Grazer Startup macht Kunstmessen fit für die digitale Zukunft

Grazer Startup macht Kunstmessen fit für die digitale Zukunft

fynd.art Gründer, Gottfried Eisenberger bei der Präsentation der web Applikation in der Bakerhouse Gallery in Graz

Die Corona-Krise revolutioniert den Kunstmarkt. Das Grazer Startup fynd.art ermöglicht als erster digitaler Wegbegleiter für BesucherInnen von Kunstmessen Social Distancing: Mit einer innovativen Web-Application werden digitale Informationen über Kunstwerke und KünstlerInnen angeboten. Die App wird nun erstmals bei der Salzburg International Art Fair eingesetzt.

Die Entwicklung der innovativen Lösung, die in Zukunft nicht nur Kunstmessen, sondern auch Galerien mit einem digitalen Ausstellungs-Guide versorgen wird, dauerte fast zwei Jahren, erzählt Gründer und ehemaliger Profisportler Gottfried Eisenberger. Die Idee kam dem 18-fachen Staatsmeister im Schwimmen bei einer Kunstmesse in Los Angeles: „Bei der Messe gab es teilweise nicht einmal Informationen darüber, von welchen KünstlerInnen die Kunstwerke waren, geschweige denn Preise oder Erklärungen zu den Kunstwerken. Für mich war das eine echte Marktlücke. Ich wollte mehr über die ausgestellte Kunst wissen – ohne dafür gleich in ein Verkaufsgespräch verwickelt zu werden.“ Schnell stellte sich für Eisenberger heraus, dass es in der Optimierung des Besuchs- aber auch Ausstellererlebnisses bei Kunstmessen viel Luft nach oben gibt.

Wie funktioniert fynd.art?

Die Daten über KünstlerInnen und Kunstwerke werden vor der Messe durch die Aussteller eingepflegt. Auf der Kunstmesse braucht es dann nur noch ein Smartphone mit Internetzugang. Die BesucherInnen öffnen einfach die Website im Smartphone-Browser oder scannen einen QR-Code beim Eingang - schon funktioniert die Web-Applikation – ganz ohne Download. Kunstwerke können gescannt und dazugehörige Informationen so in Sofortzeit abgerufen werden. Die Informationen werden gespeichert und sind auch nach der Kunstmesse noch abrufbar. Auch zusätzliche Features wie eine Feedback-Option und ein Ausstellerverzeichnis mit Messeplan sind in der Web Applikation enthalten.

Die Corona-Krise, die auch im internationalen Kunstmarkt derzeit für Kopfzerbrechen sorgt, war für fynd.art ein Turbostart. „Wir ermöglichen Messen und Kunstausstellern mit der Web-Applikation eine Corona-konforme Durchführung ihrer Ausstellungen.“ Die Funktion wird zwischen 5. Und 9. August bei der Salzburg International Art Fair (SIAF) erstmals in Österreich eingeführt und getestet. SIAF Veranstalter Wolfgang Pelz dazu: „Wir haben das Potential von fynd.art früh erkannt und freuen uns dieses unter anderem Corona konforme Tool erstmals bei unserer Kunstmesse für unsere Besucher und Aussteller zu Verfügung zu stellen.“ Das sorgt für viele Anfragen aus aller Welt wobei Eisenberger aber bewusst bremst: „Bevor wir gleichzeitig mehrere Messen auf der ganzen Welt betreuen können, muss wirklich alles perfekt funktionieren. Dazu brauche ich Feedback von Ausstellern und Betreibern. Das wird dann umgesetzt und erst in weiterer Folge werden neue Messen ins Programm aufgenommen.“ Die nächsten Monate sind dessen ungeachtet schon verplant. In den Vereinigten Arabischen Emiraten findet im Oktober die World Art Dubai mit fynd.art statt. Auch weitere Kunstmessen in Österreich, Deutschland und Italien sind für Herbst und Winter bereits im fynd.art Kalender eingetragen.

Quelle: fynd.art Internet Service GmbH / ots  //  Fotocredit: DJAKOB.at/DANIELA JAKOB photography

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