Lockdown hat gewirkt, aber Lage bleibt sehr ernst

Lockdown hat gewirkt, aber Lage bleibt sehr ernst

Die nächsten vier Wochen bringen Weichenstellung

Ab dem 22. Oktober ist es in Österreich zu einer explosionsartigen Erhöhung der täglichen Neuinfektionen gekommen. Der ab 3.11. rasch verwirklichte Teil-Lockdown hat die Entwicklung schrittweise stabilisiert, der zwei Wochen später fixierte harte Lockdown hat die Trendumkehr bewirkt und für einen schrittweisen Rückgang gesorgt – langsamer als beim ersten Lockdown, aber wirksam. Das belegen die vorliegenden Zahlen am vorletzten Tag des Lockdowns.

Seit 22.11. liegt die Zahl der täglichen Neugenesenen über der Zahl der täglichen Neuinfektionen. Die Zahl der aktiven Fälle ist seit dem 14.11. von 77.130 auf heute 47.491 gesunken. Klar ist der Trend auch in den vergangenen 7 Tagen: Die Zahl der aktiven Fälle ist um 23 Prozent, die Zahl der Hospitalisierungen um fast 10 Prozent, die Zahl der Personen in Intensivbetreuung um 6 Prozent gesunken.

Heute liegt die Zahl der Neuinfektionen bei 3444 bei gleichzeitig 5666 Neugenesenen. Am Samstag der Vorwoche lag die Neuinfektionszahl noch bei 4669, am Samstag davor bei 6611 – an den ersten beiden Samstagen des Novembers bei 8241 und 7063.

Dass der Lockdown wirkt, zeigen auch die direkten Vergleichszahlen der drei am Beginn des Lockdowns definierten Ziele:

1. Die 7-Tages-Inzidenz ist von 519 am Beginn des Lockdowns auf aktuell 263 gesunken,

2. die tägliche Neuinfektionszahl von 5984 am Beginn des Lockdowns auf heute 3444,

3. der Reproduktionsfaktor Reff seit 17.11. von 1,09 auf aktuell 0,81. (Am 3.11. am Beginn des Teil-Lockdowns lag der Reff noch bei 1,40.)

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Damit haben wir die Ziele des Lockdowns erreicht und wir rechnen damit, dass sich dieser Effekt noch rund zwei Wochen fortsetzen wird (da Maßnahmen sich immer 10 bis 14 Tage nach ihrer Umsetzung in der Statistik auswirken). Aber die Zahlen sind weiterhin sehr hoch, die Lage daher weiterhin sehr ernst. Die Lage auf den Intensivstationen ist noch nicht entschärft und auch die Zahl der Todesfälle ist viel zu hoch. Eine Weichenstellung bringen daher nun die nächsten vier Wochen: Die Einkaufstage und die Feiertage sind nach dem Ende des Lockdowns ein Risiko. Genau in dieser Phase müssen wir uns sehr vorsichtig verhalten, auf den Mindestabstand ganz besonders achten, Menschenansammlungen vermeiden und Mund-Nasen-Schutz tragen. Weiterhin gilt: Je weniger direkte persönliche Kontakte, desto besser. Unser Ziel muss sein, dass wir die Zahlen bis Weihnachten noch einmal deutlich absenken. Durch die Folgewirkungen des Lockdowns, durch die Massentests und die generelle Verstärkung der Tests, durch eine sehr vorsichtige Öffnung und ein sehr vorsichtiges, verantwortungsvolles Verhalten von uns allen.”

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Andrea Zefferer, MSc Pressereferentin / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

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