Internationaler Museumstag - Museen zwischen Zuversicht und Unsicherheit

Internationaler Museumstag - Museen zwischen Zuversicht und Unsicherheit

Am 18. Mai feiern Museen in ganz Österreich unter dem Motto „Das Museum für alle“. Museen brauchen Planungssicherheit und finanzielle Unterstützung. Im Bild Mag. Bettina Leidl, Präsidentin ICOM Österreich

Unter dem Motto „Das Museum für alle: Museen für Vielfalt und Inklusion“ steht die Wiedereröffnung der Museen als Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung im Mittelpunkt. Am 18. Mai feiern wir Museen, Museumsleute und Besucher/innen und erzählen ihre Geschichten. Die österreichischen Museen setzen an diesem Tag ein starkes gemeinsames Zeichen.


Die österreichischen Museen präsentieren ihre digitalen Aktivitäten online:
Hashtags #IMD2020 #Museums4Equality 
Zusammenschau der digitalen Aktivitäten zum Internationalen Museumstag


ICOM Österreich - das österreichische Nationalkomitee des internationalen Museumsverbandes ICOM - hofft, dass zeitnah Anpassungen für die Museen erfolgen, die eine Rückkehr zur gewohnten Museumsarbeit ermöglichen. Museen sind diskursive Orte, die den Besucher/innen ästhetische und intellektuelle Erlebnisse und Erkenntnisse anbieten. Veranstaltungen und Vermittlungsangebote (wie Diskussionen, Symposien, Workshops, Vermittlungsarbeit mit Kindergruppen oder Ausstellungseröffnungen) sind wichtige Funktionen des Museums. Eine baldige Genehmigung von Veranstaltungen mit mehr als 50 Personen sollte der nächste Schritt sein, so es die gesundheitlichen Maßnahmen erlauben.
 

Museen brauchen Planungssicherheit für den Herbst 2020 und das Jahr 2021

Darüber hinaus brauchen die Museen Planungssicherheit und die Sicherstellung der finanziellen Rahmenbedingungen für die Mitarbeiter/innen, Ausstellungsprojekte und Veranstaltungen im Herbst 2020 und das kommende Jahr 2021. Zusätzliche Mittel der öffentlichen Hand sind hier dringend notwendig, um die massiven Einnahmeentfälle wettzumachen. Hier müssen neben den Bundesmuseen natürlich auch Landes-, Stadt- und Regionalmuseen berücksichtigt werden. Zeitgerechte Information und Festlegung der Rahmenbedingungen sind grundlegend für die rasche Umsetzbarkeit und die Einhaltung arbeitsrechtlicher Bestimmungen zum Schutz der Museumsmitarbeiter/innen.

Mag. Bettina Leidl, Präsidentin ICOM Österreich: „Der Internationale Museumstag zeigt die Bedeutung der Museen für die Gesellschaft auf. Museen genießen hohe Glaubwürdigkeit und Vertrauen - alles Eigenschaften, die gerade in der COVID-19 Krise wichtig sind. Museen sind die Gedächtnisspeicher unserer Gesellschaft. Um das wahrzunehmen brauchen wir Planungssicherheit und finanzielle Unterstützung – auch für die vielen Arbeitsplätze, die es hier zu sichern gilt. Wir freuen uns, dazu mit der kommenden neuen Staatssekretärin für Kunst und Kultur rasch in Kontakt zu treten.“
 

Der Internationale Museumstag wurde 1978 von ICOM, dem „International Council of Museums“ ins Leben gerufen, um weltweit am 18. Mai auf die wichtige gesellschaftliche Rolle der Museen aufmerksam zu machen.

Quelle: ICOM-Österreich Mag. Elke Kellner Geschäftsführerin / ots  //  Fotocredit: Krause, Johansen - KUNST HAUS WIEN

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