Michael Patrick Kellys PeaceBell kommt nach Wien

Michael Patrick Kellys PeaceBell kommt nach Wien

Im Bild v.l.n.r Hannes Derfler (Bezirksvorsteher in der Brigittenau), Yvonne Rychly (Abgeordnete zum Wiener Landtag), Toni Faber (Dompfarrer St. Stephan& "PeaceBell"-Botschafter), Emil Diaconu (GF Social City Wien), Beatrice Körmer (Miss Vienna 2019/20& "PeaceBell"-Botschafterin)

Social City Wien, die Plattform für gesellschaftliche und soziale Innovation, und der Bezirk Brigittenau bringen das Kunst- und Friedensprojekt #PeaceBell von Sänger und Künstler Michael Patrick Kelly in Form einer eigenen Friedensglocke nach Wien.

PeaceBell goes Brigittenau

Fast genau ein Jahr nach dem Besuch von Michael Patrick Kelly in Wien ist es der Social City Wien nun gelungen, mithilfe einer erfolgreichen Crowdfunding-Kampagne, der tatkräftigen Unterstützung vieler Fans und den PeaceBell-Botschafter*innen Toni Faber und Beatrice Körmer, die Mittel für die PeaceBell Wien aufzustellen.

Bürgermeister Michael Ludwig möchte Wien zur ersten Friedensstadt weltweit machen. Die PeaceBell ist der erste große internationale Beitrag für dieses Vorhaben. Dies unterstreicht auch die Gemeinderätin und Wiener Landtagsabgeordnete Yvonne Rychly, die vom Projekt überzeugt ist: „Ich setze mich für Wien als Friedensstadt weltweit mit starkem Symbolcharakter ein. Sozialer Frieden und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind für uns wichtige Anliegen für unsere Stadt. Mit der PeaceBell haben wir das ideale Symbol dafür.“ Mit der Brigittenau und dem großen Engagement des Bezirksvorstehers Hannes Derfler ist es vor allem aber auch gelungen, einen passenden Bezirk zu finden, an dem die Friedensglocke der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden soll.

Sinnbild für ein friedliches Zusammenleben

Für Hannes Derfler ist das Projekt ein Herzensanliegen: „Die Idee ist hervorragend. Das kann man einfach nur unterstützen. Danke an die Social City, dass sie die Friedensglocke in die Brigittenau gebracht hat“, fasst er seine Euphorie zusammen. Auch Emil Diaconu, Geschäftsführer der Social City Wien, zeigt sich erfreut und stolz, nun mit der Brigittenau einen passenden Standort für die Wiener PeaceBell gefunden zu haben: „Wir freuen uns, dass die PeaceBell in die Brigittenau kommen wird. Nicht nur haben wir hier seit Jahren unser Büro und sind große Fans des Grätzels, der 20. Bezirk ist außerdem ein schönes Sinnbild für friedliches Zusammenleben. Hier leben so viele Kulturen zusammen und tauschen sich aus, das macht die Brigittenau zum perfekten Ort für eine Friedensglocke.“ Es liegen viele Monate der Arbeit und Planung hinter Emil Diaconu und seinem Team. Unterstützt wurde die Social City Wien auch durch die Lauder Business School, die über mehrere Monate eine Umfrage zur PeaceBell in der österreichischen Bevölkerung durchführte. „Durch unsere partizipative Studie konnten wir 16 Standorte innerhalb der Stadt Wien vorlegen, die nach geschichtlichen, stadtplanerischen und soziologischen Gesichtspunkten für die #PeaceBell geeignet sind. Darüber hinaus war es Ziel der Studie, die Wahrnehmung der #PeaceBell durch die Wiener Bevölkerung abzulichten – eine wichtige Frage für ein Kunstwerk, das im öffentlichen Raum platziert wird. Dabei zeigte sich vor allem, dass der #PeaceBell hohes friedenspädagogisches Potenzial zugesprochen wird, dies nicht nur durch die Fans von Michael Patrick Kelly: Der Mehrheit der fast 450 StudienteilnehmerInnen war der Künstler im Vorfeld gänzlich unbekannt. Unsere Studierenden fanden die Studie zur #PeaceBell sehr bereichernd und freuen sich nun über ein Folgeprojekt im beginnenden Semester“, so Dr. Verena Régent von der Lauder Business School. Auch die PeaceBell-Botschafter*innen haben eine wichtige Rolle bei der Realisierung des Vorhabens gespielt. „In Kriegszeiten wurden Glocken eingeschmolzen, um daraus Waffen herzustellen. Daher ist es wichtig, in Friedenszeiten die starke Symbolkraft von Glocken zu sehen. Die PeaceBell von Michael Patrick Kelly ist ein wunderbares Kunstprojekt, das ich gerne unterstütze. Denn so wie Kunst den Geist erhebt, so soll auch der Klang der Friedensglocke den Geist und auch das Herz der Menschen erheben“, so Dompfarrer Toni Faber über die Bedeutung der Glocke. Auch Beatrice Körmer hat sich tatkräftig für die Umsetzung der PeaceBell eingesetzt: „Ich finde es besonders in Krisenzeiten sehr wichtig, dass die Menschen zusammenhalten, ganz unabhängig von Nation, Religion oder Generation. Frieden ist mir extrem wichtig, weil ein schönes, harmonisches Zusammenleben für die Lebensqualität unerlässlich ist. Deshalb bin ich stolz darauf, PeaceBell-Botschafterin für unsere schöne Stadt Wien zu sein!“

