Auf der Überholspur - Bereits jede zehnte Nächtigung in OÖ auf einem Campingplatz

Auf der Überholspur - Bereits jede zehnte Nächtigung in OÖ auf einem Campingplatz

Gerade Oberösterreichs Seen sind ein beliebtes Ziel von Campingurlauber/innen: Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner am Wolfgangsee

Die Wachstumskurve bei Camping-Urlauben in Oberösterreich zeigt steil nach oben. In den Monaten Mai bis August entfiel bereits jede zehnte Nächtigung auf einen Campingplatz. Bis zu 430.000 Übernachtungen auf Campingplätzen werden für das Tourismusjahr 2022 (November 2021 bis Oktober 2022) prognostiziert – um bis zu 10 Prozent mehr als im bisherigen Camping-Rekordjahr 2019. „Immer mehr Urlauberinnen und Urlauber entscheiden sich für Camping in Oberösterreich. In den vergangen zehn Jahren haben Oberösterreichs Campingplätze ein starkes Wachstum mit einem Nächtigungszuwachs von rund 60 Prozent erlebt. Mittlerweile gehen fast zehn Prozent aller Gästenächtigungen in Oberösterreich im Sommerhalbjahr auf das Konto der Campingplätze“, zeigt sich Wirtschafts- und Tourismus-Landesrat Markus Achleitner über den anhaltenden Camping-Boom in Oberösterreich erfreut.

Die große Nachfrage und Beliebtheit ist auf verschiedenste gesellschaftliche Entwicklungen zurückzuführen: Camping entspricht dem Wunsch nach Freiheit, Flexibilität und Individualität. Gleichzeitig stillt Camping die Sehnsucht nach der Natur und entspricht dem Trend nach naturnahem Urlaub. „Die Nachfrage nach flexiblem und naturnahem Urlaub steigt jedes Jahr und das Angebot dazu in Oberösterreich ist vielfältig. Camping bietet Freiraum zu selbstbestimmtem Reisen. Es ermöglicht eine freie und individuelle Urlaubsgestaltung von Wandern, Radfahren, Wassersport bis hin zu Erholung- und Wellness oder Städte- und Kulturreisen. In Oberösterreich ist für jeden Geschmack ein Angebot dabei“, fasst Landesrat Achleitner zusammen. Das kontinuierliche Nachfragewachstum erfordert zeitgemäße rechtliche und strategische Rahmenbedingungen, etwa die bereits mit 1. Juli 2021 in Kraft getretenen neuen Bestimmungen für Camping im Oö. Tourismusgesetz.

Verstärkte Zusammenarbeit im Netzwerk „Camping in Oberösterreich“
Die ‚Landes-Strategie für Camping und Nature Lodging 2030‘ stellt eine koordinierte, zielgerichtete Entwicklung und Vermarktung des Camping-Tourismus sicher. Der Startschuss für die Umsetzung der gemeinsamen Strategie fiel am Mittwoch bei der ‚Messe Caravan Salon Austria‘ in Wels: Campingbetriebe, Tourismusverbände und die Fachgruppe der Freizeit- und Sportbetriebe der Wirtschaftskammer Oberösterreich haben unter der Projektleitung des Oberösterreich Tourismus die Kooperation „Camping in Oberösterreich“ aus der Taufe gehoben. „Je mehr Partner am Strang ziehen, desto größer ist die Kraft, die wir aufbringen. Die enge Zusammenarbeit und der gemeinsame Auftritt im Marketing steigern die Sichtbarkeit der oberösterreichischen Campingbetriebe im internationalen Wettbewerb. Daneben profitieren die Betriebe im Netzwerk ‚Camping in Oberösterreich‘ von Serviceleistungen, Qualifizierungsmaßnahmen und können auf diesem Weg die Angebots- und Dienstleistungsqualität steigern, vor allem im sich rasant entwickelnden Bereich der Digitalisierung“, erklärt Petra Riffert, Obfrau der Fachgruppe Freizeit- und Sportbetriebe der WKO Oberösterreich. 

Fahrplan für gemeinsame Kommunikationsmaßnahmen
Insbesondere die Betreiberstruktur in Form von großteils familiengeführten Campingplätzen zeigt auf, dass es künftig eine noch viel engere Vernetzung der Campingplätze und der Anbieter im naturnahen Beherbergungsbetrieb braucht sowie eine koordinierte touristische Kommunikation und Bündelung im Marketing. „Überbetriebliche Zusammenarbeit erhöht die Schlagkraft der geplanten Maßnahmen, von denen alle Partner profitieren. Dank der großen Geschlossenheit im Netzwerk haben wir einen gemeinsamen Kommunikations-Fahrplan und verstärken unsere Marketingaktivitäten, um auch weiterhin Gäste für Campingurlaub in Oberösterreich zu begeistern. Mit einem breiten Angebot und einem einheitlichen Auftritt, wollen wir vor allem in der Vor- und Nachsaison die Auslastung auf den Campingplätzen steigern und somit das Wachstum an Ankünften und Nächtigungen längerfristig absichern“, erklärt Andreas Winkelhofer, Geschäftsführer des Oberösterreich Tourismus. Entsprechend dieser Zielsetzung richten sich die geplanten Maßnahmen – von Kooperationen mit reichweitenstarken Special-Interest-Magazinen über Online-Marketing bis hin zu Messeauftritten – an die definierten Zielmärkte Österreich, Deutschland, Tschechien und Niederlande. „Besonderen Fokus legen wir auf digitale Lösungen, die den Gast begleiten. Das beginnt bei der online Buchbarkeit und betrifft auch die Kommunikation während des Urlaubs, um das gesamte touristische Angebot in Oberösterreich darzustellen. Der digitale Reiseführer ‚upperguide.at‘ liefert Gästen vor und während der Reise maßgeschneiderte Echtzeit-Informationen zu Ausflugstipps, Veranstaltungen und Gastronomie-Empfehlungen je nach Standort“, ergänzt Winkelhofer. 

Komfortabel und ausgezeichnet: Oberösterreichs Campingplätze 
Vom hohen Qualitätsniveau der oberösterreichischen Campingplätze zeugen Spitzenplatzierungen bei internationalen Awards und Beliebtheitsrankings. Camp MondSeeLand in Tiefgraben im Salzkammergut erreichte etwa Platz 2 im österreichweiten und Platz 5 im europäischen Ranking beim Camping.info-Award 2022, dem führenden Portal für Campingurlaube. Camping Au an der Donau und Camping Berau am Wolfgangsee sind für den Campsite-Award 2022 nominiert. Und fünf Campingplätze in Oberösterreich werden vom deutschen Autofahrerclub ADAC mit 4 oder 4,5 Sternen bewertet und als „ADAC-Tipp“ ausgezeichnet (Camp MondSeeLand, Camping Berau, Camping Au an der Donau, Seecamping Gruber am Attersee und Almtal-Camp & Wellness-Welt Pettenbach). Neun weitere Plätze rangieren zwischen 3 und 3,5 ADAC-Sternen.

Quelle: Land OÖ  //  Fotocredit: © Land OÖ/Andreas Röbl

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