Leichtfried - Arbeitslose und gefährdete Gruppen brauchen nachhaltige Hilfen

Leichtfried - Arbeitslose und gefährdete Gruppen brauchen nachhaltige Hilfen

Kritik an Kogler – Degressives Modell de facto Verkürzung des Arbeitslosengeldes

„Wir erleben in Österreich die höchste Arbeitslosigkeit seit 1946 und dem Vizekanzler fällt dazu nichts Besseres ein, als über ein degressives Modell nachzudenken. Das ist ein Hohn gegenüber allen Arbeitslosen, da dies de facto einer Verkürzung der Bezüge gleichkommt“, kritisiert Jörg Leichtfried, stv. SPÖ-Klubchef, Vizekanzler Kogler nach dessen Interview im „Kurier“ und verweist erneut auf die SPÖ-Forderung nach einer Erhöhung des Arbeitslosengeldes auf 70 Prozent des letzten Einkommens. 

Dem stv. SPÖ-Klubchef fehlt es zudem an Maßnahmen für besonders gefährdete Gruppen. „Kogler redet zwar von Arbeitslosigkeit, nimmt dabei aber mit keiner Silbe die Jugendlichen oder Frauen in den Mund. Dabei sind gerade sie es, die von Arbeitslosigkeit besonders betroffen sind“, so Leichtfried. Jugendarbeitslosigkeit steige in Österreich fast 6-mal stärker als im EU-Schnitt. „Eine verlorene ‚Generation Corona‘ muss mit allen Mitteln verhindert werden. Aus diesem Grund fordern wir u.a. eine Aufstockung der Lehrstellen in überbetrieblichen Lehrwerkstätten um 5.000 Plätze sowie die Wiedereinführung der Ausbildungsgarantie bis 25“, so Leichtfried, der an das vorliegende SPÖ-Paket gegen Jugendarbeitslosigkeit erinnert. „Und obwohl ‚Corona-Arbeitslose‘ zu 85 Prozent Frauen sind, wird auch diese Gruppe von Kogler konsequent ignoriert“, kritisiert Leichtfried.

In Sachen Transparenz und Kontrolle findet es Leichtfried befremdlich, dass der COVID19-Kontrollausschuss im Parlament noch immer von Schwarz-Grün verhindert wird. „Immerhin geht es um 40. Mrd. Euro, die Finanzminister Blümel via Blankoscheck verteilen kann“, so Leichtfried abschließend.

Quelle: SPÖ-Parlamentsklub / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

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