Netzwerkprojekt „Schulstart Neu“ österreichweit gestartet

Netzwerkprojekt „Schulstart Neu“ österreichweit gestartet

Netzwerkprojekt „Schulstart Neu“ wurde nun österreichweit gestartet. Das Ziel der Reformierung der Schuleingangsphase ist Eltern und Kindern beim Übergang vom Kindergarten in die Schule ihren Ängsten und Unsicherheiten entgegenzuwirken.

Anfang August fiel im Bildungsministerium der Startschuss zur Reformierung der Schuleingangsphase. Das Ziel: Kindern und Eltern sollen beim Übergang vom Kindergarten in die Volksschule begleitet und ihren Ängsten und Unsicherheiten entgegengewirkt werden, um Sicherheit und Rückhalt zu geben und die Freude an der Schule zu fördern und zu teilen. Beide Bildungseinrichtungen bilden die Schuleingangsphase - letztes verpflichtende Kindergartenjahr  und 1. und 2. VS-Klassen - und entwickeln standortbezogene Modelle der Sprachförderung, der individuellen Förderung sowie insgesamt der Kompetenzorientierung. „Mit dem ,Schulstart-Neu‘ rücken PädagogInnen beider Bildungseinrichtungen näher zusammen und begleiten Kinder beim Übertritt vom Kindergarten in die Volksschule. Wir wollen durch eine  sanften Übergang bereits im Vorfeld Ängste nehmen und auf Stärken und Schwächen der Kinder eingehen“, erklärt Bildungsministerin Gabriele Heinisch-Hosek beim Projektauftakt im Kindergarten sowie der Volksschule in Trausdorf. „ In einem ersten Schritt wird die Aktion österreichweit in sogenannten Netzwerkprojekten erprobt.  35 Volksschulen und kooperierende Kindergärten werden 2 Jahre unterstützt und begleitet. Plan ist, den „Schulstart-Neu“ nach einer Evaluierungsphase im Schuljahr 2016/2017 flächendeckend in Österreich umzusetzen. Im Burgenland nehmen die Volksschulen und Kindergärten der Gemeinden Trausdorf, Oberpullendorf, Markt Allhau, Neuhaus am Klausenbach und Güttenbach am Reformprojekt teil. Landesrätin Verena Dunst begrüßt den neuen Ansatz zur Verbesserung für sprachlichen und individuellen Frühförderung der Kinder. Das Burgenland hat dafür bereits Vorleistungen erbracht: „Die Förderlandschaft im Burgenland hat sich den Herausforderungen angepasst, vom Schulstartgeld bis zur Kinderbetreuungsförderung. Zur Verbesserung der sprachlichen Frühförderung wurden die „Buchstart“ und „Mini-Philip“ umgesetzt.“

Konkret funktioniert das Projekt „Schultstart Neu“ so: VolksschulpädagogInnen besuchen ihre künftigen Taferlklassler bereits im Jahr vor deren Schuleintritt laufend im Kindergarten. Umgekehrt wird auch die ehemalige Kindergartenpädagogin ihre ehemaligen Schützlinge während deren erstem Schuljahr besuchen. „Kinder und PädagoInnen lernen sich so schon vor Schulbeginn kennen. Durch diesen sanften Übergang vom Kindergarten in die Volksschule wollen wir erreichen, dass bei den Kindern Ängste erst gar nicht entstehen“, so Heinsch-Hosek. Natürlich gehe es auch darum, dass KindergartenpädagogInnen und SchulpädagoInnen die Stärken, Fähigkeiten und Schwächen der einzelnen Kinder besprechen können. Dazu benötige man das Einverständnis der Eltern. „Wenn man schon vor Schuleintritt wissen, wo die Stärken und Schwächen der einzelnen Kinder liegen, wenn wir wissen wo es hakt, können wir früher auf die Bedürfnisse der Kinder eingehen. Und wir ersparen uns und den Kindern, dass sie später in Vorschulklassen zusammengefasst werden müssen“, so die Ministerin.

Wichtig bei Thema Bildung sei es, die Kinderbetreuung und die Ganztagesschulen weiter auszubauen, betont Landesrätin Verena Dunst. Die Weichen dazu wurden auf Bundesebene bereits gestellt. So sollen von 2014 bis 2018 305 Millionen in den Ausbau der Kinderbetreuung  fließen, für den Ausbau der Ganztagsschulen sollen 400 Millionen Euro bereitgestellt werden. „Der Ausbau der Kinderbetreuung ist für die Vereinbarkeit von Beruf und Familie von elementarer Bedeutung. Das gilt vor allem mit Blick auf die AlleinerzieherInnen“, so Dunst. Im Burgenland liegt die Betreuungsquote der 3-5-Jährigen bei 100 Prozent. Das bedeutet Platz 1 in Österreich. Die Betreuungsplätze der 0-3-Jährigen wurden von 907 im Jahr 2005 auf über 2200 im Jahr 2013 ausgebaut (Quote 2013: 31,3%). Jährlich werden im Burgenland 25 Millionen Euro für die Kinderbetreuung in die Hand genommen.

Bildtext Volksschule Trausdorf: Bundesministerin Gabriele Heinisch-Hosek, Landesrätin Verena Dunst und der Amtsführende Landesschulratspräsident für Burgenland Mag. Dr. Gerhard Resch beim Start zum Projekt „Schulstart Neu“ in der Volkschule Trausdorf

Bildquelle: Landesmedienservice Burgenland

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