Nur eine Welt ohne Atomwaffen kann eine friedliche Welt werden

Nur eine Welt ohne Atomwaffen kann eine friedliche Welt werden

Schieder - Zur NVV-Konferenz muss der globale Abrüstungsdialog neu belebt werden

„Auch wenn das Thema nicht mehr im Zentrum des öffentlichen Interesses steht, ist die Verbreitung von Atomwaffen bis heute eines der größten globalen Sicherheitsrisiken. Schätzungen zufolge gibt es auf der Welt ca. 15.000 atomare Sprengköpfe, jeder davon verfügt über ein Vielfaches der Zerstörungskraft der Bomben von Hiroshima und Nagasaki. Zusammen hätten sie das Potential, unseren Planeten und jedes Leben darauf in hundertfacher Ausführung zu vernichten. Das langfristige politische Ziel muss die vollkommene globale Abrüstung und die grundsätzliche Ächtung der militärischen Nutzung von Atomtechnologie sein“, sagt SPÖ-EU-Delegationsleiter Andreas Schieder heute im Rahmen einer Debatte im EU-Parlament. 

„Die Realität sieht aber leider anders aus. Die internationale Rüstungskontrolle steckt in der Krise, wie zuletzt das Ende des INF-Vertrages oder der Ausstieg der USA aus dem iranischen Atomabkommen gezeigt haben. Die EU muss sich unbedingt für die Aufrechterhaltung eines starken internationalen nuklearen Rüstungskontrollsystems starkmachen. Eine Erneuerung und Ausweitung des Abrüstungsdialogs ist unser primäres politisches Ziel. Neben der enormen Sicherheitsbedrohung, die von der alleinigen Existenz solcher Waffen ausgeht, darf man nicht vergessen, welche unglaublichen Ressourcen der Erhalt der Atomwaffenarsenale weltweit verschlingt. Wir sprechen hier von hunderten Milliarden Euro jährlich“, so Schieder.

Das EU-Parlament verabschiedet heute einen Bericht zur verschobenen Überprüfungskonferenz des Vertrages über die Nichtverbreitung von Kernwaffen im kommenden Jahr. Andreas Schieder fasst die Grundaussage des Berichts zusammen: „Multilateralismus und eine regelbasierte internationale Ordnung sind die Voraussetzung für die Bekämpfung der Verbreitung von Atomwaffen. Die EU ist aktuell der einzige globale Akteur, der diese Vision glaubhaft vertritt.“ 

Quelle: Jakob Flossmann, Pressesprecher der SPÖ-Delegation im Europäischen Parlament / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

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