Bundesministerin Christine Aschbacher tritt zurück

Bundesministerin Christine Aschbacher tritt zurück

Persönliche Erklärung Bundesministerin Aschbacher

Die Aufgabe in der Bundesregierung als Ministerin für Arbeit, Familie und Jugend hat mich zutiefst erfüllt. Meine Arbeit als Ministerin habe ich mit vollem Einsatz für dieses Land geleistet und mit meinem Team das Beste gegeben.

Meine Arbeiten zur Erlangung akademischer Grade habe ich stets nach bestem Wissen und Gewissen verfasst und der Beurteilung durch anerkannte Professoren vertraut. Alle jetzt erhobenen Vorwürfe, ich hätte die Arbeit während meiner Amtszeit als Ministerin verfasst und ich hätte vorsätzlich plagiiert, sind Unterstellungen und weise ich zurück. Diese Arbeiten werden von den jeweiligen Instituten, wie bei jedem anderen auch, auf üblichem Weg geprüft. Ein solches faires Verfahren steht jedem in diesem Land zu. So wie es bereits anderen, etwa Thomas Drozda, Johannes Hahn oder Bogdan Roscic und anderen zugestanden wurde.

Meine Familie und ich erleben aber, dass die Medien und die politischen Mitstreiter, mir dieses faire Verfahren der Überprüfung nicht zugestehen und mich medial in unvorstellbarer Weise vorverurteilen.

Die Anfeindungen, die politische Aufgeregtheit und die Untergriffe entladen sich leider nicht nur auf mich, sondern auch auf meine Kinder, und das mit unerträglicher Wucht. Das kann ich zum Schutz meiner Familie nicht weiter zulassen. Aus diesem Grund lege ich mein Amt zurück. Darüber habe ich heute Bundeskanzler Sebastian Kurz in einem persönlichen Gespräch informiert.

Ich danke herzlich meinen Kolleginnen und Kollegen in der Bundesregierung und meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in meinem Kabinett, dem Ministerium mit den Arbeitsinspektoraten, dem AMS und dem IEF, sowie der FBG, für die hervorragende Teamarbeit in dieser herausfordernden Krisenzeit.

Ich bin überzeugt, dass sie weiter für dieses wunderschöne Land und seine Menschen ihr Bestes geben und wünsche dabei viel Glück.

Ihre Christine Aschbacher

Quelle: Pressesprecher Herbert Rupp,ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Topf

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

NEOS befürworten offenen Brief der Schülervertreter_innen an Bildungsminister

23. 01. 2021 | Politik

NEOS befürworten offenen Brief der Schülervertreter_innen an Bildungsminister

Martina Künsberg Sarre: „Was bei der Matura möglich ist, sollte auch bei der Abgabe von VWA und Diplomarbeiten möglich sein“

Mit Lüften, Testen und Masken lässt sich das Risiko an Schulen minimieren

22. 01. 2021 | Politik

Mit Lüften, Testen und Masken lässt sich das Risiko an Schulen minimieren

SPÖ-Bildungssprecherin Sonja Hammerschmid zum Vorschlag von Wiener ForscherInnen zur Bekämpfung von Corona an Schulen

Kampf gegen Antisemitismus auch unter Zugewanderten und Flüchtlingen intensivieren

22. 01. 2021 | Politik

Kampf gegen Antisemitismus auch unter Zugewanderten und Flüchtlingen intensivieren

Raab begrüßt Nationale Strategie gegen Antisemitismus

Anschober begrüßt Rückkehr der USA zur Weltgesundheitsorganisation (WHO)

21. 01. 2021 | Politik

Anschober begrüßt Rückkehr der USA zur Weltgesundheitsorganisation (WHO)

Dieser Schritt bedeutet einen Wendepunkt in der globalen Gesundheitskrise

Klares Bekenntnis gegen die Pläne der tschechischen Atomlobby

20. 01. 2021 | Politik

Klares Bekenntnis gegen die Pläne der tschechischen Atomlobby

Stellungnahme von Nationalratsabgeordneter Johanna Jachs und Dr. Angelika Winzig (Mitglied des Europäischen Parlaments) zu den Bestrebungen eines grenznahe...