Karner und Tursky präsentieren digitalen Führerschein – Der erste digitale Ausweis Österreichs

Karner und Tursky präsentieren digitalen Führerschein – Der erste digitale Ausweis Österreichs

Innenminister Karner und Staatssekretär Tursky beobachten die Anwendung des digitalen Führerscheins bei einer simulierten Verkehrskontrolle

Der "Digitale Führerschein" ist der erste digitale Ausweis der neuen Ausweisplattform "eAusweise" und damit der Beginn von digitalen Ausweisen für die Zukunft. Innenminister Gerhard Karner und Staatssekretär Florian Tursky stelllten den "Digitalen Führerschein" am 19. Oktober 2022 vor.

Mit der neuen Ausweisplattform "eAusweise" wird der Grundstein dafür gelegt, um in Zukunft alle Ausweise digital mit sich zu führen. "Durch die ID Austria ist nicht nur ein modernster Identitätsnachweis entwickelt worden, es ist auch ein wichtiger Beitrag zur Cybersicherheit in Österreich. So wird Identitätsdiebstahl verhindert und der Cyberkriminalität einen Riegel vorgeschoben. Der digitale Führerschein als erster digitaler Ausweis in Österreich ist ein Meilenstein am Weg in die Digitalisierung. Ich lade Sie ein – nutzen Sie die ID Austria und nutzen Sie den digitalen Führerschein", sagte Innenminister Gerhard Karner anlässlich der Präsentation des "Digitalen Führerscheins" am 19. Oktober 2022 in Wien.

"Die Digitalisierung ist eine unserer wesentlichsten Zukunftsherausforderungen, die alle gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereiche erfasst. Sie soll unser Leben einfacher und Abläufe effizienter gestalten. Bereits mit der Anwendung FinanzOnline sind wir in Österreich Vorreiter im E-Government. Mit der ersten digitalen Ausweisplattform und dem digitalen Führerschein führen wir diesen Erfolgsweg konsequent fort", sagte Finanzminister Magnus Brunner, der auch für Digitalisierung zuständig ist.

"Meine Aufgabe ist es, die Digitalisierung in Österreich voranzubringen und die Verwaltung dorthin zu bringen, wo die Menschen sind. Mit der App eAusweise und dem digitalen Führerschein ist uns der erste wesentliche Schritt auch gelungen", betonte Staatssekretär für Digitalisierung und Telekommunikation, Florian Tursky. Nach dem digitalen Führerschein soll in weiterer Folge der digitale Zulassungsschein realisiert werden. "Ziel ist es, irgendwann so viele Ausweise und Nachweise wie möglich am Handy zur Verfügung zu stellen", so Tursky weiter.

"eAusweise" – Die erste digitale Ausweisplattform Österreichs
Die neue digitale Ausweis- und Nachweisplattform Österreichs – "eAusweise" – soll es Bürgerinnen und Bürgern ermöglichen, mittels Smartphone digitale Nachweise zu erbringen. Die Funktionen der Plattform werden Nutzerinnen und Nutzern durch die App "eAusweise" zur Verfügung gestellt. Diese ist ab sofort für Android im Google Play Store ab Version 8 und für iOS im App Store ab Version 13 verfügbar.

Um die App zu nutzen, ist es nötig, sich mit der ID Austria (die Weiterentwicklung der Handy-Signatur) in der bekannten App "Digitales Amt" anzumelden und den Aktivierungsprozess in der App "eAusweise" zu starten. Inhaberinnen und Inhaber eines österreichischen Scheckkartenführerscheins können danach den "Digitalen Führerschein" auf ihr Smartphone laden und in der "eAusweise" App als QR-Code – etwa bei einer Verkehrskontrolle oder allgemein als Ausweis – vorweisen. Der digitale Führerschein gilt aktuell ausschließlich in Österreich, basiert jedoch auf der eIDAS-Technologie, welche in Zukunft innerhalb der EU eingesetzt werden soll. Die App "eAusweise" wird allen Nutzerinnen und Nutzern kostenlos zur Verfügung gestellt. Für die Prüfung eines digitalen Führerscheins ist keine Internetverbindung notwendig.

