"Corona-Scherze" führen zu Konsequenzen - erste Festnahmen

"Corona-Scherze" führen zu Konsequenzen - erste Festnahmen

Ausgangsbeschränkung und "Corona-Scherze" bringen neuartige Situationen - auch für die Einsatzkräft - Konsequenzen bis hin zu Festnahmen sind die Folge

Vorfallszeit: 21.03.2020, 03:10 Uhr, 18:10 Uhr bzw. 21:20 Uhr
Vorfallsort: Wien-Neubau, Wien-Meidling bzw. Wien-Alsergrung

21.03.2020, 18:10 Uhr, Bahnhof Meidling:
Eine 40-jährige Rumänin bespuckte einen 17- und einen 18-Jährigen am Bahnhof Meidling und behauptete, am Corona-Virus erkrankt zu sein. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurde eine Festnahmeanordnung erteilt und die festgenommen. Nach erfolgter Testung in einem Krankenhaus wurde die 40-Jährige in eine Justizanstalt überstellt.

21.03.2020, 21:20 Uhr, U-Bahn-Station Währinger-Straße:
Ein ähnlicher Vorfall ereignete sich in einer U-Bahn-Station Währinger Straße. Ein 48-jähriger Pole behauptete, am Corona-Virus erkrankt zu sein und spuckte einem 26-Jährigen ins Gesicht. Der 26-Jährige wehrte sich mit einem Schlag ins Gesicht des Tatverdächtigen. Die Angaben des mutmaßlichen Täters bezüglich einer Corona-Erkrankung erschienen unglaubwürdig. Nach erfolgter Testung wurde er auf freiem Fuß angezeigt.

21.03.2020, 03:10 Uhr, U-Bahn-Station Währinger-Straße:
Beamte der Polizeiinspektion Stiftgasse wurden wegen eines befürchteten Unfalls in einer Wohnung alarmiert, ein Mann dürfte beim Video-Chatten zusammengebrochen sein. Weil auch eine Covid-19-Erkrankung nicht ausgeschlossen werden konnte, wurde ein besonders ausgerüstetes Kompetenzteam der Bereitschaftseinheit hinzugezogen. Nach Wohnungsöffnung durch die Berufsfeuerwehr Wien fanden die Beamten einen stark alkoholisierten 28-Jährigen vor, der behauptete, am Corona-Virus erkrankt zu sein. Die Angaben schienen nicht glaubwürdig und bei den Einsatzkräften entstand der Eindruck, dass es sich um einen "Scherz" handeln könnte. Die zuständige Gesundheitsbehörde (MA15) wurde zwecks möglicher weiterer Maßnahmen in Kenntnis gesetzt.

Appell an die Öffentlichkeit:
Die Wiener Polizei weist die Bevölkerung eindringlich darauf hin, dass jegliches Vortäuschen oder das wissentlich falsche Behaupten einer ansteckenden Krankheit strafbar ist und strafrechtliche Anzeigen nach sich zieht. Gerade in fordernden Zeiten ist es umso wichtiger, das eigene Handeln diesbezüglich zu überdenken und ein dem Ernst der Lage entsprechendes Verantwortungsbewusstsein an den Tag zu legen.

Quelle: LPD Wien  Fotocredit: AN24

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