Nehammer übergibt hochmoderne E-Bikes an Wiener Polizei

Nehammer übergibt hochmoderne E-Bikes an Wiener Polizei

Innenminister Karl Nehammer bei der Übergabe der E-Bikes

Die neuen E-Bikes werden beim Wien-Marathon erstmals im Einsatz stehen. Bei der Landesverkehrsabteilung Wien wird ein eigener Fahrraddienst aufgebaut. Das ist ein weiterer Schritt in Bemühungen um klimafreundlichen Dienstbetrieb.

"Verkehrspolizei ist eine Grundaufgabe der Sicherheitsbehörden, deshalb ist es wichtig, hier mit modernen Einsatzmitteln am Ball zu bleiben", sagte Innenminister Nehammer am Mittwoch bei der Übergabe zweier hochwertiger E-Bikes an die Wiener Landverkehrsabteilung. "Vor allem in Ballungsräumen, wo Räder und E-Scooter allgegenwärtig sind, ist auch die Weiterentwicklung des uniformierten Fahrraddienstes der Polizei wesentlich." Die neuen Fahrräder seien darüber hinaus ein weiterer wichtiger Schritt in der klimafreundlichen Modernisierung der Polizei, so der Innenminister.

Neue S-Pedelecs in Testphase
Die Zunahme des Verkehrs mit Fahrrädern und Trendsportgeräten erfordern in diesem Verkehrsbereich eine verstärkte polizeiliche Überwachung. Daher testet die Wiener Polizei im Verkehrs- und Ordnungsdienst ab sofort den Einsatz zweier leistungsstarker Elektrofahrräder, s.g. S-Pedelecs.

Der Unterschied zu herkömmlichen E-Bikes ist die stärkere Motorleistung, die bis zu 45 km/h Fahrgeschwindigkeit ermöglicht. Dadurch gelten diese Pedelecs rechtlich gesehen nicht als Fahrrad, sondern als Motorfahrrad, mit allen demensprechenden gesetzlichen Vorgaben (Kennzeichentafel, Beleuchtung, Begutachtungsplakette etc.). Die Räder sind mit Blaulicht und Folgetonhorn ausgestattet. Um mit diesen Fahrzeugen Radfahranlagen benützen zu können, wurde von der Stadt Wien eine Ausnahmegenehmigung für diese beiden E-Bikes erteilt. Mit Ersatzakku erreichen die Bikes eine maximale Reichweite bis zu 300 Kilometer.

Eigener Fahrraddienst in der Landesverkehrsabteilung Wien
Neben dem bereits seit vielen Jahren erfolgreich etablierten uniformierten Fahrraddienst (uFD) einzelner Stadtpolizeikommanden wird derzeit auch ein zentral in der LVA Wien ansässiger Fahrraddienst etabliert. Im Unterschied zum uFD der Polizeiinspektionen wird jener der LVA aus Beamtinnen und Beamten bestehen, die "hauptberuflich" mit dem Fahrrad in Wien den Dienst verrichten. Bei ungünstigen Wetterbedingungen werden diese Polizistinnen und Polizisten den vierspurigen Streifendienst der LVA unterstützen.

Umweltfreundlicher Dienstbetrieb der Bundespolizei
Die Beamtinnen und Beamten des Innenministeriums – hauptsächlich jene der Bundespolizei – legen im Rahmen ihrer Aufgabenerfüllung im Durchschnitt etwa 130 Millionen Fahrkilometer pro Jahr in diversen Fahrzeugen zurück. Es ist deshalb selbstverständlich, dass auch die Polizei einen Beitrag zum Klimaschutz leisten will. 
Im Bereich des Polizeifuhrparks wurden seit mehr als zehn Jahren durch ein modernes Fuhrparkmanagement in der Form eines Operating Leasing laufend höhere CO2-Reduktionen erreicht, da durch den regelmäßigen Austausch der Fahrzeuge und die maximale Laufzeit von nur 38 Monaten immer neuwertige Fahrzeuge in neuester Technologie in Verwendung stehen.

Zusätzlich wird der Einsatz alternativer Antriebsformen im Polizeibereich und den damit sehr speziellen Anforderungen mit wissenschaftlicher Begleitung untersucht. Im Rahmen einer bereits abgeschlossenen Studie wurde die Nutzbarkeit von E-Autos aber auch anderer alternativer Antriebsformen für den Polizeieinsatz untersucht. Ende 2021 startet ein Folgeprojekt zur Studie, welches die Elektromobilität im realen Praxiseinsatz mit 20 E-Fahrzeugen erforscht (Blaulicht- und Zivilfahrzeuge). Ziel ist es, einen möglichst hohen Anteil umweltschonender Antriebs-Alternativen in den Realbetrieb zu integrieren, selbstverständlich ohne die sicherheitspolizeiliche Grundversorgung der Bevölkerung zu beeinträchtigen.

Quelle: BMI  //  Fotocredit: ©  BMI/Jürgen Makowecz

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