Polizeifahrzeug angezündet - Drei Beschuldigte ausgeforscht

Bei umfangreichen Ermittlungen gelang es den Kriminalisten des Linzer Stadtpolizeikommandos, drei Beschuldigte auszuforschen

Bei umfangreichen Ermittlungen gelang es den Kriminalisten des Linzer Stadtpolizeikommandos, drei Beschuldigte auszuforschen. Bei diesen handelt es sich um zwei 16-jährige und einen 20-jährigen Linzer. Alle drei zeigten sich bei ihren Einvernahmen vollinhaltlich geständig, am Abend des 14. November 2021 im Linzer Stadtteil Ebelsberg ein abgestelltes Polizeiauto mit Benzin übergossen und anschließend angezündet zu haben. Zusätzlich beteuerten sie, den Plan gehabt zu haben, die Polizisten in einen Hinterhalt zu locken und dort körperlich zu attackieren. Es sei sogar der Plan entstanden eine Polizistin oder einen Polizisten mit Benzin zu übergießen und anzuzünden. Als Motiv für ihre Tat und ihr Vorhaben gaben die Jugendlichen an, etwas gegen die Polizei zu haben, weil diese die Einhaltung der aktuell geltenden Covid-Bestimmungen kontrolliert.

Weitere Ermittlungen der Kriminalisten des Linzer Stadtpolizeikommandos zu den genauen Hintergründen sind noch erforderlich. Die drei Jugendlichen sind Teil einer Gruppe, die in den letzten Wochen immer wieder Polizeieinsätze im Linzer Süden provoziert hatte. Diese Gruppe rühmt sich für ihr Verhalten auch mit dem Posten von Videos ihrer Taten in den sozialen Netzwerken. Auch in diesem Fall wurden entsprechende Videos gepostet.

Landespolizeidirektor Andreas Pilsl dazu bei der heutigen Pressekonferenz: "Seit 15 Jahren darf ich der Polizei in Oberösterreich als Chef voranstehen. An einen derartigen Zwischenfall kann ich mich nicht erinnern. Dass die Polizisten bewusst in einen Hinterhalt gelockt und attackiert werden macht mich betroffen und zornig. Gesteigert wird das Ganze, weil die Beschuldigten vom Anschlag Videos anfertigten. Wer Polizistinnen und Polizisten attackiert, muss mit der vollen Härte des Gesetzes rechnen!"

Ursprüngliche Presseaussendung vom 15. November 2021:
Die Linzer Polizei wurde am 14. November 2021 gegen 18:40 Uhr alarmiert, da Jugendliche mit Böllern schießen würden. Bei der Fahndung fanden die Beamten gegen 20 Uhr auf einem öffentlich zugänglichen Friedhofsparkplatz in Ebelsberg einen brennenden Funkwagen der Polizei. Ein bislang unbekannter Täter übergoss demnach das Fahrzeug mit Benzin und zündete es an. Etwa zur gleichen Zeit setzte ein unbekannter Täter auch eine Nestschaukel auf einem in der Nähe gelegenen Spielplatz in Brand. Die Fahndung nach dem bzw. den Tätern verlief bislang ohne Erfolg.

Quelle: LPD OÖ  //  Fotocredit: © LPD OÖ/Michael Dietrich  //  Videocredit: © LPD OÖ

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