Schloss Ambras Innsbruck öffnet wieder seine Tore

Schloss Ambras Innsbruck öffnet wieder seine Tore

Wiedereröffnung am 2. Juli nach mehr als 3-monatiger Schließzeit

Der Tiroler Standort des Kunsthistorischen Museums ist eine der bedeutendsten Kunst- und Kulturdestinationen Westösterreichs. Mit den einzigartigen Rüstkammern und der Kunst- und Wunderkammer, für die der Tiroler Landesfürst Erzherzog Ferdinand II. ein bis heute erhaltenes Museumsgebäude errichten ließ, ist Schloss Ambras als ältestes Museum der Welt bekannt.

Das reiche Habsburger Erbe entfaltet für Besucher aus nah und fern eine hohe Anziehungskraft. Vor Ausbruch der Coronakrise besuchten mehr als 100.000 Menschen jährlich Schloss Ambras und seine Sammlungen. Nach den Wochen der Schließung und den schwierigen Perspektiven für die nächsten Monate und Jahre setzt Schloss Ambras nun neue Anreize, um die Reiselust wieder anzukurbeln. Durch die Öffnung der Grenzen zu den Nachbarländern ist der Besuch von Gästen aus den so wichtigen Nahmärkten wie Deutschland und Italien wieder möglich. Schloss Ambras Innsbruck wird 2020 und in den Folgejahren aber auch verstärkt einheimische Gäste begrüßen.

Direktorin Veronika Sandbichler ist zuversichtlich, den Anteil an einheimischen Gästen von bislang 25% steigern zu können: Hier ist großes Potential vorhanden. Speziell für Einheimische gibt es daher die Jahreskarten-Sommeraktion »Comeback 14 Monate« mit einer 2 Monate längeren Gültigkeit. Das wird viele freuen, die ihren Urlaub heuer in Österreich verbringen. Die Jahreskarte ermöglicht beliebig viele freie Museumseintritte nicht nur ins Schloss Ambras in Tirol, sondern auch ins Kunsthistorische Museum Wien mit allen seinen Häusern des Museumsverbands in der Bundeshauptstadt, so Sandbichler.

Die Wiedereröffnungskampagne Dein Schloss Ambras richtet sich besonders an alle Einheimischen und Gäste aus den österreichischen Bundesländern und lädt zur individuellen und persönlichen (Wieder-) Entdeckung des wunderschönen Renaissance-Juwels ein.

Reisen ins Reich der Kunst, um die Sehnsucht nach fernen Ländern auch im nahen Zuhause stillen zu können, bietet die Ambraser Sommerfrische. Mit Fernsucht, Orientexpress oder Reise in die Vergangenheit finden Spezialführungen durch die Kunst- und Wunderkammer statt. Sie demonstrieren Besonderheiten aus fernen exotischen Ländern, führen Schätze aus arabischen Ländern und dem osmanischen Reich vor Augen oder rufen die Erinnerung wach, wie das fürstliche Leben auf Schloss Ambras vor bald 500 Jahren gestaltet war.

Jeden Sonntag führen die einstige Schlossherrin von Schloss Ambras, Philippine Welser, sowie Anna Caterina Gonzaga – die erste und zweite Gemahlin Erzherzog Ferdinands II. – in prächtigen Kostümen in einem vergnüglichen Rundgang durch die Wunderwelt der Renaissance und die Ambraser Sammlungen.

Anstelle des traditionellen Schlossfest Ambras, das dieses Jahr wegen der behördlichen Corona-Auflagen nicht stattfinden kann, veranstalten Schloss Ambras Innsbruck und die Innsbrucker Festwochen der Alten Musik zwei Aktionsnachmittage: Das Schloss ruft! Besucherinnen und Besucher wandeln durch das Schloss und treffen dabei im Rahmen ihres Museumsbesuchs an einzelnen Orten auf feinsinnige Überraschungen. Die Nachmittage werden so zu einem Genuss mit Musik, Kunst, Kultur und Kulinarik.

Derzeit laufen die finalen Vorbereitungsarbeiten für die Wiedereröffnung am 2. Juli noch auf Hochtouren. Während des Lockdowns fanden in Schloss Ambras umfangreiche Bau- und Sanierungsaktivitäten statt, die technische Infrastruktur wurde verbessert und die Ausstellungsräume auf Hochglanz gebracht. Die Habsburger Porträtgalerie erfuhr zahlreiche Neuhängungen.

In der Kunst- und Wunderkammer wird derzeit die ursprünglich als Osterausstellung geplante Schau Hoch zu Ross. Das Reiterstandbild Erzherzog Leopolds V.installiert. Sie ist ab der Wiedereröffnung am 2. Juli zu sehen. Die Sonderausstellung Mode schauen. Fürstliche Garderobe vom 16. bis 18. Jahrhundert wird hingegen um ein Jahr verschoben und von 17. Juni bis 3. Oktober 2021 präsentiert.

Qiuelle: Schloss Ambras Innsbruck Dr. Armin Berger Kommunikation & Marketing / ots  //  Fotocredit: Symbolfoto

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