Jazz im Hof Festival St. Pölten - Drei Tage jazziges Klangpanorama von 18. bis 20. August

Jazz im Hof Festival St. Pölten - Drei Tage jazziges Klangpanorama von 18. bis 20. August

Die Französin Camille Bertault und der Österreicher David Helbock erkunden das unermesslich wundersame Spielfeld des Jazz

Eröffnet wird das Jazz im Hof Festival St. Pölten am Donnerstag, 18. August von zwei Ausnahmekönnern des jungen europäischen Jazz: die Französin Camille Bertault und der Österreicher David Helbock erkunden das unermesslich wundersame Spielfeld des Jazz. Sie ist Frankreichs „Rising Star“ des Jazzgesangs und der Österreicher einer der interessantesten Pianisten des Kontinents. Auf den ersten Blick zwei Persönlichkeiten wie sie unterschiedlicher nicht sein könnten. Die quirlige, humorvolle Bertault und der besonnene, in sich ruhende Helbock wirken aber nur äußerlich verschieden, denn musikalisch ticken sie gleich: Beide sind sie beispiellos wandelbar.

Das zweite Konzert am Eröffnungsabend ist ein starkes Lebenszeichen aus der aktuellen tschechischen Jazzszene. Kennengelernt hat die Künstlerische Leiterin des Jazz im Hof das Trio vergangenes Jahr bei einem „Jazz Showcase“ in St. Pöltens Partnerstadt Brünn. „Tomáš Liškas sorgt mit seinen Musikerkollegen Nikola Zarić, Efe Turumtay und Kamil Slezak und ihrem Programm „Invisible World“ für reife, originäre Musik und verbindet Elemente aus Modern Jazz und Kammermusik mit Anklängen an Flamenco und mediterranen Musikstilen“, freut sich Caroline Berchotteau auf die Neuentdeckung. Akkordeon, Violine, Bass und Perkussion finden sich hier zusammen. Die Künstlerische Leiterin hat das Jazz im Hof Festival 2010 ins Leben gerufen. Berchotteau programmiert auch das Barockfestival St. Pölten, das 2022 von 11. bis 24. Juni stattfindet. www.barockfestival.at

Freitag, 19. August: Renauld Garcia-Fons in einer Uraufführung
Tag 2 ist nicht weniger ereignisreich: am Freitag, 19. August startet der zweite Abend mit dem kroatisch-österreichischem Duo Valcic-Preuschl, wenn die Bassukulele von Raphael Preuschl auf das Cello von Asja Valcic trifft. Das neu gegründete Duo widmet sich dem Klang der tiefen Saiten in all ihren Facetten. Hier sind nicht nur Groove und Rhythmus gefragt, sondern auch wunderschöne elegische Melodien und fantasievolle Improvisationen im Spiel.

Fantasievoll geht es weiter mit einer Uraufführung in St. Pölten. Als neuesten Beweis seiner Leidenschaft für Saiteninstrumente, schafft der Franzose Renaud Garcia-Fons mit seinem Quartett „La Luna de Seda“ ein originelles Repertoire, das der Begegnung von osmanischer Musik und modernem Flamenco gewidmet ist. „Das Programm wird für das Jazz im Hof entwickelt und als Uraufführung live zu hören sein“, erzählt Berchotteau. Die vier Instrumente des Quartetts, vom kleinsten bis zum größten Streichinstrument, ergänzen sich hervorragend in Klangfarben und Spielweisen und schaffen gemeinsam einen wahren Orchester-Effekt.

Samstag, 20. August: Jazz und Volksmusik geben sich die Hand
Es wird sanft bis stürmisch in St. Pölten. Am Samstag, 20. August verwandeln die österreichische Pianistin Verena Zeiner und der israelische Schlagzeuger Ziv Ravitz ihre Stücke in fesselnde Klangbilder, die zwischen sanfter und zerbrechlicher Ruhe, verspielter Verträumtheit und dramatischer Note spannungsgeladen hin und her pendeln.

Den Abschluss macht das trio akk:zent austrian accordion excess mit Paul Schubert (Akkordeon), Johannes Münzner (Akkordeon) und Victoria Pfeil (Saxophon) das trotz, oder vielleicht gerade wegen ihrer Jugend, zu den interessantesten Vertretern der österreichischen Jazz- und Worldmusic-Szene zählt. In den Werken des Trios geben sich Jazz und Volksmusik die Hand, werfen sich Blueselemente und atonale Improvisation die Bälle zu, umarmen sich vergnügliche E-Musik und ernste U-Musik.

Die Konzerte finden im Barockgarten des Stadtmuseum St. Pölten, Prandtauerstraße 2 statt. Bei Schlechtwetter im "Frei:raum", Herzogenburger Straße 12.

Quelle: Mag. Caroline Berchotteau Künstlerische Leiterin Jazz im Hof St. Pölten und Barockfestival St. Pölten Magistrat St. Pölten, Fachbereich Kultur und Bildung / ots  //  Fotocredit: Joanna Wizmur

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