Mittwoch 24. April 2019
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Präsentation des Global Risks Report 2019 des Weltwirtschaftsforums

Bei der diesjährigen Präsentation des Global Risks Report 2019 von Marsh & McLennan spricht unter anderem Dr. Heinz Fischer über die Wichtigkeit der aktuellen und bisherigen Risiken

 

  • Steigende geopolitische und geoökonomische Spannungen stellen 2019 die dringendsten Risiken dar. 90 % der Experten erwarten 2019 weitere wirtschaftliche Konfrontationen zwischen den Großmächten.
  • Geschwächte internationale Zusammenarbeit schadet dem gemeinschaftlichen Willen, globale Risiken anzugehen
  • Die Umweltschädigung ist das langfristige Risiko, das unser Zeitalter kennzeichnet. Vier der fünf Risiken mit dem größten Einfluss stehen 2019 im Zusammenhang mit dem Klima.
  • Sich schnell verändernde Cyberbedrohungen und technologische Risiken sind die wichtigsten potenziellen blinden Flecken; wir sind uns immer noch nicht vollständig der Anfälligkeit vernetzter Gesellschaften bewusst.
  • Lesen Sie hier den vollständigen Bericht

Die Bereitschaft der Welt, im Angesicht dringender schwerer Krisen zusammenzuarbeiten, ist auf einem Tiefpunkt angekommen. Sich verschlechternde internationale Beziehungen verhindern ein gemeinsames Handeln angesichts der immer größer werdenden Anzahl an ernstzunehmenden Herausforderungen. Zudem scheint der immer düsterer werdende wirtschaftliche Ausblick, der teilweise durch geopolitische Spannungen ausgelöst wird, das Potenzial für die internationale Zusammenarbeit im Jahr 2019 weiter zu senken. 

Im 10-Jahres-Ausblick der Umfrage zu den Risiken für den Global Risks Report 2019 erschienen die Cyberrisiken wie schon im Jahr 2018 weiterhin an prominenter Stelle, wohingegen die Bedenken der Befragten in Bezug auf Umweltrisiken langfristig weiter dominieren. Alle fünf Umweltrisiken, die im Bericht genannt werden, erscheinen erneut in der Kategorie der Risiken mit den größten Auswirkungen und der höchsten Eintrittswahrscheinlichkeit: Verlust der Artenvielfalt, extreme Wetterereignisse, Scheitern in Bezug auf die Bekämpfung des Klimawandels und die Anpassung an den Klimawandel, durch den Menschen verursachte Katastrophen und Naturkatastrophen. So priorisierte auch Dr. Heinz Fischer (Bundespräsident a.D.) die Wichtigkeit dieser Risiken, am 29.01.2019 bei seiner Präsentation des Global Risks Report 2019 in Wien: „Eine um mehr als 2,5 Grad erwärmte Erdatmosphäre mit geschmolzenen Eiskappen in der Nähe von Nord- und Südpol kann nicht durch einen Vertrag wieder gestoppt werden.“ Zusätzlich zu Dr. Heinz Fischer, präsentierten auch John Drzik (Marsh President Global Risk and Digital), Dr. Daniel Thorniley (President DT-Global Business Consulting GmbH) und Dr. Andreas Branstetter (CEO Uniqa Insurance Group AG, President Insurance Europe) ihre Einschätzung der Risiken für 2019 bei der von Marsh & McLennan organisierten Veranstaltung zur Präsentation des Global Risks Report 2019 in Wien.

Der Global Risks Report 2019 wurde im Laufe des letzten Jahres mit der wertvollen Unterstützung des Global Risks Advisory Board des Weltwirtschaftsforums erarbeitet. Auch die kontinuierliche Zusammenarbeit mit den strategischen Partnern Marsh & McLennan Companies und Zurich Insurance Group sowie den wissenschaftlichen Beratern der Martin School (Universität Oxford), der National University of Singapore und des Wharton Risk Management and Decision Processes Center (University of Pennsylvania) kamen dem Bericht zugute.

 

Quelle: OTS  //  Jasmin Schak   //  Fotocredit: Marsh Austria GmbH/APA-Fotoservice/Tanzer