VP-Aichinger: Stadtrechnungshof bestätigt katastrophales Missmanagement im Volkstheater

VP-Aichinger: Stadtrechnungshof bestätigt katastrophales Missmanagement im Volkstheater

Vernichtender Stadtrechnungshofbericht zum Volkstheater – Missmanagement und Verschwendungssucht müssen abgestellt werden

 „Der Stadtrechnungshof bestätigt nun schwarz auf weiß das katastrophale Missmanagement im Volkstheater. Dieser Bericht ist vernichtend. Controlling war und ist in diesem Haus offensichtlich ein Fremdwort. Es ist unfassbar, unverantwortlich und inakzeptabel, wie hier angesichts der bereits prekären finanziellen Situation des Hauses mit Steuergeld umgegangen wurde. Missmanagement und Verschwendungssucht sind hier noch Hilfsausdrücke“, so der Kultursprecher der neuen Volkspartei Wien Fritz Aichinger. Der Stadtrechnungshof stellte u.a. fest, dass eine Vielzahl von Zulagen für Mitarbeiter in unübersichtlicher, intransparenter und nicht nachvollziehbarer Weise ausgezahlt wurden. Sogar für das Aushängen von Vorstellungsankündigungen oder für die Bedienung des Hauptvorhanges wurden Zulagen kassiert. Selbst Verkehrsstrafen von Mitarbeitern wurden vom Volkstheater bezahlt. Weiters wurden Mitarbeiter kollektivvertraglich falsch eingestuft und haben Prämien erhalten, ohne nachvollziehbare besondere Leistungen zu erbringen.

Auch bei den Auslastungszahlen ist akuter Handlungsbedarf gegeben. „Durchschnittlich ist rund jeder zweite Platz bei allen Vorstellungen leer geblieben“, so Aichinger, der auf die Sitzplatzauslastung von durchschnittlich 56,8 Prozent verweist. Der durchschnittliche Zuschussbedarf pro Besucher betrug im Untersuchungszeitraum 91 Euro. „Das ist das Doppelte des Zuschussbedarfs pro Besucher im Theater in der Josefstadt“, so Aichinger. Weiters kritisierte der Stadtrechnungshof den allgemeinen Rückgang bei den Karteneinnahmen und damit in Zusammenhang den viel zu hohen Anteil an Freikarten. Auch im Hinblick auf die Subventionen der Stadt Wien kritisierte der Rechnungshof, dass es keine Konsequenzen von der Stadt hinsichtlich der nicht eingehaltenen Kennzahlen aus den Fördervereinbarungen gab. „Eine der wichtigsten Sprechbühnen Wiens muss diese katastrophalen Auslastungswerte in den Griff bekommen“, so der Kultursprecher. „Es braucht es ein klares Profil und eine Strategie, wie man die Wienerinnen und Wiener wieder für diese wichtige Kulturinstitution begeistert. Auf den neuen Direktor Kay Voges wartet damit eine Mammutaufgabe“, so Aichinger abschließend.

Quelle: Die neue Volkspartei Wien, Michael Ulrich, MSc,ots  //  Fotocredit: Symbolfoto

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