Englisch-Sprachniveau nimmt in Österreich zu

Englisch-Sprachniveau nimmt in Österreich zu

Je besser die Englischkenntnisse eines Landes, desto besser das Einkommen

EF Education First veröffentlichte heute die diesjährige Ausgabe des EF English Proficiency Index (EF EPI). Daten von über 2,2 Millionen nicht-muttersprachlichen Erwachsenen aus 100 Ländern und Regionen wurden dabei vom Sprachreisen-Weltmarktführer analysiert. Nie zuvor schnitten Österreichs TeilnehmerInnen besser ab. Im Vergleich zum Vorjahr klettert Österreich daher um zwei Plätze auf den 6. Platz in der weltweiten Rangliste nach oben. Die Niederlande verteidigen erneut den ersten Platz, gefolgt von Dänemark und Finnland.

Mehr als eine Milliarde Menschen sprechen Englisch als Muttersprache oder Zweitsprache. Englisch ist die mit großem Abstand am meisten gelernte Fremdsprache der Welt und die wichtigste Sprache bei internationaler Zusammenarbeit. Der EF EPI erhebt jährlich durch den weltweit ersten kostenlosen standardisierten Online-Englischtest nicht nur die Entwicklung der Englischkenntnisse der Bevölkerung, sondern bringt auch interessante Zusammenhänge ans Tageslicht. So korrelieren verschiedene Messgrößen in Forschung und Entwicklung mit dem Englisch-Sprachniveau eines Landes und je höher die Englischkenntnisse sind, umso höher sind das Bruttoinlandsprodukt (BIP) und das Pro-Kopf-Einkommen.

„Wie wichtig eine globale ‚lingua franca‘ ist, zeigt sich in der grenzübergreifenden Zusammenarbeit - vor allem in herausfordernden Zeiten wie diesen. Der EF EPI enthält auch hier wertvolle Informationen für Unternehmen, Regierungen, Bildungsbehörden und -einrichtungen“, sagt Dr. Christopher McCormick, EF Executive Vice President for Academic Affairs.

Beste EF EPI-Platzierung für Österreich

Österreich liegt heuer im weltweiten Ranking des EF EPI auf dem 6. Platz (8. Platz im Vorjahr) und somit ganze zwei Plätze vor Deutschland und zwölf vor der Schweiz. Es ist dies die beste Platzierung im Rahmen dieser weltweiten Studie. Den Österreichvergleich führt dabei Wien vor Graz und Salzburg an. Die Bundeshauptstadt liegt damit weltweit im Städtevergleich auf dem 5. Platz.

„Das wachsende Interesse an Auslandsaufenthalten in immer jüngeren Jahren und das Konsumieren von englischsprachigen (Online-) Medien sind neben dem Englischunterricht in der Schule unter anderem Gründe, warum sich Österreich Jahr für Jahr im Ranking steigert. Zudem ist die Hemmschwelle der ÖsterreicherInnen in der Fremdsprache zu kommunizieren laut unserem pädagogischen Fachpersonal geringer, als bei anderen“, so Viktoria Pollak, EF Country Managerin Österreich.

Die wichtigsten Erkenntnisse des EF EPI 2020:

  • Europäische Staaten formen die Spitze im Ranking. Obwohl das Sprachniveau in Europa in den vergangenen Jahren bereits hoch war, haben 27 von 33 Ländern ihre Sprachfertigkeiten noch einmal verbessern können.
  • Auch lateinamerikanische Länder verbessern sich kontinuierlich. Mexiko bildet hier die einzige Ausnahme, die signifikant in der Ergebnisskala abrutschen.
  • Die größte Schere zwischen „sehr hohen“ und „sehr geringen“ Englischkenntnissen im Regionenvergleich verzeichnet Asien. Das steigende Sprachniveau in China kompensiert den Punkteverlust in anderen asiatischen Ländern.
  • Der Durchschnitt der erzielten Punkte in den afrikanischen Teilnehmerstaaten ist deutlich gestiegen, wobei das Gefälle zwischen “sehr hoch” und “sehr niedrig” nach wie vor groß bleibt. Die meisten Länder des Kontinents bleiben aufgrund der geringen Datenmenge vom globalen Ranking exkludiert.
  • Erwachsene in den Zwanzigern erzielen das beste Ergebnis.
  • Der Netzwerkeffekt der englischen Sprache war noch nie größer. Je mehr Menschen Englisch sprechen, desto einfacher ist der Zugang zu öffentlichen Ressourcen und wirtschaftlichen Möglichkeiten für Privatpersonen, Unternehmen und Regierungen.
  • Die öffentliche Verwaltung, sowie der Bildungs- und Gesundheitsbereich zählen zu den klaren Verlierern im Branchenvergleich. Während der internationale Wettbewerb privatwirtschaftliche Unternehmen zwingt in den Ausbau von Englisch als Business- und Partnersprache zu investieren, bleibt der öffentliche Sektor hier oft auf der Strecke.
  • Zum ersten Mal konnten ausreichend Daten (= mehr als 400 TestteilnehmerInnen) in Armenien, Tadschikistan und Ruanda erhoben werden, um im Ranking berücksichtigt zu werden.

COVID-19, Lockdown & Co

„Inwiefern sich die Einschränkung der Reisefreiheit und Homeschooling auf die Englischkenntnisse der Bevölkerung auswirken, werden wir erst anhand des nächstjährigen EF EPI sehen“, so Pollak abschließend.

Über den EF EPI

Der EF EPI basiert auf den Ergebnissen des EF Standard English Tests (EF SET), dem weltweit ersten kostenlosen standardisierten Online-Englischtest. Der EF SET wurde weltweit bereits von tausenden Schulen, Universitäten, Unternehmen und Regierungen für großflächige Tests eingesetzt. Zum ersten Mal ist man zu einer Punkteskala (max. 800 Punkte) übergegangen.

Quelle: Pressekontakt Christian Troll, BA Christian Troll SCHOKO communications; Kontakt EF Education GmbH Viktoria Pollak / ots  //  Fotocredit: EF

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