BRONZE beim Rio Test Event

Lara Vadlau und Jolanta Ogar segeln beim Test-Event vor Rio dank guter Nerven und einer taktisch feinen Klinge noch aufs Treppchen, David Bargehr und Lukas Mähr beenden den ersten Vergleich im Olympiarevier von 2016 auf Rang sechs.

Sehr leichter Wind, umso stärkere Dreher und große Druckunterschiede - so präsentierte sich das Olympiarevier von 2016 am letzten Segeltag der Aquece Rio International Sailing Regatta.

Gute Nerven und taktisches Fingerspitzengefühl waren in den Medal Race Entscheidungen der 470er-Damen und -Herren gefordert, Lara Vadlau und Jolanta Ogar hatten beides.

Die Europameistrinnen von Athen beenden die finale Wettfahrt der Top10 nach einer ständigen Berg- und Talfahrt auf Rang fünf und damit den ersten Test-Event vor Rio auf Platz drei. Der Sieg geht an die Olympiasiegerinnen von London, Jo Aleh und Polly Powrie (NZL), Platz zwei an die Weltmeisterinnen und Zweiten der London Spiele, Hannah Mills und Saskia Clark (GBR).

Nicht ganz nach Wunsch verlief das Medal Race hingegen für David Bargehr und Lukas Mähr, das Ländle-Duo musste nach einem von der Jury geahndeten Regelverstoß eine Strafdrehung absolvieren und war damit praktisch aus dem Rennen. Unterm Strich blieb der zehnte Platz im Medal Race und Rang sechs im Gesamtklassement. Ein Ergebnis, dass die Qualität der beiden Vorarlberger unterstreicht und nach den beiden siebenten Plätzen von Delle Karth/Resch und Zajac/Frank den vierten Top10 Platz für die heimischen Segler vor Rio bedeutet.

Nun werden Koffer und Container gepackt, morgen erfolgt die Heimreise, ab 22. September läuft die Vorbereitung auf die ISAF-Worlds vor Santander, die von 12.-21. September ausgesegelt werden und wo es in allen olympischen Klassen um Medaillen und die ersten Nationenplätze für Rio 2016 geht.

Stimmen:

Georg Fundak (OeSV-Sportdirektor):

„Wir sind in vier Bootsklassen bei den Besten dabei, hatten bis zum Schluss unsere Möglichkeiten und kehren mit einer Medaille und etlichen Top-Plätzen Heim, das ist positiv und sehr erfreulich, aber es wartet noch viel Arbeit auf uns. Das Revier ist sehr speziell, es bietet die gesamte Palette. Jeder Tag, den wir hier verbracht haben und verbringen werden zählt doppelt. Wir haben während der Regatta viel gelernt, nicht nur seglerisch, sondern auch punkto Organisation, nun gilt es die Trainingspläne nach den neuen Erkenntnissen auszurichten und die Arbeit konsequent voranzutreiben.“

Lara Vadlau:

„Es ist ein unglaublich komplexes Revier, sicherlich eines der schwierigsten in dem ich jemals gesegelt bin. Du musst auf alles vorbereitet sein und darfst keine Schwächen haben. Das heutige Medal Race war schon von der Ausgangsposition her extrem spannend, der leichte, drehende Wind hat dann noch seines dazu beigetragen. Es war ein echter Krimi, bei dem wir am Ende gut ausgestiegen sind und damit noch einen Rang gut machen konnten. Wir freuen uns sehr über den dritten Platz und nehmen viel Positives mit. Jetzt geht’s nach Hause, wo wir ein paar Tage ruhiger treten, dann folgt das Training und die Weltmeisterschaft vor Santander und damit der eigentliche Saisonhöhepunkt.“

Lukas Mähr:

„Es war ein ungemein schweres Rennen, wir sind solide gestartet und haben uns gut positioniert, auf der Raumen kam es dann zum Luv-Duell mit Belcher/Ryan. Wir waren das Lee-Boot und damit im Recht, es kam zu einer Berührung, warum die Jury gegen uns entschieden hat ist uns schleierhaft. Die Australier sind Olympiasieger, Weltmeister und die aktuell besten 470er-Segler der Welt, vielleicht deshalb. Die Stimmung ist im Augenblick ein wenig gedämpft, aber wir wissen, dass wir eine sensationelle Woche hatten, dass wir so konstant wie noch nie gesegelt sind, das alles im Olympiarevier und gegen die Besten der Besten.“

Endstand:

470er-Damen (18Teams/7Wettfahrten/1 Streicher+MR)

1. Jo Aleh/Polly Powrie                                   NZL         23

2. Hannah Mills/Saskia Clark                          GBR        27

3. Lara Vadlau/Jolanta Ogar                         AUT        35 (4,4,4,5,4,4,(7)/5)   

470er-Herren (23Teams/7Wettfahrten/1Streicher+MR):

1. Mathew Belcher/Will Ryan                          AUS         27

2. Luke Patience/Elliot Willis                           GBR        32

3. Daniel Willcox/Paul Snow Hansen              NZL         39

6. David Bargehr/Lukas Mähr                      AUT        50 (4,5,5,6,5,5,(13)/10)

11. Matthias Schmid/Florian Reichstädter  AUT        68 (13,14,12,13,8,(22),8)

49er (19Teams/7Wettfahrten/1Streicher+MR):

1. Peter Burling/Blair Tuke                              NZL         30

7. Nico Delle Karth/Niko Resch                   AUT        55 (5,1,(17),4,7,10,10/OCS,1,6)              

19. Benjamin Bildstein/David Hussl           AUT        88 (17),15,13,16,16,16,12)

Nacra17 (18Teams/8Wettfahrten/1Streicher+MR):

1. Billy Besson/Marie Riou                             FRA         25

7. Thomas Zajac/Tanja Frank                      AUT        55 (2,9,(13),1,11,3,9,2,9)

49erFX (15 Teams/7 Wettfahrten/1 Streicher+MR)

1. Martine Grael/Kahena Kunze                    BRA         18

11. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek             AUT        62 (4,(15),9,13,15,10,11)

Bildquelle: Österreichischer Segelverband

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