Der weitere Fahrplan für die PeaceBell

Die Finanzierung ist gelungen. Der Bezirk für die Zusammenarbeit gefunden. Nun widmet man sich bei der Social City Wien gemeinsam mit dem Artstar Verlag, der Michael Patrick Kelly als schaffenden Künstler mit seinem Projekt #PeaceBell vertritt, um die Herstellung der PeaceBell, womit eine deutsche Gießerei betraut ist, die auch die originale PeaceBell von Michael Patrick Kelly hergestellt hat. Geplant ist, dass die PeaceBell für Wien bis Ende des Jahres fertig gestellt wird.

Im ersten Halbjahr 2021 soll es ein großes Einweihungsevent geben, für das auch Michael Patrick Kelly bereits seine Teilnahme zugesagt hat. Dazu gilt es jedoch, die weitere Entwicklung der Corona-Pandemie zu verfolgen. Genauere Informationen und Details zur Einweihungsfeier werden in den kommenden Monaten bekannt gegeben.

Geschichte der PeaceBell für Wien

Letztes Jahr im Herbst fing alles mit einer kleinen Idee an. Sänger und Friedensaktivist Michael Patrick Kelly kam auf Einladung der Social City Wien, Plattform für gesellschaftliche Innovation, nach Wien und präsentierte im Rahmen der Galanacht des Friedens im Wiener Rathaus sein Projekt „#PeaceBell“.

Wie der englische Name schon verrät, handelt es sich dabei um eine Friedensglocke mit einer ganz besonderen Symbolkraft. Was nämlich nur wenige wissen, ist, dass in beiden Weltkriegen über 170.000 Glocken eingeschmolzen wurden, um Metall für die Waffenproduktion zu gewinnen. Glocken, die einst dazu gedacht waren, die Menschen zusammenzurufen, rissen sie nun auseinander. Michael Patrick Kelly hat diesen Prozess wieder umgekehrt, Kriegsschrott aus aller Welt zusammengetragen und diesen eingeschmolzen, um daraus seine PeaceBell zu erschaffen. Mehr denn je soll die Friedensglocke auch davor warnen, die Fehler der Vergangenheit zu wiederholen. Deshalb will der Künstler Michael Patrick Kelly mit dem Projekt #PeaceBell darauf aufmerksam machen, wie wichtig eine Abkehr von Radikalismus und polarisierenden Tendenzen in der Gesellschaft ist und warum Frieden mehr bedeutet als die bloße Abwesenheit von Waffen.

Die #PeaceBell ist nicht nur ein Musikinstrument oder kirchliches Objekt, „[sie] ist ein universelles Instrument des Friedens, das Menschen mit verschiedenstem politischen, religiösen und kulturellen Background zusammenhalten soll“, so Michael Patrick Kelly.

 

Quelle: Emil Diaconu - Social City Wien / ots  //  Fotocredit: Helmut Tremmel

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