Gewessler und Schramböck geben Startschuss für 7 COMET-Forschungsprojekt

Gewessler und Schramböck geben Startschuss für 7 COMET-Forschungsprojekt

Klimaschutz- und Wirtschaftsministerium investieren 10 Millionen Euro in österreichische Spitzenforschung 

Mit der Freigabe von 10,4 Millionen Euro aus dem COMET-Programm durch Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck und Klimaschutzministerin Leonore Gewessler starten jetzt sieben neue Spitzenforschungsprojekte, die ein großes Potenzial für Österreichs Wirtschaft haben. Zusammen mit den Beiträgen von Ländern und beteiligten Partnern haben die Projekte ein Gesamtvolumen von über 37,5 Millionen Euro.

Die thematischen Schwerpunkte der neu bewilligten Projekte liegen in den Bereichen Intelligente Produktionstechnologien, Mobilität und Energie/Umwelt. Von den sieben Projekten beteiligt sich die Steiermark an 6, Oberösterreich an 3, Wien an 2, sowie Niederösterreich und Vorarlberg an je einem COMET-Projekt. Insgesamt wurden 15 Anträge eingereicht, die beiden Ministerien folgen mit ihrer Entscheidung der Förderempfehlung der international besetzten Expertenjury.

Für Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck zählen besonders die Impulse, die vom COMET-Programm ausgehen: „Wie wichtig Forschung, Entwicklung und marktfähige Innovationen sind, sehen wir ganz aktuell. Mit dem Output-orientieren COMET-Programm bündeln wir vorhandene Kompetenzen in ganz zentralen Themen unserer Zeit und stärken damit den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich. COMET ist ein Erfolgsmodell, das heimische Unternehmen befähigt, insgesamt wettbewerbsfähiger zu werden und auch in Zukunft international an der Spitze mitzuspielen. Wir ermöglichen risikoreichere Forschung auf Spitzenniveau mit dem Ziel, diese Forschungsergebnisse rasch in konkrete Anwendungen und Produkte umzusetzen.“

„Mit Investitionen in nachhaltige Innovationen sorgen wir für einen klimafreundlichen und damit wettbewerbsfähigeren Standort Österreich. In den COMET-Forschungsprojekten arbeiten Wissenschaft und Wirtschaft gemeinsam an der Umsetzung von Ideen mit großem Potenzial, das neue Produkte, Anwendungen und Dienstleistungen einen hohen Nutzen für Wirtschaft und Gesellschaft verspricht“, betont Klimaschutzministerin Leonore Gewessler die Bedeutung des Programmes. „So haben die heimischen COMET-Zentren und -Projekte auch bereits wesentliche Impulse im Bereich der erneuerbaren Energien, der Umwelttechnologien und ressourcenschonender Produktion geleistet.“

Mit den sieben neuen COMET-Projekten umfasst die Landkarte der Exzellenzzentren in Österreich nun aktuell fünf COMET-Zentren (K2), 20 COMET-Zentren (K1), 6 COMET-Module und 24 COMET-Projekte. Das COMET-Programm wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) finanziert und von der Österreichischen Forschungsförderungsgesellschaft FFG abgewickelt.

Für FFG-Geschäftsführer Henrietta Egerth und Klaus Pseiner ist COMET das Spitzenprogramm der Forschungsförderung in Österreich. „Der Erfolg beruht auf der Zusammenarbeit von Wirtschaft und Wissenschaft ebenso wie auf der gemeinsamen Finanzierung von Bund, Ländern und den beteiligten Partnern. Dadurch können herausfordernde Projekte umgesetzt und zukunftsfähige Technologien, Produkte und Anwendungen entwickelt werden.“

Die neuen von der Jury zur Förderung empfohlenen Projekte im Überblick (in alphabetischer Reihenfolge)

„CARpenTiER - Modelling, Production and further Processing of Eco-Hybrid Structures and Materials“
Weizer Energie- Innovations- Zentrum GmbH, Weiz 
Beteiligtes Bundesland: Steiermark

„HyTechonomy - Hydrogen Technologies for Sustainable Economies“
HyCentA Research GmbH, Graz
Beteiligte Bundesländer: Steiermark, Oberösterreich

„Rail4Future - Railways for Future: Resilient Digital Railway Systems to enhance performance“
ÖBB-Infrastruktur Aktiengesellschaft, Wien
Beteiligte Bundesländer: Wien, Steiermark

„ReWaste F - Recycling and Recovery of Waste for Future“
Montanuniversität Leoben - Lehrstuhl für Abfallverwertungstechnik und Abfallwirtschaft, Leoben
Beteiligtes Bundesland: Steiermark

„SafeLIB - Safety Aspects of Lithium-Based Traction Batteries Including the Qualification for Second Life Applications“
Technische Universität Graz - Institut für Fahrzeugsicherheit, Graz
Beteiligte Bundesländer: Steiermark, Oberösterreich

„TCCV2 - Textile Competence Center Vorarlberg 2“
Universität Innsbruck - Forschungsinstitut für Textilchemie und Textilphysik, Dornbirn
Beteiligtes Bundesland: Vorarlberg

„We3D – Wire-based additive manufacturing – materials and technologies – for 3D metal structures of the future“
LKR Leichtmetallkompetenzzentrum Ranshofen, Braunau am Inn – Ranshofen
Beteiligte Bundesländer: Oberösterreich, Niederösterreich, Steiermark, Wien

In den so genannten COMET-Projekten müssen mindestens ein wissenschaftlicher Partner (Hochschule, Forschungsinstitut) und mindestens drei Unternehmenspartner beteiligt sein. Die Laufzeit der COMET-Projekte beträgt bis zu vier Jahre. Die Förderung seitens des Bundes und der Länder beträgt maximal 675.000,- Euro pro Jahr und ist auf 45 Prozent des Gesamtvolumens beschränkt. Die Unternehmenspartner tragen mindestens 45 Prozent der Kosten, während die restliche Finanzierung durch die wissenschaftlichen Partner aufgebracht wird.

Das COMET-Programm wird vom Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) und vom Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW), sowie von den Bundesländern und der Wirtschaft finanziert. COMET ist seit 2008 ein konstanter Erfolg. Die Abwicklung erfolgt durch die Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft FFG.

Quelle: Bundesministerium für Digitalisierung und Wirtschaftsstandort (BMDW) Kathrin Schriefer Pressesprecherin der Bundesministerin Margarete Schramböck; Bundesministerium für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie (BMK) Florian Berger Pressesprecher der Bundesministerin Leonore Gewessler; FFG - Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Topf/© Johannes Zinner

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