Österreich liegt beim Impfen auf Kurs

Österreich liegt beim Impfen auf Kurs

Anschober: „Österreich liegt beim Impfen auf Kurs und zählt derzeit zu den schnellsten EU-Mitgliedsstaaten”

Österreich hat bis jetzt insgesamt 31 Millionen Impfdosen bestellt. Beim größten Beschaffungsvorgang, im vergangenen Herbst, wurden davon bereits 24 Mio. Dosen geordert. Damals war weder bekannt, welcher Impfstoff und welche Technologie eine Marktzulassung erhält und erst recht nicht, welche Liefermengen zu welchem Zeitpunkt erwartet werden. Daher hat Österreich von Beginn an einerseits auf eine Risikominimierung durch eine breite Verteilung der Beschaffung sowie vor allem auf jene Impfstoffe gesetzt, die für das erste Halbjahr erwartet wurden. Weitere Bestellungen von Impfstoffen, deren Lieferung für später erwartet wurden, hätte uns nichts gebracht.

Für eine erwachsene Bevölkerung von 7,3 Mio. Menschen und bei einer angenommenen Beteiligung von 70 Prozent, ergibt sich daraus ein Bedarf von knapp 10 Mio. Dosen für - Großteils - zwei Stiche. Es liegt daher kein Mengenproblem bei der Bestellung vor, sondern es wurde sogar mehrfach überbestellt. Es wurde von Beginn an eine Beschaffung umgesetzt, die auf eine Risikominimierung und auf einen Vorrang für rasch lieferbare Produkte gesetzt hat. Bis jetzt wurden bereits rund 1,5 Mio. Impfungen durchgeführt, 1,1 Mio. Menschen haben bereits mindestens die erste Impfung erhalten. Das sind gut 20 Prozent der Bevölkerung, deren Teilnahme an den Impfungen wir erwarten. Österreich liegt innerhalb der EU-Staaten laut internationaler Rankings (siehe https://bit.ly/3cpMWk3 ) seit Wochen unter den Staaten mit dem größten Fortschritt bei der Umsetzung der Impfungen.

Liefermengen ab April verdreifacht

Die Liefermengen werden sich nun verdreifachen: im zweiten Quartal werden zumindest weitere 5,9 Millionen Impfdosen geliefert, damit werden wir am Ende des 1.Halbjahres bei über 9 Millionen gelieferter Impfdosen liegen. In diesen Zahlen sind zu erwartende Vorziehungen von Lieferungen von BioNTech/Pfizer noch nicht enthalten.

Darüber hinaus wird sich durch die Empfehlung des Nationalen Impfgremiums vom 24.3., den möglichen Zeitraum von 6 Wochen zwischen der ersten und der zweiten Dosis bei den bisher zugelassenen mRNA-Impfstoffen voll auszunützen, eine zusätzliche Beschleunigungen bei der Zahl der geimpften Menschen ergeben. Wir rechnen bei der ersten Grundimmunisierung dadurch mit einem Zeitgewinn von 2-3 Wochen.

Alleine im Sommerquartal folgen voraussichtlich weitere 12,1 Millionen Impfdosen. Es ist daher realistisch, dass wir unser Ziel der Impfung von zwei Drittel der Bevölkerung bis Ende Juni/Anfang Juli zumindest mit einem ersten Stich gut erreichen.

Österreich ist gut vorbereitet und gut aufgestellt

Bereits beim ersten Beschaffungsvorgang im Spätsommer/Herbst vergangenen Jahres wurden im Rahmen des vorhandenen Budgets von 200 Millionen Euro 24 Millionen Impfdosen und damit eine dreifache Überbestellung fixiert. Im Jänner wurde nach einer weiteren Zukaufoption das Budget für Impfungen um weitere 188 Millionen Euro erhöht, wodurch Millionen Impfstoffe vor allem von BioNTech/Pfizer zusätzlich erworben werden konnten.

Eine 32. Mio., 33. Mio. oder 34.Mio. bei den Impfstoff-Dosen am Ende des Jahres würde nicht helfen, da uns jetzt nur Impfstoffe im ersten Halbjahr wirklich weiterhelfen.

Gesundheitsminister Rudi Anschober: „Natürlich wurden im Jahr 2020 die Beschaffungen zunächst auf Basis von Kostenprognosen und Budgets geplant. Gleichzeitig lagen mir im Herbst 2020 keine zusätzlichen konkreten Beschaffungsprojekte vor, die abgelehnt werden mussten. Als diese zusätzlichen Optionen im Jänner vorlagen, haben wir gehandelt, zusätzlich gekauft und das Budget erhöht.”

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz Margit Draxl Pressesprecherin / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

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