Basketball - Führungswechsel - Klosterneuburg nützt Gmundens Hänger

Basketball - Führungswechsel - Klosterneuburg nützt Gmundens Hänger

Die BK IMMOunited Dukes übernehmen nach dem ersten Spieltag die Tabellenführung in der Platzierungsrunde. Die Klosterneuburger setzten sich letztlich klar gegen den SKN St. Pölten Basketball durch und profitierten von der Niederlage der Swans Gmunden, die sich im Derby bei den Raiffeisen Flyers Wels geschlagen geben mussten. Im dritten Spiel des Tages zeigten die Kapfenberg Bulls mit einer starken Defensivleistung auf, die ihnen einen Auswärtssieg bei den UNGER STEEL Gunners Oberwart einbrachten

Raiffeisen Flyers Wels vs. Swans Gmunden

92:85 (27:16, 52:40, 77:68)

Samstag, 19 Uhr – Raiffeisen Arena, Wels

Nach einer ausgeglichenen Startphase ging in diesem Oberösterreich-Derby plötzlich ein Ruck durch die Welser Mannschaft. Dank unglaublicher Energie kamen die Flyers ins Laufen und legten angeführt von Cameron Delaney einen 15:0-Run aufs Parkett. Die letzten Punkte dieses Laufs erzielte Tilo Klette, der erst zum vierten Mal in dieser Saison am Parkett stand – zum dritten Mal gegen Gmunden. Das Ex-Team des Centers tat sich enorm schwer, spielte ohne Selbstvertrauen und lag Mitte des zweiten Viertels bereits um 19 Punkte zurück. Ein Timeout von Anton Mirolybov rüttelte sein Team aber wach, das daraufhin dank vieler erfolgreicher Dreier auf sechs Zähler herankam. Bis zur Pause baute Wels den Vorsprung aber wieder auf 52:40 aus.  

Die zweite Halbzeit begann mit sechs Gmundner Punkten, das US-Trio der Welser sorgte aber gleich dafür, dass die Swans nicht aufschließen konnten. Das Tempo in dieser Phase war von beiden Teams enorm hoch, die spektakulären Szenen die Jarvis Ray und Co. hinlegten brachten aber vor allem die Welser Fans zum Jubeln. Weniger das unnötige Foul von Elvir Jakupovic, der Daniel Friedrich mit Ablauf des dritten Viertels an der Mittellinie am Wurf hinderte. Der Gmundner traf alle drei Freiwürfe. Nachdem ein defektes Korbnetz für eine minutenlange Unterbrechung sorgte, war der Rhythmus der Flyers zunächst dahin. Gmunden kam auf drei Punkte heran. Dass Gmundens Jordan Loveridge sechs Minuten vor Schluss sein fünftes Foul kassierte, war aber im Endeffekt nicht zu kompensieren. Zwar war das Spiel bis zuletzt spannend, Derek Jackson sicherte Wels aber schlussendlich den ersten Derby-Sieg der Saison.

Sebastian Waser, Head Coach Wels: „Gratulation an meine Mannschaft und danke an meinen Assistant Coach für die gute Vorbereitung. Wir waren heute wirklich ready, Gmunden hat uns zwar alles abverlangt aber wir haben das sehr, sehr gut zu Ende gespielt.“

Derek Jackson, Spieler Wels: „Es fühlt sich gut an, dass wir endlich einen Derbysieg einfahren konnten. Wir haben drei Mail in Folge gegen sie verloren, aber wir haben uns gut auf das Spiel vorbereitet. Wir sind einfach glücklich über den Sieg.“

Anton Mirolybov, Head Coach Gmunden: „Gratulation an Wels, sie waren viel aggressiver als wir. Wir müssen in Zukunft dringend an unserer Defense arbeiten. Die ist derzeit auf einem sehr schwachen Level.“

Daniel Friedrich, Spieler Gmunden: „Das war defensiv wieder kein gutes Spiel von uns. Wir sind schlecht gestartet, haben ihnen früh Selbstvertrauen gegeben und sind dann das ganze Spiel einen Rückstand hinterhergelaufen. Den haben wir nicht mehr aufholen können.“ 

Beste Scorer: Delaney 22, Jackson 20, Ray 15 bzw. Friedrich 20, Blazan, Murati je 17.

SKN St. Pölten Basketball vs. BK IMMOunited Dukes

73:89 (14:30, 40:47, 60:64)

Samstag, 17.30 Uhr – Sport.Zentrum.NÖ, St. Pölten 

Obwohl Klosterneuburg mit einer veränderten Starting-Five ins Spiel ging, kamen die Gäste besser ins Spiel. Nach nicht einmal drei Minuten führten sie 10:2. Nach fünf St. Pöltner Punkten legten die Dukes einen weiteren 9:0-Run aufs Parkett, der SKN-Coach Andi Worenz endgültig zu einer Auszeit zwang. Diese brachte zunächst aber gar nichts: Bis auf 19 Punkte baute Klosterneuburg den Vorsprung aus, ehe der SKN sich mit Rückkehrer Lukas Böck im zweiten Viertel langsam erfing. St. Pölten saugte sich auf bis zu vier Zähler heran, zur Pause lagen sie 40:47 zurück. 

