Dokumentationsstelle Politischer Islam setzt auf europäische Zusammenarbeit

Dokumentationsstelle Politischer Islam setzt auf europäische Zusammenarbeit

Direktorin Fellhofer: „Die Expertise der Dokumentationsstelle wird über Österreichs Grenzen hinaus geschätzt und wahrgenommen.“

Die aktuellen Krisen haben extremistische Bewegungen innerhalb Europas gestärkt, weshalb grenzübergreifende Kooperationen wichtiger denn je sind. Beim International Security Forum Bonn 2022 vom 29. September bis zum 2. Oktober war unter anderem der Österreichische Fonds zur Dokumentation von religiös motiviertem politischen Extremismus (Dokumentationsstelle Politischer Islam) vertreten. Im Rahmen der Veranstaltung des Center for Advanced Security, Strategic and Integration Studies (CASSIS) der Universität Bonn tauschen sich jährlich internationale Expertinnen und Experten über aktuelle globale Themen aus. Das Forum fand dieses Jahr unter dem Titel „Zeitenwende – A New Era in International Relations and Security Cooperation“ statt.

„Es ist erfreulich, dass die Dokumentationsstelle mit ihrer Arbeit rund um die Erforschung des Politischen Islams auch auf europäischer und internationaler Ebene einen wichtigen Beitrag leisten kann. Als demokratische Gesellschaft stehen wir in der gemeinsamen Verantwortung, dem Extremismus in keinem Bereich das Feld zu überlassen“, betont Direktorin Lisa Fellhofer, die die Dokumentationsstelle in Bonn vertrat.

 Zu den weiteren renommierten Teilnehmenden aus der Politik und Wissenschaft gehörten unter anderem der ehemalige deutsche Bundesminister Jürgen Trittin, CASSIS-Direktor Ulrich Schlie oder AJC Berlin-Direktor Remko Leemhuis.

Internationale Vernetzung gegen religiösen Extremismus

Fortgesetzt wird der europäische Austausch diese Woche in der schwedischen Hauptstadt Stockholm vom 6. bis zum 7. Oktober. Unter anderem folgen Termine mit Forschungseinrichtungen und dem Zentrum für die Prävention von gewalttätigem Extremismus. Im Rahmen des Besuchs von Direktorin Fellhofer soll der wissenschaftliche Austausch bei der Erforschung von islamistischen und anderen extremistischen religiösen Bewegungen weiter vertieft werden.

Dokumentationsstelle leistet Pionierarbeit in Europa

In diesem Jahr haben unter anderem bereits Dienstreisen nach Paris, London und Kopenhagen stattgefunden. Zudem wurde am 29. und 30. Juni in Wien eine Tagung unter dem Titel „Islamism after the Arab Spring“ von der Dokumentationsstelle mit renommierten nationalen sowie internationalen Expertinnen und Experten erfolgreich veranstaltet. Dabei kam es laufend zum Austausch mit Persönlichkeiten aus der Wissenschaft, Verwaltung und anderen Bereichen verschiedener Staaten.

„Wir leisten mit unserer Tätigkeit und unseren Veröffentlichungen eine grundlegende Pionierarbeit bei der wissenschaftlichen Untersuchung von religiös motiviertem politischen Extremismus innerhalb Europas. Der Schwerpunkt liegt beim Politischen Islam, wo die Arbeit der Dokumentationsstelle auch für andere Staaten wegweisend sein kann“, so Fellhofer, die dabei auch auf die transnationale Vernetzung von Organisationen des Politischen Islam verweist. 

Die Dokumentationsstelle hat seit ihrer Gründung im Jahr 2020 bereits mehr als zehn wissenschaftliche Publikationen veröffentlicht, unter anderem zur Muslimbruderschaft, zu den Grauen Wölfen, zur Milli Görüs-Bewegung oder zum Salafismus.

Sämtliche Veröffentlichungen können auf der Website unter www.dokumentationsstelle.at abgerufen werden.

Fotocredit:© Universität Bonn / Günther Ortmann

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