FRAUEN BAUEN STADT - Open-Air-Ausstellung in aspern Seestadt gestartet

FRAUEN BAUEN STADT -  Open-Air-Ausstellung in aspern Seestadt gestartet

Vizebürgermeisterin und Stadträtin für Wohnen, Wohnbau, Stadterneuerung und Frauen, Kathrin Gaál und Gerhard Schuster, CEO Wien 3420 aspern Development AG

Bis 15. Oktober wird der Wangari-Maathai-Platz an der U2-Station Seestadt zur Open-Air-Galerie für FRAUEN BAUEN STADT. aspern Die Seestadt Wiens holt gemeinsam mit den KuratorInnen Katja Schechtner und Wojciech Czaja 18 stadtprägende Frauen und internationale Projekte vor den Vorhang.

Im Jahr 2030 werden 2,5 Milliarden Frauen in Städten leben und arbeiten. In Städten, die in den allermeisten Fällen von Männern geplant und gebaut wurden. Wie viel weibliche Handschrift trägt also die Stadt von morgen und wird sie auf unser aller Wünsche und Bedürfnisse zugeschnitten sein? Und welche Rolle spielen dabei Architektinnen, Stadtplanerinnen, Städtebauerinnen und Künstlerinnen?

Tatsächlich gibt es in den letzten 150 Jahren viele bedeutende Leistungen von Frauen, die die heutige Stadt geprägt, gestaltet und maßgeblich beeinflusst haben. Ihre Beiträge reichen von kleinen Impulsen mit großen Auswirkungen auf unseren Lebensalltag, über Brücken, Plätze und Parklandschaften bis hin zu Masterplanungen für Stadterweiterungen und ganze Städte. Vom asperner Seepark über die Brooklyn Bridge bis zur australischen Hauptstadt Canberra.

Ausstellungskuratorin Katja Schechtner, international tätige Mobilitäts- und Urbanitätsforscherin zum Projekt: „Im Rahmen der Open-Air-Ausstellung FRAUEN BAUEN STADT holen wir Architektinnen, Stadtplanerinnen, Städtebauerinnen, Landschaftsarchitektinnen und Künstlerinnen aus aller Welt vor den Vorhang. Wir präsentieren ihre Vision und realisierten Projekte, ihr urbanes Vermächtnis und ihr Engagement für die Stadt von morgen.“

Denn, so Wojciech Czaja, Autor mit Wurzeln in der Architektur: „In einigen Fällen sind die Arbeiten und ihre Schöpferinnen weltberühmt. In anderen werden die gestaltenden Frauen neben ihren männlichen Kollegen in der Öffentlichkeit schlichtweg ausgeblendet. Viele Frauen sind in Vergessenheit geraten und ihre Werke im Laufe der Zeit aus den Archiven verschwunden. Manchmal findet man kaum noch Fotos oder Originalzitate. Das wollen wir ändern."

Weibliche Leistungen vor den Vorhang holen möchte auch Vizebürgermeisterin und Frauen- und Wohnbaustadträtin Kathrin Gaál: „Wien wird für viele urbane Projekte und Qualitäten gelobt, die wir Frauen verdanken. Uns ist wichtig, starke Frauen und ihre herausragenden Leistungen sichtbar zu machen und sie in ihrer ganzen Vielfalt zu würdigen. Sie sind Pionierinnen und Vorbilder – und machen anderen Frauen Mut, ihre Visionen zu verwirklichen!

Weltreise + Highlights vor Ort

The „city through a female lens” ist eine Zusammenstellung von Vielfalt, Urbanität und Gegensätzlichkeit. Die hier unternommene Weltreise führt zu Frauen und ihren konkreten Projekten und reicht bis hin zu Frauen, die in der weiblichen Seestadt mit Straßennamen geehrt werden oder hier ihre Handschrift hinterlassen haben.

Mit FRAUEN BAUEN STADT gehen wir bewusst in den öffentlichen Raum, um nicht nur ein Fachpublikum, sondern einfach alle an Stadt Interessierten anzusprechen und BewohnerInnen und PassantInnen zur Auseinandersetzung mit diesen faszinierenden Frauen, ihren Projekten und dem Thema Stadtwerdung einzuladen. Bei einem anschließenden Spaziergang durch aspern Seestadt gibt es dann einige der beschriebenen Projekte oder Werke von in der Ausstellung vorgestellten Frauen gleich in natura zu besuchen“, spannt Wien 3420-CEO Gerhard Schuster den Bogen zum Stadtentwicklungsprojekt aspern Die Seestadt Wiens.

Er empfiehlt unter anderem den von Laura Vahls Büro Lavaland geplanten Seepark, die Slim City von Architektin Anna Popelka oder Carla Los Freiraumplanung zum Projekt Sirius im Seeparkquartier. Nach Architektin Lina Bo Bardi wiederum wurde der im Quartier „Am Seebogen“ entstehende Platz an der U2-Ausstiegsstelle benannt, Zaha Hadid ist Namensgeberin für den in Zukunft wohl meistfrequentierten Platz an der erst geplanten Waterfront im Quartier Seeterrassen. 

Quelle: aspern Die Seestadt Wiens / Wien 3420 aspern Development AG Ingrid Spörk / ots  //  Fotocredit: PID/Bohmann

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