Österreichweiter Lockdown für Ungeimpfte verschärft Situation im Handel erheblich

Österreichweiter Lockdown für Ungeimpfte verschärft Situation im Handel erheblich

Maßnahmen bringen Handel unter Druck 

Der von der Regierung angekündigte österreichweite Lockdown für Personen, die nicht geimpft oder genesen sind, hat in noch nicht absehbarem Ausmaß gravierende negative Folgen für den österreichischen Handel. 

"Mit dieser Maßnahme müssen Fachgeschäfte rund 35 Prozent an potenziellen Kunden aussperren, hohe Umsatzverluste sind damit vorprogrammiert", sagt Rainer Trefelik, der Sprecher des österreichischen Handels (WKÖ), besorgt.

Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent

Aufgrund der pandemischen Situation ist die Lage im Handel schon seit den letzten 20 Monaten angespannt. Insbesondere Handelsunternehmen, die von Veranstaltungen abhängig sind, mussten im vergangenen Jahr Umsatzrückgänge von bis zu 50 Prozent verkraften. Ähnlich kritisch ist die Situation bei Händlern in Innenstadtlagen, in touristischen Gebieten und für die Markthändler. 

"Mit dem Lockdown für Ungeimpfte werden die Umsätze noch weiter in den Keller rasseln, ich mache mir große Sorgen um die Existenz unsere Mitgliedsunternehmen", so Trefelik.

Neben dem schwierigen Problem der Kontrollen, wer geimpft und wer ungeimpft ist, wird das aus den vergangenen Lockdowns bekannte und unerfreuliche Thema der Sortimentsabgrenzung wieder massiv schlagend. 

"Ungeimpfte können in Supermärkten und Drogeriemärkten von der Waschmaschine, über Textilien bis hin zum Spielzeug alles kaufen und beim Fachhandel müssten sie abgewiesen werden. Die Kunden brechen weg, die laufenden Kosten wie Miete und Personal bleiben aber in voller Höhe bestehen. Das ist eine untragbare Situation", erklärt Trefelik.

Impfung als einziger Weg aus der Pandemie

"Das Weihnachtsgeschäft steht vor der Tür und besonders betroffene Branchen im Handel brauchen dringend finanzielle Unterstützungen. Es wird notwendig sein, die staatlichen Hilfen wieder einzuführen", fordert Branchensprecher Trefelik die Politik auf. Und in Richtung Bevölkerung appelliert Trefelik einmal mehr, sich impfen zu lassen: "Ich kann mich nur immer wieder wiederholen. Der einzige Weg aus der Pandemie ist die Impfung." 

Quelle: Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) DMC – Data & Media Center Pressestelle Wirtschaftskammer Österreich / ots  //  Fotocredit: Symbolfoto

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Jetzt regional kaufen & konsumieren – und so oö. Betriebe unterstützen

25. 11. 2021 | Wirtschaft

Jetzt regional kaufen & konsumieren – und so oö. Betriebe unterstützen

Mit Slogans wie „Das Christkind kauft daheim“ oder „Frisch gebacken oder gekocht und schnell geholt“ appellieren Land OÖ und Wirtschaftskammer OÖ, beim Ein...

Letzter Einkaufssamstag - Handel zieht positive Bilanz

21. 11. 2021 | Wirtschaft

Letzter Einkaufssamstag - Handel zieht positive Bilanz

15% Umsatzplus - Positive Bilanz des Handels nach letztem Einkaufssamstag vor dem Lockdown

Neue Strategie für nachhaltigen Logistikstandort OÖ

19. 11. 2021 | Wirtschaft

Neue Strategie für nachhaltigen Logistikstandort OÖ

Logistiksymposium am Flughafen Linz noch vor den aktuellen Corona-Beschränkungen - v.l.: Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner mit Staatssekretär Dr. Mag...

Gemüseland OÖ begrüßt Neuregelung der Stammsaisonierregelung

18. 11. 2021 | Wirtschaft

Gemüseland OÖ begrüßt Neuregelung der Stammsaisonierregelung

Der Gemüse-Anbau in Oberösterreich gewinnt stetig an Fläche und Bedeutung

Jeder zweite Wiener Betrieb investiert in Nachhaltigkeit

17. 11. 2021 | Wirtschaft

Jeder zweite Wiener Betrieb investiert in Nachhaltigkeit

Im Bild Alexander Biach, Standortanwalt in der Wirtschaftskammer Wien