Wiener Stadtregierung gedenkt Opfern des Terroranschlags

„Wir werden den 2. November nie vergessen, wir werden die Opfer nicht vergessen und an der Seite der Angehörigen stehen“, sagte Bürgermeister Michael Ludwig heute Vormittag bei der Gedenkveranstaltung an die Opfer der Terrornacht vom 2. November 2020

Das Gedenken fand am Desider-Friedmann-Platz in der Wiener Innenstadt statt, ebenda wo auch der Terrorakt seinen Ursprung genommen hatte. An der Gedenkveranstaltung nahmen die gesamte Wiener Stadtregierung, Mitglieder des Magistrats sowie Repräsentant*innen der im Wiener Landtag und Gemeinderat vertretenen Parteien teil. Auch Angehörige der Opfer waren eingeladen – ihnen sprach Ludwig sein tiefes Mitgefühl aus.

Neun Minuten lang konnte der Täter seine tödlichen Schüsse abgeben, ehe er überwältigt wurde, erinnerte Ludwig. Es sei dem schnellen Handeln der Wiener Polizei zu verdanken, dass nicht noch mehr Menschen ihr Leben lassen mussten. Wien habe in jener Nacht immensen Zusammenhalt demonstriert. Menschen brachten andere Menschen ohne Rücksicht auf ihr eigenes Leben in Sicherheit, versteckten sie in Hotels, Kinos und Restaurants. Berufsrettung Wien und Berufsfeuerwehr Wien versorgen Verletzte, Bus- und Straßenbahnfahrer*innen der Wiener Linien fuhren trotz einer immanenten Gefahr weiter und brachten damit andere in Sicherheit.

Diese Nacht habe gezeigt, dass sich Wien „nicht in die Knie zwingen lässt und dass feiger Terrorismus die Menschen nicht vom Glauben an unsere demokratische Werteordnung abbringen lässt“, sagte Ludwig, der versicherte, gegen „jede Form des Terrorismus anzukämpfen“. Wien sei „stark“ und auch in Krisensituationen "steht das Miteinander im Vordergrund". Vizebürgermeister Christoph Wiederkehr schloss sich den Worten Ludwigs an: „Am Jahrestag des verheerenden Anschlags gedenken wir der Opfer und deren Angehörigen. Die Stadt Wien steht geschlossen gegen jede Form von Terrorismus und Gewalt und wir arbeiten jeden Tag hart dafür, dass Akte wie wir sie vor einem Jahr gesehen haben, in unserer Stadt nicht mehr vorkommen.“

Heute, ein Jahr danach, gebe es „wenig Tröstendes, das wir den Angehörigen der Opfer sagen können“, so Ludwig. „Es gibt keinen Trost, aber die Hand zum Trost. Diese Hand wollen wir als Stadtregierung, als Gemeinderat, als Landtag den Angehörigen reichen – als Zeichen der Verbundenheit.“

Quelle/Videocredit: © PID-Rathauskorrespondenz  //  Fotocredit: Playergeneriert

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