Gewerkschaft vida: Mehr Personal in den Krankenhäusern ist Gebot der Stunde

Gewerkschaft vida: Mehr Personal in den Krankenhäusern ist Gebot der Stunde

Gassner: „Junge Menschen mit bester Ausbildung für Beruf begeistern“

Nicht nur in der Langzeitpflege, sondern „auch in den heimischen Spitälern herrscht eklatante Personalnot“, sagt Gerald Mjka, Vorsitzender des vida-Fachbereichs Gesundheit nach den heutigen Aussagen des Wiener Gesundheitsstadtrates Peter Hacker. „Es führt kein Weg daran vorbei, dass es in Zukunft mehr Personal in Krankenhäusern gibt. Genau darauf zielt auch unsere derzeitige Offensive ‚Mehr von uns. Besser für alle.‘ ab“, so Mjka.

Klare Forderungen

Nur mit „besten Arbeitsbedingungen und hochwertigen Ausbildungen wird der Pflegeberuf auch für junge Menschen wieder attraktiv. Wir müssen in Österreich qualitativ ausbilden, ausbilden, ausbilden!“, unterstreicht Sylvia Gassner, Vorsitzende des vida-Fachbereichs Soziale Dienste. „Wir fordern einen einfacheren sowie kostenlosen Zugang zu den Hochschulausbildungen in Gesundheitsberufen. Zudem brauchen wir auch berufsbildende mittlere und höhere Schulen für Pflege. Menschen, die in Gesundheitsberufen arbeiten wollen, müssen die besten Voraussetzungen geboten bekommen“, so Gassner.

Für die vida-GewerkschafterInnen steht außer Frage, dass „die verantwortlichen Entscheidungsträger handeln müssen. Wir kommen an einer sofortigen Aufstockung des Personals um 20 Prozent nicht vorbei, wenn wir drohende Engpässe vermeiden wollen. Wir brauchen zudem bundesweit einheitlichen Standards für die Personalplanung in der Pflege. Eine einheitliche Berechnungsmethode muss her“. Auch in der Aus- und Weiterbildung müssen neue Wege gegangen werden, fordert Gassner. Wenig hält die vida-Gewerkschafterin vom Vorschlag die Rot-Weiß-Rot-Card auf alle Pflegeberufe auszudehnen, da „die Qualifizierung in den Heimatländern oft nicht den österreichischen Standards entspricht“.

Übrige Bundesländer müssen nachziehen

„Als Gewerkschaft vida begrüßen wir es, dass die Stadt Wien den Personalausbau in der Pflege zu einem zentralen gesundheitspolitischen Anliegen macht. Wien greift damit auf, was wir seit langem fordern und zwar eine deutliche Personalaufstockung in den Gesundheits- und Pflegeberufen!“, sagt Gassner.

Die Personalknappheit in der Pflege gehört mittlerweile in ganz Österreich zur Realität, unterstreicht Mjka: „Ich rufe alle Bundesländer dazu auf, hier entsprechende Konzepte auszuarbeiten und ordentlich Druck auf die kommende Regierung zu machen. Wir brauchen endlich mehr Personal in den Gesundheits- und Pflegeberufen, denn nur mehr Personal bringt mehr an Zeit für die Beschäftigten und somit mehr Qualität in der Betreuung.“

Quelle: Mag. Peter Leinfellner,ots  //  Fotocredit: Symbolfoto

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