Generalsekretär gedachte mit Vertretern des Opferverbandes dem österreichischen Widerstand gegen NS

Generalsekretär gedachte mit Vertretern des Opferverbandes dem österreichischen Widerstand gegen NS

Norbert Kastelic (Sohn eines Widerstandkämpfers), Bundesvorsitzende Dagmar Schindler, Winfried Garscha (Dokumentationsarchiv), Generalsekretär Helmut Tomac und Bezirksvorsteher Thomas Steinhart

In Vertretung der Bundesregierung gedachte Mag. Helmut Tomac, Generalsekretär im Innenministerium, am 28. April 2022 anlässlich des Jahrestags der Wiederherstellung der Republik Österreich der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime.

"Obwohl viele Österreicherinnen und Österreicher als Täterinnen und Täter Mitschuld an den nationalsozialistischen Verbrechen hatten, hat es andererseits auch viele Menschen in Österreich gegeben, die ihren Einsatz für ein freies Österreich mit dem Leben bezahlen mussten – dieser Beitrag zur Wiedererrichtung eines souveränen und unabhängigen Österreichs nach 1945 darf nicht vergessen werden", sagte Generalsekretär Helmut Tomac anlässlich der Kranzniederlegung am 28. April 2022 an der nationalen Gedenkstätte der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer am Wiener Zentralfriedhof. Er bedankte sich bei den Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitsgemeinschaft der NS-Opferverbände für ihr anhaltendes Engagement und hob die Bedeutung von Gedenkstätten angesichts der aktuellen Geschehnisse in der Ukraine hervor.

Nationale Gedenkstätte der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime
Die nationale Gedenkstätte der Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer gegen das NS-Regime befindet sich am Wiener Zentralfriedhof, Gruppe 40. Dort wurde am 11. März 2013 ein eigener Ehrenhain für die Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer, die zwischen 1942 und 1945 großteils im Wiener Landesgericht I hingerichtet wurden, eingeweiht. Der würdevolle Erhalt der Gruppe 40 und ähnlichen Grabanlagen obliegt dem Innenministerium und somit den engagierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der Kriegsgräberfürsorge. Generalsekretär Tomac hob hervor, dass Traditionspflege ebenso wie die Fürsorge für Kriegsgräber und Gedenkstätten einen besonderen Stellenwert im BMI einnehmen und daher auch in der neuen Organisation der Zentralstelle entsprechenden Niederschlag finden.

Am 27. Oktober 2015 wurde eine Gedenktafel enthüllt, die an 49 Widerstandskämpferinnen und Widerstandskämpfer erinnert, die zum Großteil nicht vor Ort begraben sind. Darunter Dr. Jakob Kastelic, Rudolf Wallner und Franz Jägerstätter. Zudem gibt es seit dem Jahr 2002 in der Gruppe 40 eine eigene Gedenkstätte für die Opfer der NS-Kindereuthanasie "Am Spiegelgrund" (Steinhof).

Quelle: BMI  //  Fotocredit: ©  LPD Wien/Hackner

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