Osterappell - die Feiertage nützen für den Schutz der Gesundheit und der Spitäler

Osterappell - die Feiertage nützen für den Schutz der Gesundheit und der Spitäler

Wir brauchen die Hilfe und Unterstützung aller. In den nächsten 10 Tagen müssen wir die Trendwende hin zu stark verringerten Neuinfektionen schaffen

„Wir alle können in dieser gefährlichsten Phase der Pandemie ein Teil der Lösung werden. Durch unser Verhalten, durch die Einhaltung der Maßnahmen, durch eine massive Verringerung unserer Kontakte, durch Mindestabstand, FFP2-Maske und Testungen. Wer dies konsequent macht, schützt sich und die ganze Gesellschaft. Und unsere hervorragenden, aber natürlich begrenzten Behandlungsmöglichkeiten in den Spitälern“, appelliert der Gesundheitsminister.

Weltweit zeigt die Pandemie weiterhin enorme Dynamik in vielen Regionen: bereits rund 130 Millionen Menschen wurden in diesen vergangenen 15 Monaten infiziert; 2,8 Millionen Menschen sind verstorben. Es ist die schwerste Pandemie seit 100 Jahren.

Ganz Europa befindet sich in der dritten Welle, fast in allen Ländern wird es eng mit den Behandlungskapazitäten für Schwerkranke. „Auch bei uns in Österreich. Derzeit sind die Intensivstationen in Ostösterreich bereits dramatisch belastet - großteils deutlich stärker als im Krisenherbst des Vorjahres. Aus Wien etwa werden heute 216 Covid-PatientInnen in Intensivbehandlung gemeldet (die Prognose zeigt bis 14. April sogar einen weiteren Zuwachs auf 270), in Niederösterreich 118 (Prognose 137) und Burgenland 20 (Prognose 25). Die anderen Bundesländern melden ebenfalls deutliche Steigerungen, aber noch nicht diese extreme Belastung der Spitäler der Ostregion. Hier kontrollieren wir sehr präzise und werden Sofortmaßnahmen im Fall besorgniserregender Entwicklungen starten. Die heutigen Infektionszahlen liegen mit 3.137 nach wie vor viel zu hoch, die höchsten Zahlen an Neuinfektionen werden aus Niederösterreich (759) und Wien (670) gemeldet. Und genau bei diesen Neuinfektionen muss uns in den nächsten zwei Wochen eine Notbremse, eine Trendwende hin zu einer massiven Absenkung gelingen, dann schaffen wir es, alle Intensivstationen noch rechtzeitig zu entlasten“, appelliert Anschober und fordert die Bevölkerung dazu auf:

1. Die Osterruhe in Ostösterreich konsequent einzuhalten - die ersten Berichte sind sehr ermutigend und positiv - ein erstes großes Danke an die Bevölkerung: nur so weiter!

2. Auch in den restlichen Bundesländern die Kontakte in den nächsten Tagen drastisch zu verringern, die nächtliche Ausgangsregelung einzuhalten, Mindestabstand, FFP2-Maske und das Testen konsequent umzusetzen und in den Risikobezirken mit einer Inzidenz über 400 die Zusatzmaßnahmen konsequent zu verwirklichen. Wir müssen die Peaks rechtzeitig abfangen!

3. Auf Osterreisen zu verzichten!

4. Riskante Sportarten und Risikoverhalten im Autoverkehr zu vermeiden - auch so können wir die Intensivabteilungen schützen!

5. Diesmal zu Ostern möglichst viele Kontakte auf Skype, Video und Telefon verlegen.

Anschober abschließend: “Wir können und müssen heuer zu Ostern die Trendwende hin zu wieder sinkenden Infektionszahlen schaffen. Dann können wir die drohende Überlastung der Intensivstationen und harte Triagen vermeiden. Wir dürfen es nicht zulassen, dass in Österreich kein Platz bleibt für die intensivmedizinische Betreuung von Schwerverletzten und Schwerkranken. Unser Gesundheitssystem ist sehr stark, die MitarbeiterInnen großartig. Aber jetzt brauchen sie uns. Unsere Unterstützung und unsere Mithilfe. Wir alle tragen jetzt Verantwortung, seien wir alle ein Teil der Lösung.“

Quelle: Bundesministerium für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz (BMSGPK) Dipl.-Ing. Daniel Böhm Pressereferent / ots  //  Fotocredit: Symbolfoto

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