Wie gefährlich sind Pflanzenschutzmittel-Rückstände in Lebensmitteln

Mehr als die Hälfte der untersuchten Lebensmittel sind frei von Rückständen – Höchstwert-Überschreitungen in weniger als drei Prozent

Starke Abnahme bei Höchstwert-Überschreitungen seit 2008

Europaweit harmonisierte, gesetzliche Höchstwerte, Pflanzenschutzmittel-Reduktionsprogramme von Handelsketten und eine verbesserte Agrarpraxis von Seiten der Erzeuger haben seit dem Jahr 2008 zu einer starken Abnahme der Höchstwertüberschreitungen geführt. Das zeigen die nationalen und europäischen Überwachungsprogramme ganz deutlich. Europaweit werden jährlich ca. 85.000 Lebensmittel-Proben auf Pflanzenschutzmittel untersucht. Dabei werden in mehr als der Hälfte der Proben trotz der immer genauer werdenden Analytik überhaupt keine Rückstände nachgewiesen. „2018 waren in Österreich 51 Prozent der Proben frei von bestimmbaren Rückständen. Die Höchstwertüberschreitungen lagen in den vergangenen zehn Jahren zwischen 0,7 und 2,8 Prozent“, so Karin Gromann, Abteilung Lebensmittelsicherheit und Verbraucherinnen- und Verbraucherschutz im Gesundheitsministerium. Eine Höchstwertüberschreitung bei Pflanzenschutzmittel-Rückständen bedeutet nicht, dass gesundheitliche Auswirkungen zu erwarten sind. Sie müssen so gewählt werden, dass selbst bei hohem Konsum keine gesundheitlichen Vorsorgewerte überschritten werden.

Pflanzenschutzmittel gehören zu den bestuntersuchten Substanzen. Sie werden in regelmäßigen Abständen neu bewertet, wobei neueste wissenschaftliche Erkenntnisse berücksichtigt werden. Das größte Risiko bei Obst und Gemüse ist demnach, zu wenig Obst und Gemüse zu essen: Sie haben eine hohe präventive Wirkung auf Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Schlaganfall und Krebserkrankung. Bei 500 g Obst und Gemüse täglich lässt sich das Risiko für frühzeitigen Tod um 27 Prozent reduzieren. 

Quelle: AGES  Fotocredit: Playergeneriert   Videocredit: Youtube/ agesnews

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