"Nachdenkereien" zu Objekten der MAK-Sammlung

"Nachdenkereien" zu Objekten der MAK-Sammlung

Das MAK startet eine neue Audioserie, gelesen von SchauspielerInnen des Burgtheaters, v.l.n.r. Till Firit und Dörte Lyssewski

Mit der Audioserie "Nachdenkereien" bietet das MAK ein akustisch wie inhaltlich neuartiges Vermittlungstool. SchauspielerInnen des Burgtheaters leihen ungewöhnlichen und humorvollen Essays von MAK-KunstvermittlerInnen und KuratorInnen zur MAK-Schausammlung ihre Stimme. Am Beispiel ausgesuchter Exponate wird fantasievoll über Alltagsgestaltung, Designprinzipien, Produktästhetik, Gesellschaftsordnungen und vieles mehr nachgedacht. BesucherInnen, die den inspirierenden Gedankengängen rund um angewandte Kunst folgen wollen und spannende Kontextualisierungen suchen, können die Audiofiles ab Ende Oktober direkt bei den Objekten über einen QR-Code oder über die Plattform SoundCloud abrufen.

Die Burgtheater-SchauspielerInnen Till Firit, Dorothee Hartinger, Mavie Hörbiger, Dörte Lyssewski, Falk Rockstroh und Markus Scheumann lesen insgesamt 19 Texte zu Themenstellungen wie "Tabubruch eines Möbels" (am Beispiel eines Salonschranks von Dagobert Peche, 1913), "Wer leistet sich Reduktion?" (am Beispiel eines Henkelkorbs von Josef Hoffmann, 1907), "Ich kaufe, also bin ich" (am Beispiel eines Porzellanservice aus der Kaiserlichen Porzellanmanufaktur, um 1780) oder "Geschlechterdifferenzen im Interieur" (am Beispiel einer Sitzgarnitur von Joseph Danhauser, um 1825–1830, und eines Damenschreibtischs, um 1825). Konzipiert und verfasst wurden die Texte von den MAK-KunstvermittlerInnen sowie von MAK-KustodInnen. Die englischen Texte vertonten die jungen SchauspielerInnen Vincent Lyssewski und Louise Prack sowie Alexander Medem.

"Nachdenkereien" entstand im Zuge des Lockdowns in der COVID-Krise aus der Idee heraus, Kunst und Kultur Metier-übergreifend Gehör und neue digitale Erlebniswelten zu verschaffen. Als spartenübergreifende Mittler geben Mitglieder des Ensembles des Burgtheaters den inspirierenden Gedanken zu angewandter Kunst einen Körper in Form ihrer persönlichen Stimme.

Inhaltlich geht es um weit mehr als um ein klassisches Vermittlungstool. Über die Ebene des kunsthistorischen Wissens hinaus bereichert die Serie "Nachdenkereien" das Erleben der Objekte um Geschichten, die es zu erzählen gilt und um die gesellschaftliche Relevanz, die in angewandter Kunst und in der Sammlung des MAK steckt. Inspiration bezog das MAK-Vermittlungsteam auch aus der Literatur: In seinem Kinderbuchklassiker "Pünktchen und Anton" (1931), denkt Erich Kästner nach jedem Kapitel über darin angesprochene Themen wie zum Beispiel Armut, Neugier, Freundschaft oder Mut nach.

Quelle: MAK-Presse und Öffentlichkeitsarbeit Judith Anna Schwarz-Jungmann (Leitung) Cäcilia Barani, Sandra Hell-Ghignone / ots  //  Fotocredit: © Sabine Hauswirth/MAK, 2020

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