Rotes Kreuz versetzt sich in Extremsituation

Rotes Kreuz versetzt sich in Extremsituation

Grippe-Pandemie und Beschädigung des max.center in Wels aufgrund eines Erdbebens

Linz/Wels, 8. September 2014 – Hohes Fieber, Schüttelfrost, Husten, Kopfschmerzen – bei hunderten Welsern treten nahezu gleichzeitig diese Symptome auf. Das lokale Krankenhaus kann jedoch keine Patienten mehr aufnehmen. Somit übernimmt das Rote Kreuz die weitere Versorgung der Opfer. Wenige Stunden später findet im max-center Wels eine Modenschau statt, welche durch ein plötzliches Erdbeben abrupt ihr Ende findet. Zahlreiche Menschen sind verletzt und einige Gasleitungen wurden beschädigt. Worst-Case für sämtliche Einsatzorganisationen. Zum Glück handelt es sich hierbei nur um zwei fiktive Szenarien, die im Rahmen einer internationalen Übung am 13. und 14. September in Wels abgehalten werden.

Über 350 Einsatzkräfte vom OÖ. Roten Kreuz, der Feuerwehr, der Polizei sowie der Stadt Wels sind kommendes Wochenende in Wels im Einsatz. Grund dafür ist die internationale Katastrophenschutzübung ‚Idira‘. „Wir beüben zwei Szenarien. Zum einen gilt es mehrere Menschen aufgrund einer Grippe-Pandemie zu versorgen und zum anderen wurden viele Menschen durch ein Erdbeben im max.center Wels verletzt bzw. sind viele noch unter den Trümmern verschüttet. Diese beiden Szenarien sind unabhängig voneinander, werden aber unmittelbar nacheinander beübt. Das wird für alle sehr herausfordernd“, erklärt der Welser Rotkreuz-Bezirksrettungskommandant Andreas Heinz.

Realitätsgetreue Darstellung der Szenarien

Zahlreiche Statisten und Utensilien sorgen für ein reales Einsatzgeschehen. „In erster Linie gilt es natürlich die Patienten so rasch wie möglich zu versorgen, aber wir wollen auch die übergreifende Arbeit mit den jeweiligen Einsatzkräften beüben, um daraus für den Ernstfall zu lernen“, so Heinz weiter.

Zusammenspiel üben und verbessern

„Wie schon in ähnlichen Fällen nutzt auch die Stadt Wels diesmal die Gelegenheit, um die Abläufe im Katastrophenschutzstab sowie die Zusammenarbeit mit anderen Organisationen durchzuspielen. Wir erhoffen uns daraus wertvolle Erkenntnisse für die Arbeit unseres Stabes. Im Ernstfall ist es wichtig, dass das Zusammenspiel der handelnden Personen möglichst reibungslos funktioniert. Denn dabei geht es um die Rettung von Menschenleben und die Sicherheit unserer Bürgerinnen und Bürger. Allen Verantwortlichen und Involvierten, insbesondere natürlich dem Roten Kreuz Wels und der Freiwilligen Feuerwehr Wels, danken wir recht herzlich für die umfangreiche Vorbereitung und wünschen viel Erfolg bei der Durchführung der Übung“, erklären Bürgermeister und Bezirksstellenleiter Dr. Peter Koits und Stadtrat Gerhard Kroiß als zuständiges Mitglied des Stadtsenates für den Katastrophenhilfsdienst.

Enge Zusammenarbeit mit Feuerwehr

„Großschadensereignisse können jederzeit und überall passieren und fordern die Blaulicht- und Einsatzorganisationen in vollem Umfang. Auch die Durchführung einer Übung fordert ein gemeinsames Arbeiten mit sehr hohem Engagement und Aufwand. Im Sinne der bewährten Zusammenarbeit mit dem Roten Kreuz wird von der Feuerwehr Wels in enger Kooperation mit den Feuerwehren des Bezirkes Wels-Land dieses Training für den Ernstfall mit sehr hohem Aufwand gemeinsam vorbereitet und sehr realitätsnah durchgeführt,“ so Franz Humer, Branddirektor der Feuerwehr Wels.

Max.Center Wels stellt Räumlichkeiten zur Verfügung

Für den Centerleiter des max.center Wels, Egbert Holz, ist die Zurverfügungstellung seiner Räumlichkeiten eine Selbstverständlichkeit: „Unser Sicherheitskonzept entspricht absolut dem „state of the art“. Dazu gehören natürlich auch Übungen, die wir in regelmäßigen Abständen durchführen, um dieses hohe Niveau in unserem Center zu halten und - wo möglich - noch weiter auszubauen. Die bevorstehende IDIRA entspricht genau unserer Philosophie, nicht nur am Papier, sondern vor allem in der Praxis alle Systeme und Abläufe zu testen und anzuwenden.“ 

Zaungäste sind herzlich willkommen

Interessierte und Schaulustige können sich gerne selbst ein Bild von den Übungen machen. „Bei dem Szenario Grippe handelt es sich um eine Nachtübung und wir beginnen am Samstag, 13. September, gegen 22.30 Uhr. Das Erdbeben-Szenario erfolgt am Sonntag, 14. September, gegen 10.00 Uhr. Beide Übungen finden am Gelände des max.center Wels statt. Wir bitten jedoch sämtliche Sicherheitshinweise zu befolgen und die Szenarien nicht zu betreten“, appelliert Chef-Organisator Stefan Buder.

Bild: OÖRK

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