Erste Konferenz zu eFuels war ein Erfolg

Erste Konferenz zu eFuels war ein Erfolg

Hohes Interesse, kontroversielle Diskussionen, aber auch Übereinstimmungen im Grundsätzlichen. Im Bild Jürgen Roth, Vorstandsvorsitzender der eFuel Alliance Österreich

Die heuer zum ersten Mal durchgeführte Konferenz zum Klimabeitrag der eFuels (eKKon) stieß auf erfreulich starke Resonanz. 260 Personen haben sich zur Teilnahme an einem der beiden Konferenztage angemeldet, 20 Aussteller beteiligten sich mit Postern. Sieben Awards wurden an Nachwuchswissenschaftler für herausragende Forschungsarbeiten vergeben.

Ziel der Veranstalter war es, einen offenen Diskurs über Chancen und Vorteile sowie Risiken und Nachteile zu führen, dieses Ziel wurde erreicht. Einigkeit bestand bei allen Speakern bei der Einschätzung der Dimension und der Dringlichkeit der Herausforderung, der menschengemachten Klimaerwärmung mit raschen Emissionsreduktionen zu begegnen. Dazu sollen auch eFuels ihren Beitrag leisten, und diesen Beitrag galt es in der Konferenz von verschiedenen Blickwinkeln aus – gleichsam in einem 360-Grad-Überblick - auszuloten.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler: „Fossile Energieträger gehören in die Vergangenheit – auch im Verkehr. Synthetische erneuerbare Kraftstoffe können hier einen wertvollen Beitrag zur Dekarbonisierung des Verkehrssektors liefern. Besonders für schwer elektrifizierbare Bereiche wie den Flug- und Schiffsverkehr.“

„Die aktuelle Krisensituation führt uns vor Augen, wie schnell sich Situationen und damit auch Preisrelationen ändern können. Es macht daher keinen Sinn, sich frühzeitig auf eine Technologie und deren Einsatzbereiche festzulegen, ohne abschätzen zu können, wo die Chancen der Zukunft liegen. Jede Option wird gebraucht und damit werden auch die eFuels einen wichtigen Baustein im Mobilitätssystem der Zukunft darstellen“, gibt sich Karlheinz Kopf, Generalsekretär der Wirtschaftskammer Österreich, optimistisch.

Jürgen Roth, Vorstandsvorsitzender der eFuel Alliance, zieht eine positive Bilanz: „Die Idee eines offenen Diskurses hat sich bewährt, so können wir die Konsensbasis am raschesten verbreitern. Ich freue mich sehr über die starke Resonanz bei Teilnehmern, Ausstellern und Award-Einreichern.“

Unterschiedliche Einschätzungen liegen vor, was die Größenordnung und den Zeitpunkt nennenswerter Beiträge synthetischer Energieträger betrifft. Auf europäischer Ebene werden im Rahmen der Verhandlungen zum „Fit for 55“-Paket auch konkrete Vorschläge für den Einsatz von eFuels im Bereich der Luft- und Seeschifffahrt diskutiert. Darüber hinaus wird auch über bindende oder indikative Zielsetzungen für die sogenannten erneuerbaren Kraftstoffe nicht biogenen Ursprungs, zu denen auch eFuels zählen, für den gesamten Verkehrssektor verhandelt. Während einige Sprecher die Auffassung vertreten, kein Sektor solle ausgeschlossen werden, plädierten andere dafür, die eFuels auf die Hard-to-abate-Sektoren zu konzentrieren.

In der Novelle zur Kraftstoffverordnung ist eine Verbesserung der Anrechenbarkeit von Wasserstoff und eFuels auf die entsprechenden Ziele vorgesehen, wodurch diese Kraftstoffe mit der Novellierung der Anrechenbarkeit von erneuerbarem Strom gleichgestellt werden sollen.

Betrachtungen rund um den Globus zeigten, dass viele Länder (38) aufgrund ihrer Kapazitäten bei Windstrom und Solarstrom als Groß-Produzenten synthetischer Energieträger in Frage kommen. Unklar ist aber, wie rasch große Projekte realisiert werden können und wann große Mengen von eFuels auf den Märkten verfügbar sein werden. „Ziel muss es sein, das Heben der Potenziale zu unterstützen und zu beschleunigen, um zur notwendigen Halbierung der Verkehrsemissionen bis 2030 beizutragen“, halten die Veranstalter abschließend fest.

Quelle: eFuel Alliance Österreich Dr. Stephan Schwarzer Geschäftsführer / ots  //  Fotocredit: © MTMA – Multimedia-Agentur / Manuel Tenora

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