Schutz der Digitalisierung kann nur gemeinsam gelingen

Schutz der Digitalisierung kann nur gemeinsam gelingen

KSÖ-"Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft" im Innenministerium

Das "Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft" des "Kuratorium Sicheres Österreich" (KSÖ) traf sich am 4. September 2020 im Innenministerium. Für den Generalsekretär im Innenministerium, Helmut Tomac, gebe es bei der Digitalisierung Aufholbedarf, vor allem auch in puncto Prävention.

"Die Digitalisierung hat uns in vielen Bereichen geholfen, die Corona-Krise besser bewältigen zu können. Das hat uns aber auch gezeigt, wie wichtig gerade jetzt der Schutz der digitalen Dienste vor Angriffen ist", sagte der Generalsekretär im Innenministerium, Helmut Tomac, beim "Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft" des "Kuratorium Sicheres Österreich" (KSÖ) am 4. September 2020 im Innenministerium. "Zusammenarbeit ist dabei das effizienteste und effektivste Mittel. Deshalb freut es mich, dass wir das KSÖ und sein Sicherheitsforum als Partner bei dieser Aufgabe an Bord haben."

Viele Bereiche unseres täglichen Lebens würden sich immer weiter in die digitale Welt verlagern, sagte Tomac. "Auf der einen Seite macht diese Entwicklung viele Vorgänge schneller, einfacher und effizienter, auf der anderen bietet sie gleichzeitig auch Angriffsfläche für neue Arten der Kriminalität sowie Sicherheitslücken, die es zuvor nicht zu beachten gab", sagte der Generalsekretär.

Alleine wenn man sich die Anzahl der angezeigten Delikte im Bereich der Internet-Kriminalität in den vergangenen zehn Jahren ansehe, erkenne man eine Steigerung um mehr als das Sechsfache (2010: 4.223 Anzeigen, 2019: 28.439 Anzeigen).

"Diese Entwicklung zeigt ganz klar: Hier gibt es Aufholbedarf, vor allem auch in puncto Prävention. Mit dem KSÖ gibt es das perfekte Forum, um dieser Problemstellung gemeinsam entgegen zu wirken. Denn der Schutz der Digitalisierung kann nur gemeinsam gelingen", sagte Tomac.

Bewusstsein für mögliche Gefahren schaffen

"Damit die Digitalisierung zu einem Hilfsmittel und nicht zu einem Risiko wird, müssen wir darauf achten, sie von Beginn an sicher zu gestalten", sagte KSÖ-Präsident Erwin Hameseder. "Wir treten deshalb dafür ein, dass Hard- und Software sicher sein muss und mehr unternommen wird, damit die Anwender sich darauf verlassen können."

"Das beginnt bei der Ausbildung und der Schaffung von Bewusstsein für mögliche Gefahren und endet bei der Zertifizierung von digitalen Geräten, wie sie mit dem EU-Cybersecurity Act geplant ist", sagte KSÖ-Generalsekretär Alexander Janda. "5G, künstliche Intelligenz oder das 'Internet of Things' abzusichern, ist eine Herausforderung, die niemand alleine lösen kann. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Sicherheitsforum unterstützten sich daher gegenseitig und helfen auch anderen dabei, Antworten zu diesen Themen zu finden. Wir sind sehr dankbar, dass uns das Innenministerium dabei unterstützt."

"Strafverfolgung ist auch im Internet wichtig, das Internet ist kein rechtsfreier Raum. Wir setzen aber noch stärker auf Prävention, Ausbildung und Kooperation, damit Cyberangriffe verhindert und nicht nur verfolgt werden", sagte Generalsekretär Tomac. "Die Wirtschaft muss dabei einen noch größeren Teil der Verantwortung übernehmen, sonst wird es nicht möglich sein, die Österreicherinnen und Österreicher vor staatlichen und kriminellen Kräften im Internet zu schützen. Dass sie bereit ist, das zu tun, hat mir die heutige Diskussion mit dem KSÖ-Sicherheitsforum bestätigt."

Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft Österreich

Das "Sicherheitsforum Digitale Wirtschaft Österreich" des KSÖ ist eine Arbeitsplattform, in der Wirtschaft, Forschung und Behörden gemeinsam Verantwortung übernehmen und ihren Beitrag zur sicheren Digitalisierung leisten. Das Forum betreibt eine enge Zusammenarbeit zwischen Behörden, Wirtschaft und Wissenschaft und bildet durch die Einbindung von Expertinnen und Experten aus dem strategischen sowie technischen Bereich die Basis für eine nachhaltige, sichere Digitalisierung der österreichischen Wirtschaft.

Quelle: BMI  //  Fotocredit: ©  BMI/Gerd Pachauer

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