Bundesheer mit 100 Soldaten, fünf Hubschraubern und schwerem Gerät im Assistenzeinsatz

Bundesheer mit 100 Soldaten, fünf Hubschraubern und schwerem Gerät im Assistenzeinsatz

Bundesheer hält 1.000 Soldaten für weitere Einsätze bereit

Bis zu fünf Bundesheer-Hubschrauber (zwei S-70 „Black Hawk“, zwei Agusta Bell 212 und eine Allouette III) und ca. 100 Soldaten stehen derzeit in Kärnten, Salzburg und Osttirol im Einsatz. Die Hubschrauber führen Evakuierungs-, Erkundungs-, und Versorgungsflüge durch und werden eingesetzt, um Bäume von den schweren Schneelasten durch den Abwind der Rotorblätter („Downwash“) zu befreien. Dadurch wird verhindert, dass Bäume umknicken und Stromleitungen unterbrochen werden.

20 Soldaten des Pionierbataillons 1 aus Villach unterstützen die Einsatzkräfte mit schwerem Gerät beim Freimachen von wichtigen Straßenverbindungen im Bezirk Spittal an der Drau, Kärnten.

In Salzburg helfen 49 Soldaten des Gebirgskampfzentrums Saalfelden zivilen Einsatzkräften in Bruck an der Großglocknerstraße und in Thumersbach bei der Wiederherstellung von Infrastruktur evakuierter Häuser. Ab dem späteren Nachmittag werden weitere 23 Soldaten des Führungsunterstützungsbataillons St. Johann im Pongau zur Unterstützung der Einsatzkräfte in Bad Hofgastein eingesetzt.

Aufgrund der prognostizierten Wettervorhersagen hält das Bundesheer 1.000 Soldaten für weitere Assistenzeinsätze bereit.

Seit Beginn November stehen zehn Lawineneinsatzzüge zu je 40 Soldaten im Bundesgebiet in Bereitschaft. Diese speziell ausgebildeten Soldaten können Behörden nach Anforderung bei der Bewältigung von Schadensereignissen oder Unglücken unterstützen.

Soldaten der Lawineneinsatzzüge sind in der Verschüttetensuche und in Erste-Hilfe-Maßnahmen nach Lawinenunglücken ausgebildet. Zusätzlich gehören speziell geschulte Notfallsanitäter zu diesen Teams. Aufgabe der Soldaten ist es, die meist zuerst vor Ort befindlichen zivilen Kräfte bei Bedarf zu verstärken. Außerdem stellt das Heer sicher, dass Hilfs- und Rettungseinsätze auch über längere Zeit geführt werden können. Die Soldaten der Einsatzzüge können bei massivem Schneefall auch zum Abschaufeln von Dächern ausrücken. Aus diesem Grund werden die Züge in allen Bundesländern aufgestellt, das Schwergewicht liegt aber im alpinen Raum.

Quelle: Bundesministerium für Landesverteidigung  //  Fotocredit: Österr. Bundesheer, HBF/Daniel TRIPPOLT

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