Wofür kann der digitale Führerschein in der App "eAusweise" genutzt werden?
· Bei einer Verkehrskontrolle: Nachweis des digitalen Führerscheins im Zuge einer Verkehrskontrolle durch ein Exekutivorgan.
· Um Ausweisdaten vorzuzeigen: Nachweis des digitalen Führerscheines gegenüber Dritten, die dann den Führerschein mit der App "eAusweise" oder der App "eAusweis Check" prüfen können. Denn wer die App "eAusweise" nicht hat, kann digitale Ausweise durch eine andere App namens "eAusweis Check" prüfen. Für diese App ist weder eine Registrierung noch der Einsatz der ID Austria nötigt, die Nutzung ist anonym und kostenlos.
· Um Ausweisdaten zu prüfen: Prüfung des digitalen Führerscheines anderer Personen.
· Um Ausweisdaten anzuzeigen: Darstellung der Führerscheindaten in der App.

Wie kommt man zur App "eAusweise" und zum digitalen Führerschein?
· Mit der eigenen ID Austria in der Vollfunktion im App "Digitales Amt" anmelden.
· Die App "eAusweise" auf dasselbe Smartphone kostenlos herunterladen.
· Aktivieren der App "eAusweise" mithilfe der App "Digitales Amt" und den digitalen Führerschein auf das Smartphone laden.
· Die App muss per aktivierter Fingerabdruck-Funktion oder Gesichtserkennung geschützt sein.

Was sind die Voraussetzungen, um die App "eAusweise" zu nutzen?
· Vollendetes 14. Lebensjahr (= 14. Geburtstag)
· Smartphone mit dem Betriebssystem iOS (ab Version 13) oder Android (ab Version 8)
· App "Digitales Amt" in der aktuellen Version
· ID Austria in der Vollfunktion (behördlich signiert)
· Aktivierte Gesichtserkennung (z.B. Face ID) bzw. Fingerabdruck-Funktion 
(z.B. Touch ID) auf dem Smartphone.
· Besitz eines österreichischen Scheckkartenführerscheins (dieser ist notwendig, da aktuell nur mit diesem ein digitales Foto vorhanden ist)

Quelle: BMI  //  Fotocredit: ©  BMI/Schober

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Freiwilliges Engagement in OÖ bestmöglich unterstützen

05. 12. 2022 | Panorama

Freiwilliges Engagement in OÖ bestmöglich unterstützen

Auch in Alten- und Pflegeheimen gibt es die Möglichkeit, sich freiwillig zu engagieren

Mehr als 40 neu ausgebildete Lehrlinge bringen ihre Klimaschutz-Kompetenz in oö Unternehmen ein

03. 12. 2022 | Panorama

Mehr als 40 neu ausgebildete Lehrlinge bringen ihre Klimaschutz-Kompetenz in oö Unternehmen ein

Landesrat Stefan Kaineder (r.) gratulierte den neuen Klimabotschafter/innen gemeinsam mit Ulli Singer (2.v.l) und Mag. Norbert Rainer (3.v.l)

Offener Zugang zu Bildung forciert lebenslanges Lernen

30. 11. 2022 | Panorama

Offener Zugang zu Bildung forciert lebenslanges Lernen

(v.l.n.r.): Eike Wenzel, Gründer Institut für Trend- und Zukunftsforschung GmbH, Petra Rodiga-Laßnig, Aufsichtsratsvorsitzende FH Kärnten, Landeshauptmann ...

Paris, wir kommen - Die nächsten fünf oö. Gemeinden starten durch in Richtung Klimaneutralität

28. 11. 2022 | Politik

Paris, wir kommen - Die nächsten fünf oö. Gemeinden starten durch in Richtung Klimaneutralität

Mag. Norbert Rainer (Geschäftsführer Klimabündnis OÖ), Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder, DIin Dr.in Uli Feichtinger (Vizebürgermeisterin Gmunden...

Häusliche Gewalt und Überforderung: Wo fängt Gewalt an?

27. 11. 2022 | Panorama

Häusliche Gewalt und Überforderung: Wo fängt Gewalt an?

Landesrat Mag. Michael Lindner mit der Kinder- und Jugendanwältin Mag.a Christine Winkler-Kirchberger