Donauquerung Linz - Es soll bei „Eisenbahnbrücke“ bleiben

Donauquerung Linz - Es soll bei „Eisenbahnbrücke“ bleiben

Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner und der Linzer Infrastrukturreferent Vizebürgermeister Markus Hein beim Brückenschluss

Der gestrige Brückenschluss ist ein weiterer Meilenstein in der Linzer Verkehrsentwicklung. Mit dem Näherrücken der Fertigstellung wird auch die Diskussion um die Namensgebung der neuen Donauquerung in der Landeshauptstadt angeheizt. Für die Infrastrukturreferenten von Land und Stadt ist klar: Es soll bei „Eisenbahnbrücke“ bleiben!

„Für Brückennamen sind keine politischen Beschlüsse notwendig. Es ist vielmehr die Kommunikationsdynamik der Gesellschaft, die einem Bauwerk den Namensstempel verleiht. Aus diesem Grund trägt vermutlich auch die A7 Autobahnbrücke im Volksmund den Namen VOEST-Brücke. Aus ideologischen Überzeugungen Namensgebungen erzwingen zu wollen halte ich für unangebracht. Wenn die Menschen die neue Donauquerung also Eisenbahnbrücke nennen, dann ist dem nichts hinzuzufügen. Nachdem die Stadtbahn künftig die Donau über genau diese Brücke queren wird, hat das auch eine gewisse Logik“, erklärt Landesrat für Infrastruktur Mag. Günther Steinkellner.

Nur durch die hervorragende Zusammenarbeit aller Stakeholder war es möglich, das sehr aufwändige und zugleich formschöne Brückentragwerk trotz COVID19-Pandemie bis zum Einschwimmtermin fertigzustellen. Zukünftig soll die neue Donauquerung nicht nur die beiden Donauufer für Fußgänger/innen, Radfahrer/innen und Autos verbinden, sondern ist vor allem andern die zentrale Verbindung für die neuen Stadtbahn- und Obuslinien. Sie bildet damit eine wesentliche Voraussetzung für eine klimafreundliche und moderne Mobilitätsentwicklung im Großraum Linz.

„Die neue Eisenbahnbrücke ist ein wichtiges Symbol der Verbundenheit in unserer Heimatstadt Linz. Die Namensgebung sollte deshalb nicht zu einer Spaltung führen. Ich halte insbesondere Personenamen für problematisch, da hierdurch immer nur ein bestimmter Teil unserer Gesellschaft bzw. eine weltanschauliche Ausrichtung abgebildet werden kann. Im Sinne aller Linzerinnen und Linzer sollte deshalb ein neutraler Name mit allgemeiner Akzeptanz gefunden werden. Eine Brücke verbindet und soll nicht trennen. Kaum eine Bezeichnung wäre da besser geeignet als die bereits traditionsbewährte ‚Eisenbahnbrücke‘“, ergänzt der freiheitliche Infrastrukturreferent Vizebürgermeister DI Markus Hein.

Quelle:Land OÖ  //  Fotocredit: ©Land OÖ/Vanessa Ehrengruber

 

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