„Zugreisen ohne Grenzen” ist die beste Geschäftsidee Niederösterreichs

„Zugreisen ohne Grenzen” ist die beste Geschäftsidee Niederösterreichs

Matthias und Elias Bohun holten sich mit „traivelling” den 1. Platz

Die „Klospülung für den Fischteich”, ein intelligenter digitaler Assistent für alle Versicherungs-Verträge, Bücher-Geschenkboxen, Torten ohne Zucker und Mehl und eine alkoholfreie, vegane Alternative zu Wein. Beim großen Live-Finale von „120 Sekunden – die niederösterreichische Geschäftsidee” an der IMC Fachhochschule Krems pitchten gestern Abend 10 Kandidaten-Teams um Preise im Wert von über 50.000 Euro. Vor rund 200 geladenen Gästen, darunter Wirtschaftslandesrätin Petra Bohuslav und WKNÖ-Präsidentin Sonja Zwazl, setzten sich schließlich Elias und Matthias Bohun aus Mödling mit ihrer Idee „Traivelling” durch.

Fernreisen künftig auch mit dem Zug

Die Idee des Vater-Sohn-Gespanns: Künftig soll man auch multinationale Zugreisen so einfach buchen können, wie heute schon Flüge. Denn bislang muss für jedes Land ein eigener Fahrschein gekauft werden, eine Anschlussgarantie gibt es nicht. Das soll sich mit „Traivelling” ändern. Elias Bohun, Erfinder der Idee und begeisterter Zugfahrer, ist kurz nach dem Sieg überglücklich: „Uns geht es super. Wir hoffen, dass es bald weltweit möglich wird, mit dem Zug zu reisen.” Dafür haben sie auch schon einen Plan: „Anfang Dezember geht’s los. Dann gehen wir online und es wird möglich sein, bei uns Fernreisen zu buchen”, so Elias Bohun.

Fischteich-Klospülung und automatisierte Dokumentenlandschaft

Den zweiten Platz holte sich der Opponitzer Christian Simhofer. Sein „Klappenmönch” reinigt Fischteiche von Blättern und Fäkalien. Der Erfinder selbst zeigt sich nach dem Sieg vor allem dankbar für die Chance am Finale teilnehmen zu können. „Im Finale waren durchwegs sehr, sehr gute Ideen und ich nehme mir viele neue Erfahrungen mit”, erklärt Simhofer.

Platz drei schnappten sich Patrick Zanyath und seine beiden „Centralize”-Kollegen. Centralize automatisiert und steuert die Dokumenten- und Vertragslandschaft. „Wir haben alle hier im IMC Krems den Bachelor gemacht. Umso spannender war es hier auf der Bühne zu stehen”, erklärt Zanyath nach dem Finale. „Wenn alles nach Plan läuft, wird Centralize ab Mitte 2020 bereits nutzbar sein”, fügt er hinzu.

Eine große Bühne für oft noch kleine Ideen

120 Sekunden – eine Aktion der Bezirksblätter Niederösterreich mit Unterstützung von riz up, NÖBEG und der Wirtschaftskammer Niederösterreich bietet Erfindern aus dem ganzen Land eine große Bühne. Nach vier Castings in den vier Vierteln Niederösterreichs haben es die besten 10 ins Finale geschafft. Eine fünfköpfige Jury hat schließlich die Top 3 gewählt. Die Geschäftsführer der Bezirksblätter Niederösterreich, Ewald Schnell und Oswald Hicker, zeigen sich einmal mehr begeistert von der Innovationskraft der schlauen Köpfe Niederösterreichs: „Jedes Jahr aufs Neue verblüffen uns unsere Teilnehmer mit Erfindungen, die Alltagsprobleme lösen. Oft beginnt eine Idee ganz klein, in der eigenen Familie, und zieht dann größere Kreise und wird schlussendlich zu einem richtigen Geschäft und einem großen Erfolg. Wir freuen uns mit ‚120 Sekunden‘ eine Plattform zu bieten, die sich an die Daniel Düsentriebs Niederösterreichs wendet. Und die große Vielfalt der Finalisten – vom einer ganzen Familie die ein Indoor-Spielhaus mit therapeutischen Spielmöglichkeiten für Kinder entwickelt hat – über Jungwinzer, die ein alternatives Getränk am eignen Hof erzeugen bis eben hin zu unserem Gewinner-Team, das den Trend hin zu alternativen Reisemöglichkeiten erkannt hat und künftig perfekt organisierte Bahnreisen anbieten will – zeigt, wie viel Innovation in Niederösterreich steckt.”

Quelle: Bezirksblätter Niederösterreich Oswald Hicker Chefredakteur und Geschäftsführer / ots  //  Fotocredit: DANIELA MATEJSCHEK

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