ÖGB-Foglar: Druck steigt - Auskommen mit Einkommen wird schwieriger

ÖGB-Foglar: Druck steigt - Auskommen mit Einkommen wird schwieriger

Anhaltende Teuerung macht den Menschen immer mehr zu schaffen

Wien (OTS/ÖGB) - "Das Auskommen mit dem Einkommen wird für immer mehr ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen schwieriger, es bleibt netto zu wenig vom Brutto", warnt ÖGB-Präsident Erich Foglar anlässlich der heutigen Bekanntgabe des Verbraucherpreisindex und der Schnellschätzung zum österreichischen Bruttoinlandsprodukt. Den ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen bleibt wegen der Teuerung und der kalten Progression immer weniger zum Auskommen. Die Inflation sank laut Statistik Austria im Juli gegenüber dem Vormonat nur leicht von 1,9 auf 1,8 Prozent im Jahresvergleich. Die preiswertesten Lebens- und Reinigungsmittel sind hingegen laut jüngstem AK-Preismonitor im Jahresvergleich um 2,3 Prozent teurer geworden. Und laut Arbeitsklimaindex kommen auch jedes Jahr immer weniger Menschen mit ihrem Einkommen über die Runden. Mehr als die Hälfte stöhnt demnach unter der hohen steuerlichen Belastung des Faktors Arbeit und unter den Preissteigerungen.

Wirtschaftspolitisch sinnvoll und dringend notwendig

"Der Druck auf die arbeitenden Menschen wird zu groß. Immer mehr Menschen müssen beim Einkauf schon penibel auf den Preis achten, um am Monatsende noch etwas in der Tasche zu haben. Hingegen zieren sich die Spekulanten, Finanzjongleure und Krisengewinner davor, ihren fairen Beitrag zum Staatshaushalt zu zahlen. Während Arbeit in unserem Land noch viel zu hoch besteuert wird, hinken vermögensbezogene Steuern im internationalen Vergleich hinterher. Diese Schieflage gehört endlich beseitigt", fordert Foglar eine Entlastung für alle ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen. Nachsatz: "Nicht nur weil es gerecht ist, sondern auch, weil es wirtschaftspolitisch sinnvoll und dringend notwendig ist."

Fast 350.000 Menschen für mehr netto vom Brutto

Der Privatkonsum trägt laut Institut für Höhere Studien mehr als die Hälfte zum heimischen Bruttoinlandsprodukt bei. "Eine höhere Massenkaufkraft durch eine Lohnsteuerentlastung für ArbeitnehmerInnen und PensionistInnen bringt mehr Konsum, mehr für Investitionen und ein höheres Wirtschaftswachstum. Durch die hohe Selbstfinanzierungskraft, die eine Lohnsteuersenkung hat, kommt ein Großteil über die Stimulierung der Wirtschaft und die daraus resultierende Lohn- und Mehrwertsteuer wieder zurück. Damit sichern wir Beschäftigung, halten die Arbeitslosigkeit auf niedrigem Niveau und schaffen ein Stück mehr Gerechtigkeit in unserem Steuersystem", sagt Foglar.

Der ÖGB und die Gewerkschaften fordern mit ihrer Kampagne "Lohnsteuer runter!" eine rasche, spürbare und nachhaltige Lohnsteuersenkung. Innerhalb von nur sechs Wochen haben bereits fast 350.000 Menschen die Forderung unterstützt.

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