Wiener Straßenbahnen zeigen bis Ende Mai EU-Flagge

Wiener Straßenbahnen zeigen bis Ende Mai EU-Flagge

Europäische Kommission macht auf den Start der EU-Zukunftsdebatte und das Europäische Jahr der Schiene aufmerksam. Im Bild v.l.n.r.: Michael Ludwig, Bürgermeister, Alexandra Reinagl, Geschäftsführung der Wiener Linien, Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich. Termin für Medienvertreterinnen und Medienvertreter anlässlich der EU-Beflaggung der Wiener Straßenbahnen im Mai

Fast 400 Wiener Straßenbahnen fahren bis Ende Mai mit EU-Fahnen durch Wien. Was es damit auf sich hat und warum Straßenbahnen für die Erreichung gemeinsamer europäischer Ziel eine Rolle spielen, erklärten Martin Selmayr, Leiter der Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich, Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien, und der Wiener Bürgermeister Michael Ludwig heute bei einem gemeinsamen Termin beim Otto-Wagner-Pavillon am Wiener Karlsplatz. „Die Straßenbahn erfüllt wichtige Funktionen, die auch Europa ein großes Anliegen sind: Sie bringt Menschen zusammen und sie tut das auf klimafreundliche Weise“, sagte Selmayr.

Für die EU-Beflaggung der Straßenbahnen gibt es laut Selmayr derzeit gleich mehrere Anlässe: Erstens stellt das Europäische Jahr der Schiene heuer die Bahn und öffentliche Verkehrsmittel als klimafreundliche Fortbewegungsmittel ins Rampenlicht. Die EU hat sich das Ziel gesetzt, bis spätestens 2050 klimaneutral zu sein. Um das zu erreichen, müssen die verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen um 60 % gegenüber 1990 sinken. „Wir brauchen dafür viele große, aber noch mehr kleine Schritte. Gerade in Wien bietet das gut ausgebaute öffentliche Verkehrsnetz weitreichende Möglichkeiten. Mit der Bim anstatt mit dem Auto durch die Stadt zu fahren, spart CO2-Emissionen – und in der Regel auch Nerven“, unterstrich Selmayr.

Zweiter Anlass, um Europa im Mai mehr Sichtbarkeit im Alltag zu verleihen, ist der erfolgte Startschuss für die Konferenz zur Zukunft Europas. „Wir sprechen an alle Bürgerinnen und Bürger die Einladung aus, sich mit ihren Ideen und Hoffnungen in die bereits begonnene Reform der Europäischen Union einzubringen. Ich wünsche mir, dass viele Menschen mit möglichst konkreten Vorschlägen an diesem ideellen Crowdfunding für Europa teilnehmen. Und dass das Bewusstsein dafür steigt, dass wir nur diese eine Europäische Union haben. Natürlich ist sie nicht perfekt und wird es auch nicht über Nacht werden. Aber es liegt an uns, Europa Zug um Zug weiterzuentwickeln und die Weichen für positive Veränderungen zu stellen.“

Alexandra Reinagl, Geschäftsführerin der Wiener Linien betonte: „Die Wiener Linien zeigen nicht nur mit Fahnen auf den Bims, sondern auch mit ihren mehr als 8.700 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aus 45 Nationen täglich Flagge für ein friedliches und erfolgreiches Miteinander – ganz im Sinne des Gemeinschaftsgedankens der EU. Jede und jeder Einzelne in unserem Unternehmen trägt tagtäglich auch aktiv zum Klimaschutz und somit auch zu einem besseren Europa bei. Im heurigen Jahr der Schiene bitten wir all unsere Kolleginnen und Kollegen vor den Vorhang, die in den unterschiedlichsten Bereichen stets alles für die beste Fahrgemeinschaft Wiens geben. Nur wenn wir gemeinsam an einem ‚grünen Strang‘ ziehen, werden auch die nächsten Generationen ein lebenswertes Europa, beziehungsweise eine lebenswerte Welt vorfinden.“

Nutzen der EU sichtbar machen

Bürgermeister Michael Ludwig sagte: „Die Vorteile, die die Europäische Union für unser Land und unseren Kontinent bietet, sind gerade jetzt, in Zeiten der Corona-Pandemie, augenscheinlich. Klar ist aber auch, dass wir uns alle täglich dafür einsetzen müssen, dass die Arbeit der Europäischen Union sowie die Errungenschaften, die es durch sie gibt und die den Bürgerinnen und Bürgern in Europa großen Nutzen bringen, für die Menschen spürbar sind – und in der Öffentlichkeit sichtbar.“ Die Mitgestaltung und das Einbringen von Ideen für das gemeinsame Haus Europa beginne auf kommunaler Ebene, ergänzte Ludwig. „Wir als Stadt Wien haben das Ohr bei den Anliegen der Bürgerinnen und Bürgern – die kommunale Politik beschäftigt sich täglich mit der Schaffung von politischen Rahmenbedingungen, um den Menschen ihr Leben im Alltag zu sichern und zu erleichtern. Städte und ihre Bewohnerinnen und Bewohner haben hier eine wichtige Rolle – ich sehe die Zukunft Europas in den Städten beziehungsweise urbanen Räumen.“

Die Wiener Straßenbahnen waren auch in der Vergangenheit schon mit EU-Fahnen unterwegs – zuletzt rund um den Nationalfeiertag im Oktober 2020, um an das 25. Jubiläum des österreichischen EU-Beitritts zu erinnern.

Quelle: Vertretung der Europäischen Kommission in Österreich Sabine Berger Pressesprecherin / ots  //  Fotocredit: Vertretung der EU Kommission in Österreich/APA-Fotoservice/Juhasz  //  Fotograf: Heinz Stephan Tesarek

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