Produktpiraterie feiert Dank Pandemie neue Rekorde

Produktpiraterie feiert Dank Pandemie neue Rekorde

Die ÖsterreicherInnen müssen die Täuschmanöver und Tricksereien erkennen können“, fordert SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits

„Gefälschte Medikamente, gefährliches Kinderspielzeug, Textilien, Haushaltsartikel, aber auch Luxuswaren und technisches und elektronisches Gerät – die Palette an Plagiaten ist groß. Wer vermeintlich billig kauft, bezahlt oft teuer – denn die illegalen Nachahmungen haben meist keine Sicherheitsstandards durchlaufen. Dadurch sind die Folgen der Benutzung für die KonsumentInnen nicht absehbar. Die ÖsterreicherInnen müssen die Täuschmanöver und Tricksereien erkennen können“, fordert SPÖ-Konsumentenschutzsprecher Christian Drobits. 

„Gefälschte Bekleidungsstücke enthalten oft giftige Substanzen; gefälschte Medikamente können wirkungslose oder gefährliche Wirkstoffzusammensetzungen enthalten. Plagiate können im schlimmsten Fall Gesundheit oder Leben gefährden“, warnt Drobits.

Der kürzlich präsentierte Produktpirateriebericht 2020 zeigt eine starke Steigerung von Aufgriffen von Produktpiraterie auf: Der österreichische Zoll hat 2020 3.317 Sendungen mit 56.979 gefälschten Produkten im Gesamtwert von nahezu 24 Millionen Euro (gemessen am Originalpreis) aus dem Verkehr gezogen – eine Steigerung von 60% gegenüber 2019.

Für Drobits ist diese Steigerung aber alles andere als überraschend: „Durch die Pandemie tätigen viele KonsumentInnen ihre Einkäufe im Internet; es ist voll von vermeintlich günstigen Angeboten. Ein besonders erschwingliches Luxusteil mit nur wenigen Klicks zu kaufen kann aber teuer werden – denn trotz Bezahlung kommt die Lieferung nicht an und stattdessen ein Brief vom Zoll. Ärgerlich für die KäuferInnen – denn Strafen oder sogar Schadenersatzzahlungen können drohen. Besonders gefährlich kann es aber beim Online-Kauf von Medikamenten werden – denn da ist keinesfalls sicher, dass in der Pille das enthalten ist, was bestellt wurde. Vielen KäuferInnen im Internet sind mögliche Risken und Rechtsfolgen gar nicht bewusst – hier bedarf es deutlich mehr Aufklärung der KonsumentInnen“, so Drobits abschließend. 

Quelle: SPÖ-Parlamentsklub / ots  //  Fotocredit: © Parlamentsdirektion / Thomas Topf

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