Welt-AIDS-Tag 2021 – Aids Hilfe Wien und Wiener Linien rufen gemeinsam zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen auf

Welt-AIDS-Tag 2021 – Aids Hilfe Wien und Wiener Linien rufen gemeinsam zur Solidarität mit HIV-positiven Menschen auf

Von 22.11. bis 6.12. fahren die Wiener Straßenbahnen mit den Fähnchen der Aids Hilfe Wien. Geschäftsführerin Andrea Brunner freut sich über die gelungene Awareness Aktion mit den Wiener Linien

Selbst vierzig Jahre nach dem Auftreten der ersten AIDS-Fälle ist die Welt vom gemeinsamen Ziel der Epidemie ein Ende zu setzen, noch weit entfernt. Nicht, weil es an Wissen oder Instrumenten zur Reduktion von HIV-Neuinfektionen und der Bekämpfung von AIDS mangelt, sondern wegen struktureller Ungleichheiten, die den Zugang zu HIV-Prävention und -Behandlung erschweren.

Gerade im Hinblick auf die aktuellen, Pandemie bedingten Herausforderungen sind Verantwortungsbewusstsein und Engagement für ein solidarisches Miteinander besonders wichtig. Als Aids Hilfe Wien rufen wir deshalb dazu auf, anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember gegen die Ausgrenzung und Ungleichbehandlung von HIV-positiven Menschen Schleife zu zeigen. 

"Das Symbol „Red Ribbon“ gilt als Zeichen der Solidarität mit HIV-positiven Menschen. Und diese Solidarität ist auch heute noch dringend notwendig. Denn HIV-positive Menschen erfahren auch heute noch Diskriminierung und Ausgrenzung. Wir machen daher das Thema HIV/AIDS für alle Menschen auf Wiens Straßen sichtbar. Ich freue mich sehr, dass auch heuer die Fähnchen-Aktion zum Welt-AIDS-Tag in Kooperation mit den Wiener Linien stattfindet. Und bedanke mich in diesem Zusammenhang bei allen Einrichtungen und Unternehmen, die ‚ihre‘ Straßenbahnlinie unterstützen“, betont Andrea Brunner, Geschäftsführerin der Aids Hilfe Wien.

„Die Wiener Linien stehen für gelebte Toleranz und Solidarität. Mit den Fähnchen auf unseren mehr als 500 Straßenbahnen setzen wir auch ein sichtbares Zeichen für ein faires Miteinander“, so Wiener-Linien-Geschäftsführerin Alexandra Reinagl.

HIV Heute - Die Fakten

  • Menschen mit HIV haben heute bei rechtzeitiger Diagnose und Behandlung eine annähernd durchschnittliche Lebenserwartung und können leben und arbeiten wie andere Menschen auch. 
     
  • Knapp 42,5% der betroffenen Personen erfahren von ihrer HIV-Infektion erst in einem fortgeschrittenen Stadium. Als Gründe dafür, dass die Infektion lange unbemerkt bleibt, können mangelndes Risikobewusstsein genannt werden oder die Angst vor eine Diagnose (auch aufgrund möglicher gesellschaftlicher Diskriminierung).[1]
     
  • Schwerer als die gesundheitlichen Folgen der Infektion selbst wiegen heute für viele Menschen mit HIV Diskriminierung und die Angst davor.
     

Es geht also um den Abbau von Vorurteilen und Diskriminierung einerseits und um die Aufklärung rund um HIV/AIDS andererseits.

Die Aktivitäten rund um den Welt-AIDS-Tag, wie die Flaggenaktion mit den Wiener Linien, tragen in diesem Sinne maßgeblich dazu bei, das Bewusstsein zu schärfen, um letztlich Diskriminierung im Zusammenhang mit HIV zu reduzieren. Alle Aktionen sind der aktuellen Situation entsprechend adaptiert und finden daher entweder Online oder als Visibility-Aktionen im öffentlichen Raum statt. 

[1] Zentrum f. Virologie d. Med. Universität Wien (2020), AHIVCOS (2019), Zoufaly (2020)

Quelle: Aids Hilfe Wien Juliana Metyko-Papousek, Bakk.phil. / ots  //  Fotocredit: Aids Hilfe Wien/Hammerschmid

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