Dreck am Stecken

Dreck am Stecken

Aquece Rio International Sailing Regatta, 3.-9. August 2014: Österreichs Olympiaasse bleiben Rio Test-Event an der Spitze dran, fangen sich aber auch ordentlich Ärger ein.

Man hat gewusst, dass Abfall, Müll und Treibgut innerhalb der Guanabara Bucht zum Problem werden können. Zwar sind die Veranstalter bemüht der Lage Herr zu werden, dass dem allerdings nicht so ist, was es bedeutet, wenn man sich etwas einfängt und was es schlussendlich kostet, davon können Nico Delle Karth und Niko Resch aktuell ein Lied singen.

Die 49er-Asse, die ihre Wettfahrten diesmal am Ponte-Kurs und damit bei der Brücke, die Rio de Janeiro mit Niteroi verbindet absolvierten, verloren durch Plastiksäcke und Äste an Schwert und Ruder einen sicheren Wettfahrtsieg. Überlegen in Führung, wurde der Geschwindigkeitsverlust zwar bald bemerkt, das Schwert komplett aus dem Wasser zu ziehen ist aber auf dem 49er schwierig und aufgrund der Stabilität riskant. Gleiches gilt für das Ruder und damit die Lenkung. Nachdem beides vom Müll befreit war, fanden sich die Österreicher auf verlorenen Posten und Platz zehn wieder, die Wettfahrt zuvor endete für die Olympia-Vierten der London-Spiele mit Rang sieben. Damit rutscht das OeSV-Duo in der Gesamtwertung auf Platz fünf zurück, die Franzosen Julien DÓrtoli und Noe Delpech übernehmen die Führung, Benjamin Bildstein und David Hussl folgen auf Zwischenrang 19. Laura Schöfegger und Elsa Lovrek, ebenfalls auf der Bahn Ponte unterwegs, rangieren bei den 49erFX-Damen nach sieben Wettfahrten auf Rang elf.

Auch Thomas Zajac und Tanja Frank hatten phasenweise mehr mit dem Treibgut als ihren Gegnern zu kämpfen. Die Ruderanlage des heimischen Nacra17-Duos wurde durch Holzstücke in Mitleidenschaft gezogen, die Winkel stimmten nicht mehr überein, womit die Rümpfe schwerer zu steuern waren. Damit blieb im ersten Race lediglich Rang elf, nachdem die Ruder in der Pause neu eingestellt wurden, segelten das Duo auf die Plätze drei, neun und zwei. Damit liegen Zajac/Frank auf Zwischenrang sieben, die Franzosen Billy Besson und Marie Riou haben die Führung übernommen.

Sehr erfreulich bleiben die Leistungen bei den 470ern, die abermals auf einer der äußeren Bahnen zum Einsatz und ohne grobe Probleme um ihren Kurs kamen. David Bargehr und Lukas Mähr zeigen sich mit den Plätzen sechs und fünf weiterhin bestens aufgelegt und segeln auf Rang vier vor, Lara Vadlau und Jolanta Ogar verteidigen selbigen bei den Damen. Die Europameisterinnen fügen ihrer Serie die Ränge fünf und vier hinzu. Der nach wie vor gesundheitlich angeschlagene Matthias Schmid kommt mit Vorschoter Florian Reichstädter auf die Plätze 13 und acht und bleibt damit auf Position 15.

Heute Nacht folgt die Fortsetzung, die Entscheidung fällt am 9. August in den Medal Races.

Stimmen:

Nico Delle Karth:

„Wir sind enttäuscht und extrem verärgert. So einen Vorsprung kann man im Normalfall nicht vergeigen, aber wenn unten etwas dranhängt, bist du auf verlorenem Posten. Wir haben schnell gemerkt, dass etwas nicht stimmt, aber erst auf den richtigen Zeitpunkt warten müssen, um Schwert und Ruder in die Höhe zu bekommen. Der 49er ist extrem kippelig, man kann sich ausrechnen, was passiert, wenn die Stabilität noch geringer wird, oder die Lenkung ausfällt - überhaupt bei Wind. Ich hoffe sehr, dass sie es schaffen den Dreck und Abfall aus der Bucht zu fischen, sonst wird das Regattieren auf den innerliegenden Bahnen zur Lotterie.“

David Bargehr:

„Wir haben uns bei Wind und Welle einen kleinen Geschwindigkeitsvorteil erarbeitet, der Zwischenstand und die bisherige Leistung sind wirklich sehr erfreulich. Wir treten immer selbstbewusster auf und werden alles daran setzen, dass es in dieser Tonart weitergeht.“

Thomas Zajac:

„Wir waren nicht ganz fehlerfrei unterwegs, hatten durch das Treibgut Probleme mit der Lenkung und warten nach wie vor auf die Juryentscheidung, die Abbruchwettfahrt vom ersten Tag betreffend. Wir haben gegen die Entscheidung der Wettfahrtleitung Protest eingelegt, heute wird verlautbart, ob wir damit Erfolg haben oder nicht. Falls ja, nehmen wir einen Wettfahrtsieg mit in die Wertung rein.“

Zwischenstand:

49er (19Teams/6Wettfahrten/1Streicher):

1. Julien D`Ortoli/Noe Delpech                                   FRA         16

5. Nico Delle Karth/Niko Resch                               AUT        27 (5,1,(17),4,7,10)       

19. Benjamin Bildstein/David Hussl                       AUT        76 (17),15,13,16,16,16)

470er-Herren (23Teams/5Wettfahrten/1Streicher):

1. Mathew Belcher/Will Ryan                                      AUS         5

4. David Bargehr/Lukas Mähr                                  AUT        19 (4,5,5,(6),5)

15. Matthias Schmid/Florian Reichstädter             AUT        46 (13,(14),12,13,8)

470er-Damen (18Teams/5Wettfahrten/1 Streicher)

1. Jo Aleh/Polly Powrie                                               NZL         6

4. Lara Vadlau/Jolanta Ogar                                    AUT        16 (4,4,4,(5),4)

Nacra17 (18Teams/7Wettfahrten/1Streicher):

1. Billy Besson/Marie Riou                                         FRA         11

7. Thomas Zajac/Tanja Frank                                  AUT        36 (2,9,(13),11,3,9,2)

49erFX (15 Teams/7 Wettfahrten/1 Streicher)

1. Martine Grael/Kahena Kunze                                BRA         10

11. Laura Schöfegger/Elsa Lovrek                         AUT        62 (4,(15),9,13,15,10,11)  

                     

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