausbildung als Versicherung gegen Arbeitslosigkeit

"Ziel aller unserer Bildungsangebote ist es, dass arbeitslose Menschen nach einer Qualifizierung wieder Arbeit finden und dass Beschäftigte sich beruflich weiterentwickeln", resümiert Straßer: "Eine fachspezifische Ausbildung ist die beste Versicherung gegen Arbeitslosigkeit: Mit einer Lehre reduziert sich gegenüber ungelernten Personen das Arbeitslosigkeitsrisiko auf ein Viertel."

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: ©Ernst Grillnberger

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