In Halbzeit zwei entwickelte sich endgültig ein offener Schlagabtausch. St. Pölten spielte mit viel Energie und bewies einmal mehr, dass sie es in der BSL auch ohne den angeschlagenen Liga-Topscorer Flo Trmal mit jedem aufnehmen können. Marko Kolaric sorgte nach 27 Minuten für die erste SKN-Führung des Spiels, die Klosterneuburg aber scheinbar wieder aufweckte. Plötzlich zeigten auch die Dukes wieder mehr Intensität und erarbeiteten sich so schnell wieder ein Sieben-Punkte-Polster. Nachdem St. Pöltens Philipp Jalalpoor 4:25 Minuten vor Schluss nach einem harten und unsportlichen Jakubowski-Foul mit einer Gesichtsverletzung ausschied, versuchte sich der SKN noch einmal aufzubäumen. Schlussendlich spielte Klosterneuburg den Sieg aber trocken nach Hause.

Marko Kolaric, Spieler St. Pölten: „Wir haben in der Defense keinen guten Job gemacht, vor allem die Transition-Defense war sehr schlecht. Gratulation an Klosterneuburg zu einem guten Spiel.“ 

Steven Kaltenbrunner, Spieler St. Pölten: „Wir haben den Ball viel schlechter bewegt als am Mittwoch, haben zu viel Eins-gegen-eins gespielt. Transition-Defense war katastrophal, im Endeffekt sind wir ihnen nur noch nachgelaufen und haben ihnen zugeschaut, wie sie Dreier treffen.“ 

Valentin Bauer, Spieler Klosterneuburg: „Zunächst wünschen wir Philipp Jalalpoor, dass die Verletzung nicht allzu ernst ist St. Pölten hat sehr brav gespielt. Wir haben einen sehr guten Start erwischt und haben das ganze Spiel davon profitiert. Im dritten Viertel hatten wir Probleme mit der Zone, dann haben wir das aber relativ trocken runter gespielt.“

Moritz Lanegger, Spieler Klosterneuburg: „Das war ein Auf und Ab auf beiden Seiten. Wir waren am Ende ein bisschen konstanter, wenn wir in Zukunft um einen Titel mitspielen wollen, müssen wir aber noch viel konstanter agieren.“

Beste Scorer:  Jalalpoor 18, Marello 13, Lewis 12 bzw. Blazevic 23, Hopfgartner 15, Bauer 12.

UNGER STEEL Gunners Oberwart vs. Kapfenberg Bulls

56:70 (6:18, 27:32, 38:49)

Samstag, 17.30 Uhr – Sporthalle Oberwart 

Im Offensivspiel der Gunners war zunächst gehörig Sand im Getriebe. Nur vier Punkte brachten Sebastian Käferle und Co. in den ersten fünf Minuten zusammen, während Kapfenberg vor allem dank Bogic Vujosevic und Mladen Primorac früh seinen Rhythmus fand. Bei 4:12 nahm Horst Leitner sein erstes Timeout, das aber vorerst genauso wenig brachte wie die Hereinnahme von Oberwarts Neuzugang Austin Williams. Mit 6:18 ging es ins zweite Viertel, in dem sich das Heimteam aber langsam sammelte – und den Rückstand Punkt um Punkt verkürzte. Nach 15 Minuten sorgte Käferle sogar für die erste Gunners-Führung, weil die Schlussphase aber wieder Kapfenberg gehörte, ging der Meister mit einer 32:27-Führung in die Pause.

Und auch in Halbzeit zwei blieb das Momentum bei den Bulls. Durch beinharte Defense machten sie Oberwart das Leben extrem schwer, so setzte sich Kapfenberg wieder etwas ab, obwohl die eigene Offensivleistung auch nicht wirklich überzeugend wirkte. Mehr als zwölf Punkte betrug der Vorsprung aber nie, weshalb ein Gunners-Comeback immer im Bereich des Möglichen lag. Und die Gastgeber versuchten im Schlussabschnitt auch noch einmal alles, um doch noch mit einem Sieg in die Platzierungsrunde zu starten. Kapfenberg hatte aber immer die richtige Antwort parat und siegte schlussendlich 56:70 

Horst Leitner, Head Coach Oberwart:„Gratulation an Kapfenberg zum Sieg. Ich bin trotzdem stolz auf meine Mannschaft und wie sie gespielt haben, nur nicht auf alle Entscheidungen.“ 

Alexander Lawrence, Spieler Oberwart:„Das Spiel war hart für uns. Wir haben nicht so exekutiert wie wir das wollten, unsere Würfe sind auch nicht gefallen und wir haben nie den Rhythmus gefunden. Kapfenberg hat am Ende Big-Plays gemacht. Jetzt müssen wir zusammenkommen, uns im Training weiterentwickeln und nächstes Mal hoffentlich gewinnen.“ 

Mike Coffin, Head Coach Kapfenberg:„Das war eine sehr solide Leistung in der Defense. Hut ab vor meiner Mannschaft. Ich denke wir haben verdient gewonnen.“ 

Ian Moschik, Spieler Kapfenberg:„Das war ein sehr aggressives Spiel, wir waren in der Defense sehr gut. Selbst haben wir wenige Fehler, wenige Turnover gemacht. Von dem lebt Oberwart. Im Endeffekt haben wir verdient gewonnen.“ 

Beste Scorer:Outerbridge, Poljak je 10, Sutt 9 bzw. Yujosevic 26, Primorac 17, McClellan 16.

Quelle/Fotocredit: Basketball Austria, Johannes Wiesmann

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