Valentinstag und Wiedereröffnung nach dem Lockdown im Naturhistorischen Museum Wien

Valentinstag und Wiedereröffnung nach dem Lockdown im Naturhistorischen Museum Wien

Ab sofort ist das NHM Wien wieder für Besucherinnen und Besucher geöffnet

Zu sehen ist die neue Sonderausstellung „Ablaufdatum. Wenn aus Lebensmitteln Müll wird“, die im vergangenen Herbst auf großes Interesse beim Publikum stieß. Geöffnet sind alle Dauerausstellungsräume im Hochparterre und im 1. Stock, wo im Saal 27 eine neue Vitrine zum Thema Artenschutz mit dem Schwerpunkt auf Reptilien eingerichtet wurde. Als Special zum Valentinstag bietet das NHM Wien eine Online-Führung zum Liebesleben im Tierreich sowie zur Erotik in der Urgeschichte an. Seien Sie ab Sonntag, 14. Februar 2021, um 11:00 Uhr mit Ihrem Schatz dabei!

„Ablaufdatum. Wenn aus Lebensmitteln Müll wird“

Die Sonderausstellung „Ablaufdatum“ geht den Ursachen der Lebensmittelverschwendung auf den Grund. Von der Landwirtschaft über die Lebensmittelproduktion, den Handel bis zum Verbrauch im Haushalt oder der Gastronomie, die Gründe sind ebenso vielfältig wie verstörend.
Noch vor wenigen Jahrzehnten war es unvorstellbar, genießbare Lebensmittel wegzuwerfen. Das hat sich inzwischen radikal geändert. Schätzungen zufolge landet mindestens ein Drittel der globalen Lebensmittelproduktion auf dem Müll, mit drastischen sozialen und ökologischen Folgen. Das Mindesthaltbarkeitsdatum, umgangssprachlich oft als Ablaufdatum bezeichnet, ist nur einer von vielen Faktoren für den Verlust von Lebensmitteln. Zumeist bleiben sie über dieses Datum hinaus genießbar, doch der Handel entsorgt die Ware in der Regel bereits vor diesem knapp bemessenen Datum, um Platz für Neues zu schaffen.

Lebensmittel-Check – eine Rätselrallye für junge Menschen zum Selbererkunden:

Mit einem Rätselrallye-Fragebogen, der an Samstagen und Sonntagen von 10.00 bis 16.00 Uhr vor der Ausstellung verteilt wird, können alle Interessierten ihre Einstellung zu Lebensmitteln prüfen. Es macht einen großen Unterschied, woher Lebensmittel kommen und wie sie hergestellt wurden. Vor dem Einkaufen sollte man sich einige Gedanken über Lebensmittel machen. Ein achtsamer Umgang mit gekauften Lebensmitteln hilft, Lebensmittelabfälle zu vermeiden.
Ein Informationsservice für die ganze Familie!

Artenschutzvitrine

Eine neu gestaltete Vitrine im Saal 27 im ersten Stock des NHM Wien behandelt die dringliche Thematik des Artenschutzes mit Fokus auf Reptilien. Schlangen und viele andere Reptilien werden zur Gewinnung von Leder verwendet. Häufig handelt es sich dabei um Wildfänge – obwohl die meisten Schlangenarten streng geschützt sind. Der neue Ausstellungsbereich soll zur Aufklärung über den Schutz dieser Arten beitragen. Der fünf Meter lange Tigerpython aus Java (Südostasien) befindet sich schon seit ca. 1900 in der Sammlung des NHM Wien. Zusätzlich zu dieser Riesenschlange werden unzählige Produkte aus Schlangenleder wie zum Beispiel ausgestopfte Kobras, Geldbörsen, Gürtel, Schuhe und Taschen gezeigt. Vom Kauf von Reptilienleder-Produkten wird abgeraten, denn mit jedem Kauf werden grausame Tötungsmethoden und Verstöße gegen das Artenschutzgesetz gefördert.

Special zum Valentinstag

Aufgrund der Covid-19-Maßnahmen finden derzeit keine Führungen statt. Daher bietet das NHM Wien seinen Gästen dieses Jahr zum Valentinstag einen digitalen Exkurs in das „Liebesleben der Tiere“ sowie einen genaueren Blick in die Erotik der Urgeschichte an. Wo überall lassen sich Verweise auf Erotisches in den Schausälen des NHM Wien finden?
Vom „Liebesleben im Tierreich“ erzählt Museumspädagoge und Biologe Dr. Andreas Hantschk.
In seiner Online-Führung im 1. Stock erörtert er folgende Fragen: Warum gibt es zwei Geschlechter? Was sind Zwitter? Er erklärt das Phänomen der Jungfernzeugung, also der „unbefleckten Empfängnis“. Die Venus von Willendorf ist eindeutig in der Darstellung der unbekleideten Körpermitte, ihre Figur steht wohl für ein Fortpflanzungs-Ideal dieser Zeit und sie wird von vielen als Fruchtbarkeitssymbol verehrt. Was uns das über die Erotik in der Stein- bis Eisenzeit sagt, verrät Prähistorikerin Priv.-Doz. Dr. Karina Grömer. Sie erklärt, wie sich die Leute geschmückt haben und wie sie sich gegenseitig durch Schmuck und Kleidung Zeichen für erotische Annäherung oder auch die Abwehr derselben gegeben haben. 

Öffnungszeiten:
Mittwoch bis Montag: 09:00 - 18:30 Uhr
Dienstag geschlossen

Öffnungszeiten „Narrenturm“:
Mittwoch 10:00 – 18:00 Uhr

Das Digitale Planetarium und das Museumscafé sind leider nicht in Betrieb.
Führungen und Veranstaltungen finden derzeit nicht statt.
Über neue Entwicklungen den Museumsbetrieb und Sicherheits-Regelungen betreffend informieren wir Sie auf unserer Webseite laufend. Oberste Priorität haben die Gesundheit und Sicherheit unserer Besucher*innen sowie unserer Mitarbeiter*innen.
Ab 6 Jahren müssen Kinder einen MNS tragen, ab 14 Jahren ist eine FFP2-Maske verpflichtend.

Quelle: Mag. Irina Kubadinow Leitung Presse & Marketing, Pressesprecherin;  Mag. Nikolett Kertész, Bakk. BA Presse & Marketing, Pressereferentin / ots  //  Fotocredit: © NHM Wien, Kurt Kracher

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