World Blood Donor Day 2021 - Gemeinsam ein Stück Geborgenheit schenken

World Blood Donor Day 2021 - Gemeinsam ein Stück Geborgenheit schenken

30.000 Österreicherinnen und Österreicher schenken mit ihrer Plasmaspende bei BioLife jedes Jahr anderen Menschen ein großes Stück Geborgenheit und Lebensqualität

Über 30.000 Österreicherinnen und Österreicher leisten mit einer regel­mäßigen Plasmaspende in einem der zwölf BioLife Plasmazentren einen we­sentlichen Beitrag für die medizinische Versorgungssicherheit in Österreich. Alle Spender wissen: Sie tun nicht nur Gutes, sondern sind in manchen Fällen sogar Lebensretter.

BioLife hat unter den 30.000 registrierten Spenderinnen und Spendern insgesamt 3.532 zu ihren Motiven befragt. Für Monika Maria Wiesner, Head of Communications von BioLife, zeigen die Ergebnisse eindrucksvoll: „Unsere Spenderinnen und Spender nehmen sich regelmäßig die Zeit für eine Plasmaspende, mit dem guten Gefühl für andere Menschen einen wichtigen Beitrag zu deren Lebensqualität geleistet zu haben oder in manchen Fällen sogar Lebensretter zu sein. In der Woche des Weltblutspendetages 2021 wollen wir unsere Spenderinnen und Spender in den Fokus stellen und von Herzen Danke sagen.“

Plasmaspende auf einen Blick

Plasma ist der flüssige Bestandteil des Blutes. Plasma- und Blutspenden sind zwar zwei verschiedene Dinge, haben aber eines gemeinsam: Beide sind für die medizinische Versorgung notwendig und für unzählige Menschen sogar lebenswichtig.

Bei der Plasmaspende wird im Gegensatz zur Vollblutspende nur der flüssige Bestandteil des Blutes, das Plasma, gespendet. Das Blut fließt durch ein steriles Einmal-Schlauchsystem mit integrierter Zentrifuge und dabei werden die Blutzellen und das Plasma voneinander getrennt. Das Plasma wird in einem Beutel gesammelt, während die restlichen Bestandteile des Blutes zurück in den Körper des Spenders fließen. Die Trennung der Bestandteile nimmt etwas Zeit in Anspruch, deshalb kann eine Plasmaspende bis zu 60 Minuten dauern. Da der Körper die entnommenen Bestandteile sehr rasch nachbildet, kann man bis zu 50 Mal im Jahr Plasma spenden. Im Prinzip kann jeder gesunde Erwachsene im Alter zwischen 18 und 60 Jahren Plasma spenden.

Gutes für andere tun – das vereint Plasma- und Blutspende

Menschliches Blutplasma ist äußerst wichtig in der medizinischen Versorgung. Es enthält zahlreiche wichtige Proteine. Ist eines dieser Proteine nicht ausreichend vorhanden, kann unser Körper bestimmte lebenswichtige Funktionen nicht mehr ausführen. Plasma kann nicht künstlich hergestellt werden. „Was viele nicht wissen, dass rund 80 % aller Europäer einmal in ihrem Leben ein Arzneimittel aus Plasma benötigen – etwa im Rahmen einer medizinischen Notversorgung wie bei einem Unfall oder einer Operation. Für Menschen mit einem Primären Immundefekt beispielsweise stellen plasma-basierte Therapien die einzige Behandlungsoption dar. Sie sind ein Leben lang auf diese Therapien angewiesen“, betont Monika Maria Wiesner die Wichtigkeit der Plasmaspende. Immer mehr Menschen benötigen im Laufe ihres Lebens Medikamente, die aus menschlichem Blutplasma hergestellt werden. Jede einzelne Spende ist deswegen lebenswichtig für all die Menschen, die darauf angewiesen sind. 

Jede Spende ist wichtig und zählt

Um einen Patienten mit einem Primären Immundefekt ein Jahr lang versorgen zu können, braucht es 130 Plasmaspenden. 1.200 Plasmaspenden werden benötigt, um einen Patienten mit Hämophilie ein Jahr lang behandeln zu können. Dieses Wissen motiviert viele der Plasmaspenderinnen und -spender bei BioLife zu einer regelmäßigen Plasmaspende - bis zu 50 Mal im Jahr kann man Plasma spenden. Leben zu retten hat 74 % aller Spenderinnen und Spender zur ersten Spende bewegt.

Mehr für die eigene Zeit

Regelmäßige Plasmaspenderinnen und -spender investieren laufend ihre Zeit. Allerdings bekommen Sie für ihre Zeit etwas. Einerseits ist es das gute Gefühl, anderen Menschen geholfen zu haben. Viele der Spender schätzen die Zeit während der Plasmaspende auch als persönliche Auszeit – um ein Buch zu lesen, einen Film zu schauen oder einfach nur vom Alltag auszuspannen. Für manche ist es auch eine gute Gelegenheit, um Freunde zu treffen. Ein weiteres Plus ist die regelmäßige ärztliche Untersuchung, durch die sie einen Blick auf die eigene Gesundheit haben. Und natürlich wissen viele Spenderinnen und Spender die Aufwandsentschädigung zu schätzen, die sie für ihren Zeitaufwand erhalten. Bei bis zu 50 Spenden im Jahr, ist der persönliche Zeitaufwand doch nicht unerheblich.

Quelle: Ing. Mag. Monika Maria Wiesner Head of Communications BioLife Europe / ots  //  Fotocredit: BioLife/Bernhard Eder

Mehr über den Autor

Das könnte Sie interessieren!

Impfaktion in Wien

26. 07. 2021 | Gesundheit

Impfaktion in Wien

Diese Woche Impfungen mit Moderna ohne vorherige Anmeldung

Gefäßchirurgischer Notfall - Akute Durchblutungsstörungen in den Beinen

22. 07. 2021 | Panorama

Gefäßchirurgischer Notfall - Akute Durchblutungsstörungen in den Beinen

OA Dr. Christoph Kaindl, Gefäßchirurg am Salzkammergut Klinikum Vöcklabruck

Versorgungssicherheit für Menschen mit seltenen Erkrankungen

18. 07. 2021 | Gesundheit

Versorgungssicherheit für Menschen mit seltenen Erkrankungen

Ärztekammerpräsident besichtigt Arzneimittelproduktion und tauscht sich zu innovativen Versorgungslösungen aus. Personen am Foto v.l.n.r.: Hofrat Hon.-Prof...

Gurgeltests in OÖ möglich

15. 07. 2021 | Gesundheit

Gurgeltests in OÖ möglich

Oberösterreich startet schrittweise in drei Bezirken

Symptome richtig erkennen - Wenn Bauchschmerzen zum Notfall werden

15. 07. 2021 | Altmünster

Symptome richtig erkennen - Wenn Bauchschmerzen zum Notfall werden

Prim. Priv.-Doz. Dr. Stefan Stättner, Leiter der Abteilung für Chirurgie am Salzkammergut Klinikum Gmunden und Vöcklabruck