Max Weiler - Die späten 70er Jahre

Max Weiler, Vögelsberg (1977), Eitempera auf Leinwand   © W&K - Wienerroither & Kohlbacher

Ab 9. Juni präsentiert die Galerie W&K - Wienerroither & Kohlbacher eine umfassende Schau des Tiroler Malers Max Weiler, die dessen Arbeit der späten 1970er Jahre beleuchtet

Max Weiler (1910-2001) zählt zu den bedeutendsten österreichischen Vertretern der Abstrakten Malerei und war gleichzeitig ein bemerkenswerter Zeichner. Die Chinesische Kunst führt Max Weiler zu seinem eigenen kosmologischen Welt- und Naturverständnis. Die Natur versteht er als Ganzes, mit ihrem Werden und Vergehen, stets ist er bestrebt das Geistige in der Natur in seinen Arbeiten darzustellen, was Weiler sogar eine Einzelausstellung als einzigem, lebenden europäischen Maler im Chinesischen Nationalmuseum NAMOC in Peking (1998) ermöglicht. 
 

Die bei Wienerroither & Kohlbacher präsentierten Arbeiten der 1970er Jahre – das für Max Weilers Zeichenkunst sicherlich wichtigste Jahrzehnt – zeigen den Künstler als „ein Zeichner gegen die Linie und für den Strich“ (Gottfried Boehm). Aus der Nähe betrachtet sehen wir ein Gewitter aus Zeichen, Mikrostrukturen aus Schraffungen und Kritzeleien, eine dichte Komposition aus Kringeln, Punkten, Flecken, Knäulen und Wirbeln. Fast scheint es so, als entstehe gerade erst, worauf wir blicken, als trage die kleinste lineare Zelle die potenzielle Kraft zu Ausdehnung und unbegrenztem Wachstum in sich. „Wenn ich zeichne, bin ich ein Nachzeichner…“, schreibt Max Weiler in den „Tag- und Nachtheften“ im Jahr 1976 „…Ich finde es da liegen, ich brauche die Striche nur an den rechten Platz zu zeichnen, aber sie sind selbst schon da, ich finde sie, und mich freuen die unglaublichen Kapriolen meiner Fundbilder, meiner Vorbilder, meiner Urbilder, die ich, indem ich sie sehe, zu Wert bringe, weil ich sie aufzeichne, wirklich mache (...).“

Präsentiert werden neben herausragenden klein- und großformatigen Papierarbeiten auch ausgewählte Gemälde des Künstlers.

Für Kunstliebhaber, die die Ausstellung selbst nicht besuchen können, wird zudem ab 9.6. ein digitaler Ausstellungskatalog sowie ein Videointerview mit Günther Oberhollenzer, Kurator der Landesgalerie Niederösterreich, erstellt und auf der Webseite der Galerie veröffentlicht.

Die Ausstellung ist öffentlich kostenlos zugänglich.

Quelle: Galerie Wienerroither & Kohlbacher Dr. Sascha Worrich / ots  //  Fotocredit: W&K - Wienerroither & Kohlbacher

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