Das war der Integrationsgipfel 2019!

Das war der Integrationsgipfel 2019!

Es war ein voller Erfolg: Rund 800 Personen, davon mehr als 450 VertreterInnen von Organisationen aus ganz Österreich, trafen am Montag, 2. Dezember 2019, in der Wiener Hofburg ein, um sich drei Themen zuzuwenden: Migration, Integration und Teilhabe.

Initiator und Projektleiter Dino Schosche ist überwältigt von dem großen Interesse und der positiven Resonanz der TeilnehmerInnen. Von der enormen Bedeutung der Initiative ist Schosche überzeugt: „Mit dem Integrationsgipfel stellen wir eine Plattform zur Verfügung, um das Miteinander zu fördern und das Zusammenleben sowie die Zusammenarbeit in unserem Land zu stärken. Dabei geht es nicht um links, Mitte oder rechts. Es geht nicht um Regierung oder Opposition. Es geht um uns alle, 8,8 Millionen MitbürgerInnen. Der erste Integrationsgipfel hat in aller Deutlichkeit gezeigt, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Bundespräsident Alexander Van der Bellen meldete sich via Videobotschaft zu Wort: „Es geht nicht nur um Integration, es geht vor allem um gleichberechtigte Teilhabe an der Gesellschaft. Das betrifft uns alle. Zentrale Aufgabe ist es, die Menschenwürde aller hier Lebenden zu achten und einander in Respekt zu begegnen. Den Dialog zu stärken. Das gegenseitige Interesse zu wecken. Einander zusammenzubringen. In Österreich heißt es auch: ,Durchs Reden kommen d’Leut zam.‘ Der erste Integrationsgipfel bringt heute viele, viele Akteurinnen und Akteure ,zam‘.“

Die hochkarätigen SpeakerInnen und DiskutantInnen aus der Wirtschaft, NGOs, der Wissenschaft, der Politik und der Diplomatie referierten und debattierten über Perspektiven der Integrationsförderung und -forschung sowie über die Zukunft der österreichischen Integrationspolitik. In ihrer Gegenwartsdiagnose hielten sie sich mit Kritik nicht zurück und sprachen offen über Mängel sowie Verbesserungsmöglichkeiten. Obwohl ihre Expertise verschiedene Themenfelder umfasst, vereinte sie ein gemeinsames Ziel: die Integrationsdebatte versachlichen zu wollen.

Die Präsidentin der AK, Renate Anderl, die als Unterstützerin des Gipfels Begrüßungsworte an die TeilnehmerInnen richtete, zeigt sich vom Potenzial des Projekts überzeugt: „Die Arbeiterkammer setzt sich für ein gutes Leben für alle ein, die in Österreich leben. Der Fokus der AK liegt dabei vor allem auf der Arbeitswelt. Wir wollen faire Bedingungen für alle, die hier arbeiten, gerechte Einkommen und gute Arbeitsbedingungen.“ Es gebe immer wieder Versuche, Menschen gegeneinander aufzuhetzen, oder Behauptungen wie „Ausländer“ würden den „Österreichern“ die Jobs nehmen, so Anderl weiter. „Der Integrationsgipfel ist eine gute und wichtige Veranstaltung, um eines zu zeigen: Es gibt in unserem Land viele Menschen, die sich ernsthaft und abseits populistischer Parolen mit gelingender Integration auseinandersetzen.“ 

Auch der Wiener Integrationsstadtrat Mag. Jürgen Czernohorszky hieß die Anwesenden auf dem Gipfel willkommen. Er definiert den Begriff „Integration“ unter Berücksichtigung eines gesamtgesellschaftlichen Bezugsrahmens: „Integration bedeutet für mich, die Teilhabe aller Menschen an unserer Gesellschaft zu ermöglichen. Es ist daher die Aufgabe von Integrationspolitik, dafür zu sorgen, dass alle Menschen die Möglichkeit haben, sich zu bilden, zu entfalten und ihr Leben selbst in die Hand nehmen zu können. Der Integrationsgipfel bietet eine wichtige Plattform, diese Ziele in den Vordergrund zu rücken und alle AkteurInnen, die sich um einen sachlichen Diskurs über Integration bemühen, zusammenzubringen.“

Der Integrationsgipfel ist als regelmäßige Diskussionsplattform gedacht, auf der auf Anliegen von MigrantInnen eingegangen wird und Lösungen für etwaige Probleme und Missstände gesucht werden. Er leistet einen Beitrag zu einer zukunftsorientierten Gesellschaft, die eine gesamtgesellschaftliche Integration anvisiert. Eine Fortsetzung des Integrationsgipfels komme bestimmt, so Initiator Schosche: „Unsere gemeinsame Reise endet nicht hier und jetzt, sie beginnt erst. Denn Migration, Integration und Teilhabe sind langfristige Herausforderungen, die wir gemeinsam, nachhaltig und strukturell angehen müssen. Weil eine starke, moderne und offene Gesellschaft die Einbindung aller AkteurInnen braucht.“

Hinter dem Projekt DIVÖRSITY steht der Verein PRISMA e. V. – Gemeinsam für die Vielfalt.

 

Quelle/Fotocredit: Öst. Integrationsgipfel

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