Höchste Eisenbahn für den grünen Wiederaufbau Europas

Höchste Eisenbahn für den grünen Wiederaufbau Europas

Die Europäische Kommission, die ÖBB und die Klimaschutzministerin haben eine Lok im neuen EU-Design eingeweiht und auf Reisen geschickt. Im Bild am Bild v.l.n.r.: Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich; Leonore Gewessler, Bundesministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie, Mobilität, Innovation und Technologie; Andreas Matthä, CEO ÖBB-Holding AG

 Bahn frei für die EU-Lok: Zum 25-jährigen Jubiläum des österreichischen EU-Beitritts bringen die Europäische Kommission und die ÖBB eine Lok im europäischen Design auf Schiene. Sie wurde gestern in der Autoreisezuganlage der ÖBB am Hauptbahnhof Wien eingeweiht – in Anwesenheit von Klimaschutzministerin Leonore Gewessler, dem Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich Martin Selmayr, dem CEO der ÖBB Andreas Matthä, mehreren EU-Abgeordneten und zahlreichen Ehrengästen aus der Politik und dem diplomatischen Corps. Direkt nach der Taufe tritt die EU-Lok mit rund 10.000 PS ihren Dienst an: Seit gestern ist sie durch ganz Österreich unterwegs und setzt ein Zeichen für den Grünen Deal , der Europa bis spätestens 2050 zu einem klimaneutralen Kontinent machen soll.

Klimaschutzministerin Leonore Gewessler sagte: „25 Jahre EU Mitgliedschaft von Österreich – daran wird uns diese Lok künftig mit ihrem Aussehen erinnern. Und ich finde eine Lok ist ein schönes Symbol dafür. Für die Freiheit ohne Grenzen durch Europa zu reisen, aber auch für die großen Herausforderungen im Klimaschutz, die wir in der EU nur gemeinsam lösen werden.“

„Es ist höchste Eisenbahn für einen ehrgeizigen Kompromiss über den grünen Wiederaufbau Europas“, betonte Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, im Hinblick auf die laufenden Verhandlungen zwischen den EU-Staaten über den Wiederaufbauplan. Die Europäische Kommission hat Ende Mai den 27 Mitgliedstaaten und dem Europäischen Parlament einen konkreten Vorschlag vorgelegt, um Europa zügig aus der schweren Corona-Rezession herauszubringen. Kein EU-Staat könne die aktuelle Krise alleine meistern, ergänzte Selmayr. „Europa muss jetzt gemeinsam in die Zukunft investieren und den Binnenmarkt stärken. Die enge Verbindung mit prosperierenden Nachbarstaaten hat sich gerade für Österreich in den vergangenen 25 Jahren als Garant für Wohlstand erwiesen. Auch daran soll die EU-Lok erinnern. Ich freue mich, dass wir sie gemeinsam mit den ÖBB verwirklichen konnten. Die ÖBB sind schließlich auch ein starker Partner, um das Ziel des österreichischen Regierungsprogramms zu verwirklichen, gemeinsam mit den EU-Institutionen so viele junge Menschen wie möglich klimafreundlich nach Brüssel und Straßburg zu bringen, damit sie Europa aus nächster Nähe erleben können. “

Auch Andreas Matthä ist sich der Bedeutung der ÖBB im Kampf gegen den Klimawandel bewusst. „Wir stehen vor der großen Herausforderung, den Verkehr in Europa klimafreundlicher zu gestalten. Und dabei spielt die Bahn als umweltschonende Alternative zu Auto, Flugzeug und LKW eine extrem wichtige Rolle.“ So ersparen die ÖBB der Umwelt mehr als 4 Millionen Tonnen CO2 pro Jahr. Als Präsident der europäischen Gemeinschaft der Europäischen Bahnen CER betont Matthä weiter, „dass Europa dafür jedoch nicht nur mehr Bahn braucht, um die großen Aufgaben wie den Klimawandel zu lösen. Sondern die Bahn braucht auch mehr Europa. Es gilt auch im Schienenverkehr, in der Zukunft Grenzen zu überwinden – in technischer und regulatorischer Hinsicht.“

Die neue EU-Lok ist ein kraftvolles Symbol für dieses enge Zusammenspiel von Bahn und Europa und soll auf ihren Fahrten ein Zeichen für den Umweltschutz und für das grenzüberschreitendes Reisen setzenträgt diese Botschaft künftig quer durch Österreich.

EU-Milliarden für den Ausbau der Bahn

Die EU fördert den Ausbau und die Verbesserung der Bahnverbindungen quer durch Europa. Von 2014 bis 2019 wurden rund 23 Milliarden Euro aus der sogenannten Connecting Europe Facility in Verkehrsprojekte investiert. Rund 70 % davon, 16 Milliarden Euro, ging in den Bahnsektor. Österreich erhielt 742 Millionen Euro an Förderungen für den Ausbau des Personen- und Güterverkehrs auf der Schiene. Unterstützt wurden beispielsweise die Koralmbahn als Teil der Baltisch-Adriatischen Verkehrsachse, der Brennerbasistunnel und die Nachrüstung von Güterwaggons mit sogenannten Flüsterbremsen zwecks Reduktion der Lärmbelästigung. Auch im kommenden Finanzrahmen von 2021-2027, über den der Europäische Rat Ende kommender Woche wieder verhandeln wird, spielt klimafreundliche Mobilität und damit der Ausbau der Bahn eine zentrale Rolle. Die Europäische Kommission regt zudem an, 25 % der für 2021-2027 budgetierten EU-Mittel in den Kampf gegen den Klimawandel zu investieren.

Quelle: ÖBB-Holding AG Juliane Pamme Pressesprecherin, Konzernkommunikation / ots  //  Fotocredit: APA/Daniel Hinterramskogler

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